Keine Schande

Die neueste Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa hat 300 Flüchtlingen aus Schwarzafrika das Leben gekostet.

Papst Franziskus, der auf dem besten Weg ist, sich zum überirdischen Bestmenschen zu stilisieren, spricht gar von Schande für Europa. Auf einem völlig überfüllten Holzboot ein Feuer zu entzünden – nur 800 m vor dem rettenden Ufer, das ist unfassbar dumm. Sicher aber keine „Schande Europas“.

Ja, wer in ein Land wie Somalia hineingeboren wird, der wird versuchen nach Europa zu kommen. Wem will man das verdenken. Chancen auf Integration bestehen aber praktisch keine. Die Flüchtlinge sind der Sprache des Aufnahmelandes nicht mächtig, nicht selten Analphabeten und ohne jede Ausbildung. So bleiben sie dauerhaft in den sozialen Netzen hängen. Deutsche Asylgesetze untersagen ihnen obendrein, zu arbeiten. Dennoch erleben die Flüchtlinge, dass sie ohne jedes Zutun ein weit besseres Leben haben, als in ihren Herkunftsländern. Sie sehen die Erwartungen und Versprechungen bestätigt und vermelden dies natürlich in ihre Heimatländer. Folge: Noch mehr Menschen machen sich auf den Weg.

In den Medien ist nach solchen Ereignissen wie immer von derFestung Europa die Rede, von Abschottung. Wer die hiesigen Ausländergesetze ein wenig kennt, kann darüber nur lachen. Nicht nur die Gesetze sind nach einer Vielzahl von Änderungen ausgehöhlt und damit praktisch wirkungslos, es steht den Flüchtlingen zugleich eine Heerschar von Gutmenschen zur Seite, die sich ein warmes Gefühl in der Brust verschaffen wollen und zur Not auch mal Anleitungen zur Umgehung der Gesetzeslage geben. So zum Beispiel unter Schutzehe.de .

Gegenwärtig steht Europa vor gewaltigen wirtschaftlichen und demographischen Herausforderungen. Die WELT hat diese Woche vermeldet, dass bis 2050 knapp 10 Milliarden Menschen die Erde überbevölkern werden. Europäer werden dann noch 2% der Weltbevölkerung stellen. Um 1850 waren es 30%. Die Zahl der Afrikaner ist seit 1950 von 250 Millionen auf über eine Milliarde gestiegen.
In dieser Situation glauben die sogenannten Funktionseliten mit ihrem Gerede von Solidarität und Brüderlichkeit eine Einladung an den ganzen Planeten senden zu müssen. Den Vogel schießt dabei ein kanadischer Jurist der Vereinten Nationen ab. Der meint, dass Europa die Vorstellung von Vielfalt und Multikulturalität zu akzeptieren habe. Wer so redet, der begeht einen glatten Verrat an den autochthonen Einwohnern Europas.

Natürlich verpflichtet der relative Wohlstand Europas zur Solidarität. Diese könnte sich ausdrücken in massiven wirtschaftlichen Investitionen in den wichtigsten Flüchtlingsländern, begleitet von Ausbildungsprogrammen für junge Einheimische. Flankiert von Aufklärungsprogrammen zur sinnvollen Familienplanung. Durchaus auch mit der großzügigen Vergabe von Stipendien zur Ausbildung in Europa – mit Rückkehrpflicht. Das alles wäre sicher sinnvoller, als massenhaft Zuwanderung in die sozialen Netze auch noch zu fördern oder Fantastrilliarden zur Rettung einer maroden Währung zu verbrennen.

Wer Katastrophen wie die vor Lampedusa verhindern will, der muss Flüchtlinge noch am selben Tag in die Heimatländer zurückfliegen. Mit einem Zettel in der Hand:
Wenn sie ihre Situation verbessern wollen, dann müssen sie das in ihrem eigenen Land tun. Sie haben auf diesem Weg keinerlei Chancen,  in Europa zu bleiben. Viele, die es vor ihnen versucht haben, sind dabei umgekommen. Bitte helfen sie mit, das zu verhindern und erzählen sie dies allen Nachbarn ihres Dorfes.

Der tragische Tod der 300 ist das Ergebnis jahrzehntelangen Totalversagens europäischer Asylpolitik, die immer noch genau die falschen Signale sendet.