Tag der deutschen Einheit & Moscheeismus

Der Autor dieser Zeilen hat die Ereignisse um den Tag der deutschen Einheit mit Interesse verfolgt und wurde bitter enttäuscht.
Demut solle man zeigen. Nicht dass hier noch jemand auf die Idee kommt, er könne sich einfach mal über sein Land freuen und so etwas wie Stolz empfinden.

Die Wiedervereinigung habe man ja vor allem den übrigen europäischen Ländern zu verdanken. Falsch. Nicht die Westmächte, schon gar nicht Portugal, Italien oder Malta hätten die Ereignisse 1989 stoppen können, einzig die Russen mit ihren hunderttausenden Soldaten hätten das verhindern können. Niemand sonst. Aber die Botschaft einer solch grotesken Aussage ist klar. Wir schulden Europa was, nämlich unser Geld, unseren Wohlstand.
Der Münchner Erzbischof versteigt sich zu der Aussage, dass Deutschland nicht nur zum Rest Europas solidarisch sein solle, nein, gleich gegenüber der ganzen Welt! Interessant, möglicherweise wird Somalia und dem Jemen schon bald ein Platz unter dem Rettungsschirm aufgedrängt, so wie Spanien im Augenblick.

Sowieso hatte man den Eindruck, der Tag der deutschen Einheit sei eigentlich dazu da, dem Volk das vollständige Aufgehen im europäischen Einheitsbrei schmackhaft zu machen. Das wird ein Traum bleiben. Die anderen europäischen Länder verfügen über Selbstbewusstsein und Selbstbehauptungswillen und denken nicht im Traum daran, sich irgendwem zu unterwerfen. Und schon gar nicht, irgendwas aufzugeben ohne eine angemessene Gegenleistung dafür zu erhalten. Das machen nur unsere Funktionseliten.

Insgesamt werden die Redner allesamt der Bedeutung des Tages nicht gerecht. Westdeutschland –und besonders die westdeutsche Linke- hatte die Wiedervereinigung als Anachronismus abgehakt, mehr noch, als eine gerechte und verdiente Strafe für ewige Schuld betrachtet. Es waren die ostdeutschen Bürger, die den Demokratischen Sozialismus beseitigt haben. Sie allein sind an diesem Tag Vorbild.

Ein paar Wenige wollten sich 1989 die Bevormundung nicht mehr bieten lassen und haben andere mitgerissen. Daraus wurde ein Strom, den die Machthaber nicht mehr ignorieren konnten und dem sie bald nichts mehr entgegenzusetzen hatten.
Leider erinnert so manches an der BRD 2012 an die DDR. Offensichtliches wird nicht mehr angesprochen, darf nicht mehr gesagt werden, ohne soziale Isolation und die wirtschaftliche Existenz zu riskieren.

Die Deutschen sind seit je her unendlich geduldig. Bis das Maß endlich voll ist. Die Geschichte kennt manche unerwartete Volte, die Wiedervereinigung ist Beweis. So bleibt die Hoffnung, dass die Deutschen das Haupt wieder heben und -ohne Pervertierung des Grundgesetzes im Sinne einer linken Hypermoral- wieder zu einem selbstbewussten Volk werden. Als Gleiche unter Gleichen in der europäischen Völkerfamilie.

Dann war da noch der Tag der offenen Moschee. An sich eine gute Idee.
Der öffentlich-rechtliche Rotfunk vergreift sich –wie bei solchen Themen üblich- im Ton und berichtet über tollste Nachbarschaft und süße Harmonie. Kein Wort darüber, weshalb die vom türkischen Staat finanzierte und AKP-nahe Ditib für beinahe jeden Moschee-Neubau in Deutschland Verantwortung zeichnet. Nichts darüber, dass so manche Moschee auch Brutstätte für die so genannten Home Grown Terrorists ist und war, wie die Ulmer Moschee. Eine ausgewogene Berichterstattung sieht anders aus.