Gewählt

Zwei Wahlen bewegen die Gemüter in Deutschland heftig.

Zunächst haben die GRÜNEN mal wieder Maßstäbe gesetzt und erstmals ihre Spitzenkandidaten von der Basis wählen lassen. Sehr demokratisch und sicher ein Weg, Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.

Das Beste am Ergebnis ist, dass unser aller Eichhörnchen auf Crack –Claudia Roth- eine krachende Niederlage erfahren hat, wie sie selbst immer so schön zu sagen pflegt. Boshaft freut sich der Autor dieser Zeilen hier ganz persönlich.

Voll im Zeitgeist schwingend dagegen ein entscheidender Wahlmodus: Gewählt werden mussten mindestens eine Frau. Aber die GRÜNEN währen nicht die GRÜNEN, wenn sie da nicht noch einen drauf setzen könnten. Es konnten nämlich auch zwei Frauen zu SpitzenkandidatInnen gewählt werden, nicht aber zwei Männer. Nur ganz kurz überlegt, ob das denn mit den strengen Maßstäben des Gender Mainstreaming zusammenpasst. Diese völlig verquere und menschenfeindliche Ideologie vertreten die GRÜNEN selbstredend. Denn wer weiß, vielleicht entscheidet sich Jürgen Trittin aus seiner Geschlechter-Rolle auszubrechen und im kurzen Schwarzen Wahlkampf zu betreiben.

Ein kurzer Überblick über das bisherige Wirken der beiden Kandidaten.

Göhring-Eckardt ist ein Kind der DDR. In schwierigem Umfeld hat sie sich dennoch bereits in jungen Jahren in der evangelischen Kirche engagiert. Das war ohne großen Mut und einer moralischen Grundfestigkeit in diesem Unrechtsstaat sicher nicht zu schaffen. Für typisch GRÜNES Sektierertum ist sie nicht zu haben, sie ist nach wie vor fest in der Kirche verankert. Wählbar auch für die Mitte.. Ihre Wahl durch die GRÜNE Basis zeigt, dass es dort Reste von Verstand, wenn nicht sogar so etwas wie konservativem Gedankengut gibt.

Anders Jürgen Trittin. Er ist ganz Kind des fetten West-Wohlstands. Studium zum Sozialwirt, während es Studiums Mitgliedschaft beim kommunistischen Bund. Er hat eine klassische GRÜNE Karriere durchlaufen und ist durch GRÜNE Ämter- und Mandatbesonderheiten in manches Amt gespült worden.

Ältere haben noch vor Augen, wie er und seine Fraktion beim spontanen Singen der Nationalhymne nach Maueröffnung im Bundestag demonstrativ sitzen blieb. Später hat er geäußert, dass die Hymne nie über seine Lippen kommen würde.  Das zeigt, welch Geistes Kindes er ist. So verwundert es nicht, dass es Trittin gar nicht schnell genug gehen kann, bis sein ungeliebtes Deutschland sich ganz und gar dem sozialistischen Europa hingibt. Mehrfach hat er die Einführung von Euro-Bonds gefordert, also das Schultern der Schulden Europas durch deutsche Steuerzahler. Sonst noch was? Trittin hat als Umweltminister maßgeblich an der Einführung des Dosenpfandes Mitschuld. Seitdem hat sich der Anteil Mehrwegflaschen fast halbiert. Dieser Mann ist eine Gefahr für unser Land.

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Und dann war da noch die US-Wahl.

Die meisten Deutschen freuen sich über die Wiederwahl Obamas. Kaum jemand kann sich dem Charisma und seiner predigerhaften Art zu reden, komplett ganz entziehen.

Die USA erleben seit einem letzten Jahrzehnt einen wirklich atemberaubenden Abstieg. Ein gerechter, aber von Beginn an falsch geführter Krieg in Afghanistan plus ein ungerechter, haarsträubend falsch geführter Krieg im Irak haben die Vereinigten Staaten an den Abgrund geführt. Nicht nur, dass beide Kriege verloren wurden, die finanzielle Belastung hat zu einer solchen Auszehrung des Landes geführt, dass die Staaten in Teilen auf 3. Welt Niveau gesunken sind. Die USA haben ihre Vormachtstellung nachhaltig und wahrscheinlich für immer verzockt. Zudem ist das Land tief gespalten. Was die Wahl aber nachhaltig gezeigt hat: Die jahrhundertelange Vorherrschaft der so genannten WASP-Eliten (White Anglo Saxon Protestantic) ist endgültig gebrochen. Entschieden haben die Wahl die Afro-Amerikaner und die Hispanics.

Für Deutschland hat die Wahl im Grunde wenig Bedeutung. Die Wiederwahl Obamas ist dennoch mit leichten Nachteilen für unser Land behaftet. Einem Obama kann man deutsche Truppen und Finanzhilfen (oder was auch immer gefordert wird) eben schwerer verweigern als einem Bush-Nachfolger Romney. Da Nord-Amerika seine Überdehnung nicht mehr alleine stemmen kann, werden diese Forderungen kommen. Das ist sicher wie das Amen in der Kirche.