Man möchte vor Scham im Boden versinken

Heute Morgen wäre der Autor dieser Zeilen beinahe mit dem Auto im Straßengraben gelandet, wegen eines akuten Zustands der Verwirrung und Belustigung. Grund: Herr Dr. Westerwelle, seines Zeichens Außenminister irgendeines zentraleuropäischen Landes mit Tendenz zur Selbstauflösung.

Da war im Radio von deutlichen Worten die Rede, von Eskalation. Bis dato war man der Nachricht nur mit halbem Ohr gefolgt. Dann der magischen Satz „im Ton und in der Sache in keiner Weise akzeptabel“.  Hatte unser Außenminister etwa endlich den Mut, für die seit Wochen andauernde dreiste Einmischung von türkischer Seite in innerdeutsche Angelegenheit deutliche Worte zu finden? Stichworte Brandkatastrophe, NSU-Prozess. Aber da war der Bericht auch schon vorbei.

Eine Regung von Selbstbehauptung? Tut der AA-Minister, wozu er sich per Eid verpflichtet hat? Also umschalten auf den Nachrichtenkanal und auf die nächsten Nachrichten warten. Da passiert es, eine Mischung aus Lachanfall und kalter Wut.

Der Herr Westerwelle hat tatsächlich den Botschafter vorgeladen und ihn dann aufs Schärfste zurechtgewiesen. Nur, es war der Nordkoreanische.

Da wird Diktator Kim aber zittern. Ob der Herr Westerwelle auch gleich noch der gewaltigen und hochmodernen deutsche Luftwaffe den Marschbefehl erteilt hat? Und gedroht mit dem Aufmarsch aller einsatzbereiten ca. 800 gegenderten deutschen Infanterist_Innen, die den 38. Breitengrad bis hoch zur chinesischen Grenze aufrollen? Man weiß es nicht, es lässt sich nur erahnen.

Wie lächerlich das alles ist. Diese Geistes-Pygmäe erspart uns keine Peinlichkeit.