Brüssel beglückt mal wieder

Generalstreik im gesamten europäischen Olivengürtel und Frankreich. Gewalttätige Demonstrationen gegen die Sparpolitik der jeweiligen Regierungen. Man darf gespannt sein, wann in Griechenland die Armee putscht. Die deutschen Steuerzahler werden mit schlappen 17 Mrd. erstmals direkt zur Kasse gebeten, der Seelenverkäufer Schäuble wartet nur auf den richtigen Augenblick, bevor er diese Packung mit hämischen Grinsen seinem Volk auf’s Auge drückt.

Ja gibt’s denn im Friedensnobelpreis-Europa gar keinen Silberstreif am Horizont?

Doch! Die Frauenquote.

Wenn sich Erfolge nicht von selbst einstellen, dann macht sich Brüssel eben selbst welche. So wie mit der Glühbirnenverordnung, ebenfalls ein voller Erfolg für die Bürger Europas.

Und so verkündet die EU-Frauenministerin Reding in Siegerpose, dass sie einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht hat, der Frauen 40% der Stellen in börsennotierten Unternehmen sichert. Damit ist sicher, dass die Quote kommt, denn das Europaparlament ist eine Alibiveranstaltung mit Abnick-Garantie.

Im Ergebnis nützt diese Quote einer winzigen Schicht von Karrierefrauen. Schaden wird dagegen bei den Unternehmen verursacht, die sich von außen in ihrer unternehmerischen Freiheit einschränken lassen müssen. Der Brüsseler Sozialismus schleicht sich auf leisen Pfoten heran.

Noch hält die Bundesregierung dagegen, insbesondere Familienministerin Schröder. Frei von Quotenvisionen ist aber auch sie nicht. Die von ihr favorisierte Flexi-Quote funktioniert in etwa so: Ein Unternehmen legt selbst fest, wie viele Frauen in Führungspositionen kommen sollen und verkünden dies öffentlich. Erreichen sie das selbst gesteckte Ziel nicht, greifen Sanktionen.

Das gesamte Zeitgeist-Lager von Linkspartei über GRÜNE bis SPD ist dagegen von den Neuigkeiten aus Brüssel begeistert und fordert noch viel mehr. Und weil die Sozialdemokratisierung der CDU fast abgeschlossen ist, gibt es in Teilen auch hier Zustimmung zur Quote.

Sicher ist, die Karrierefrauenquote kommt. Und es gilt ja auch noch viele weitere Lobbygruppen mit Quoten zu versorgen. Da schwant einem Fürchterliches.