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Finde den Fehler!


Der Parteitag der Grünen ist zu Ende. Die Interessenpartei bereitet sich darauf vor, ihrer heimlichen Parteichefin Merkel endlich offiziell dienen zu dürfen.

Hier und da etwas Folklore mit Seifenblasen, strickenden Wesen, bei denen nicht ersichtlich ist (und sein soll), ob es sich um Mann oder Frau handelt. Bei der Ansprache von Daimlerchef Zetsche (Belohnung für seine warmen Worte zur Flüchtlingspolitik!) absolvieren ein paar Jünglinge brav ihren Protest. Ihrem Äußeren nach könnten sie direkt von einem Treffen der Jungen Union kommen. Es war schon mal mehr Lametta bei den Grünen.

Im abendlichen Staatsfernsehen darf das Anton Hofreiter dann Bilanz ziehen. Es ist eine Herausforderung, hinzuschauen und zuzuhören, so abstoßend das Äußere, so inhaltsleer das Gesagte. Gestern allerdings hatte Hofreiter etwas Bemerkenswertes zu bieten.

Am Revers fand sich ein Deutschlandanstecker.

Das steht in bemerkenswertem Kontrast zu seiner Regierungschefin, die zu den eigenen Farben ein… eher distanziertes Verhältnis pflegt. Er stellt sich gegen die linksradikale Jugend der Partei, die beim Anblick von Schwarz-Rot-Gold angewidert ist, oder die gleich ihr Geschäft darauf verrichtet. Vor allem stellt er sich aber gegen die leibhaftige Bundestagsvizepräsidentin, die sich heiß & innig wünscht, dass dieses Deutschland doch endlich verrecken möge.

Wieso also steckt sich Hofreiter ein derart kontaminiertes Symbol ans Revers? Hofft er damit, CDU-Wählern Schwarz-Grün schmackhaft zu machen? Vielleicht. Die verbliebenen CDU-Wähler haben in den letzten Jahren ohnehin den Willen zur Selbsttäuschung bis zur völligen Selbstverleugnung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gut möglich, dass ein solches Manöver bei ihnen verfängt.

Die anderen wissen, dass die grünen Gene dieses Land selbstverständlich für ein mieses Stück Scheiße halten, dass nicht nur in den bereits vorhandenen No-Go-Areas in Köln, Bremen, Hamburg, Berlin etc. endlich verrecken soll.

Nach Lage der Dinge gelingt das Ansinnen in vollem Umfang.

Bild: Screenshot ARD