Von der SPD

Was ist eigentlich mit der SPD los? Seit Monaten schlägt die Grand Dame deutscher Politik wild um sich. Ideologisch knien die Genossen unter Kanzlerin Merkels Hosenanzug und versuchen krampfhaft das dortige Territorium gegen Linkspartei und GRÜNE zu verteidigen.

Stilistisch bedient sich die SPD seit Monaten der unverhohlenen Hetze gegen alle, die nicht stalinesk der Flutung des Landes mit Wirtschaftsmigranten aus aller Welt das Wort reden. Mit steigendem Misserfolg, muss man sagen. Aber was sollen sie auch machen, die Genossen? Die Merkel-CDU hat große Teile des SPD-Stammlandes besetzt und von links knappern Linkspartei und GRÜNE. Von dem, was noch bleibt, wandern erhebliche Teile ab –ausgerechnet zur AfD. Vermutlich, weil sie die Arroganz der SPD-Oberen nicht mehr ertragen können.

So bleibt für die SPD ein kleines Reservat, das durchaus einstellig werden könnte. Dass sich die Genossen darüber wundern gibt Zeugnis, wie weit sich die SPD von den kleinen Leuten entfernt hat, deren Vertreter sie einst war.

Der neueste Geniestreich besteht in der Feststellung, dass die AfD das Land spaltet. Weimarer Verhältnisse drohten, sagt SPD-Vize Oppermann.
Es ist nicht etwa eine desaströse, gegen das Volk gerichtete Asylpolitik, die das Land spaltet! Nein, Schuld hat die Partei, die es ohne Euro-Insolvenzverschleppung und wahnsinniger Asylpolitik gar nicht gäbe. Ja, es gibt fragwürdige Gestalten in der AfD. Aber immerhin, in Sachen fragwürdigen Personals stellt die SPD die AfD locker in den Schatten.

Eine -aus Platzgründen leider völlig unvollständige- Aufzählung:

Seit Amtsantritt betreibt Justizminister Maas Machtmissbrauch in einer Form, wie ihn Deutschland seit Erich Mielke nicht mehr gesehen hat.
Der Justizminister Maas Himself will die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz. Der Jurist und –man muss es nochmal betonen- Justizminister musste vom Chef des Verfassungsschutzes daran erinnert werden, dass sein Haus nicht auf Befehl tätig wird, sondern unabhängig entscheidet, wann eine Partei beobachtet wird. Noch, denn Herr Maas wird diesen Mangel sicher bald beheben und den Verfassungsschutz entweder seinem Haus, oder gleich der Amadeu-Antonio-Stiftung unterstellen. Einen Unterschied machte das nicht mehr. Aber so eine Klatsche des VS-Chefs lässt sich Wadenbeißer Maas nicht ungestraft gefallen. Und so hat er persönlich eine Initiative zur Zensur im Internet angeschoben, unter Federführung, genau, der linksradikalen Antonio-Amadeu-Stiftung.

Beim Volk Rechts des Neuen Deutschland kommt das nicht so gut an, zumindest wenn man der Focus-Benotung mit über 42 Tausend Teilnehmern glauben will.

Maas

SPD-Vize Stegner ist auch so einer, der die Hasskappe praktisch gar nicht mehr absetzt. Schauspielerisches Talent geht im gänzlich ab und so wirkt er ein bisschen wie der Wackel-Dackel auf der Ablage des alten Daimlers Sozialdemokratie. Mit seiner verbiesterten Fresse beschimpft er den Wähler und versucht ihn für dumm zu verkaufen, wie sonst keiner.

Nicht vergessen werden darf in diesem traurigen und leider gar nicht komischen Reigen (Frau) Aydan Özogus. Die ist –Achtung!- Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Özogus ist sich für keine Absurdität zu schade. Im aktuellsten Fall des so genannte braunen Mobs (sie hatten Wir sind das Volk gerufen, zu Straftaten kam es nicht) warnt sie vor No-Go Areas. Anders, als über Köln der Migranten-Terror hereinbrach. Dass ihre Chefin sie jemals zur Mäßigung aufgerufen hätte, ist nicht überliefert.

Der feiste SPD-Staatsratsvorsitzende Gabriel, dessen aufgesetzte Gravität peinlich wirkt, ist gegen die Genannten geradezu ein Waisenkind. Er zählt sich selbst zum „rechten“ Seeheimer Kreis der SPD. Was von ihm bleiben wird, wenn er im Orkus verschwunden ist: Dass er gewalttätiges und friedlich demonstrierendes Volk unterschiedslos als Pack bezeichnet hat.

1933 waren es Sozialdemokraten, die dem Diktator die Stirn boten. Viele haben dafür mit dem Leben bezahlt. Diesem großen Erbe, dieser Sternstunde politischen Mutes und Anstands wird die SPD des Jahres 2016 nicht mehr gerecht, im Gegenteil.

Heute setzt sie die Selbstermächtigung der Frau mit den toten Augen bedenkenlos durch.

 

Bild: Youtube-Screenshot

Merkel forciert die Flutung

Die Türkei ist die wiedererstarkende Regionalmacht an der Schnittstelle Europas zum Orient. Im Zuge der Flüchtlingskrise hat das Land unverhofft einen Vasallen hinzugewonnen, der sich kraft eigener Schwäche der Türkei andient wie ein Sklave seinem Herrn. Diese Woche hat der türkische Außenminister wieder einmal die Vasallenkönigin Merkel aus Berlin empfangen. 3 Milliarden Euro hat Merkel den Türken in die Hand versprochen, worauf die Türkei gleich nachgelegt hat.
An dieses Stelle darf daran erinnert werden, dass das weit ärmere Jordanien 630.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen hat und der Failed State Libanon 1 Million. Dass diese Staaten – die es sehr viel nötiger hätten als die Türkei – auch Berliner Milliarden bekommen, ist nicht bekannt.

Sie bekommen deshalb nichts, weil bei diesen Flüchtlingen nicht die Gefahr besteht, dass sie in Massen nach Deutschland kommen. Jordanien und der Libanon können also nichts beitragen zur „signifikanten“ Reduzierung der Flüchtlingszahlen – sprich, sie haben kein Erpressungspotential. Also gibt’s kein Geld und die Flüchtlinge können schauen, wo sie bleiben.

Soviel zum Humanismus à la Merkel.

In Syrien kündigt sich derweil eine neue Flüchtlingwelle an. Auf das geschundene Land werfen mittlerweile alle Groß- und Mittelmächte Bomben. Die Türkei trägt maßgeblich Schuld am syrischen Drama, hat sie das Erstarken der grausamen Krieger des IS doch erst ermöglicht.

Jetzt stehen Zehntausende an dessen Grenze und begehren Einlass. Außenminister Davotoglu ist der Ansicht, dass die Türkei diese Flüchtlinge (und in diesem Fall sind es tatsächlich Flüchtlinge) nicht mehr aufnehmen kann, weil die Kapazitätsgrenzen erreicht seien. Die Kanzlerin zeigt dafür Verständnis! Sie akzeptiert damit eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen, die sie gleichzeitig für ihr eigenes Land ablehnt!
Und weil die Bundesrepublik angeblich unbegrenzt aufnahmefähig ist, fordert sie die Türken auf, die Syrer ins Land zu lassen, um sie dann in Europa – sprich Deutschland- zu verteilen.

Teilen heißt für die Bundeskanzlerin übrigens folgendes: Wir geben euch Geld und nehmen euch die Flüchtlinge ab, der O-Ton:

Nach Europa sollen die Flüchtlinge also kommen. Dieses „Europa“ hat vor 10 Monaten beschlossen, 160.000 Flüchtlinge umzuverteilen. Tatsächlich verteilt worden sind davon 500. Das sind 0,3 Prozent. Die 27 anderen weigern sich schlicht und einfach, Merkel die Last ihrer wahnsinnigen Asylpolitik von den Schultern zu nehmen. Wenn Merkel immer noch glaubt, dass sich an dieser (absolut nachvollziehbaren) Weigerung etwas ändern wird, lebt sie entweder in einer hermetisch abgeschotteten Parallelwelt, oder sie ist ernsthaft krank.

Dabei ist es nicht einmal so, dass die Türkei dem Leid an seiner Grenze tatenlos zusieht. Tausende Zelte und eine grundlegende Infrastruktur hat das Land wenige Meter hinter der eigenen Grenze geschaffen, ein gewaltige logistische Leistung. Da könnte Deutschland effektiv helfen, z.B. mit dem THW. Aber Berlin will, dass die Türkei die Grenzen öffnet.

Jetzt wird davon gesprochen, dass die NATO den Seeweg in der Ägäis kontrollieren soll, gegen Schlepper. Die Schlepper wiederum agieren auf türkischem Territorium und das auf eng begrenztem Gebiet an den Stränden der Ägiäis. Wenn sie wollte, könnte die Türkei das schändliche Treiben innerhalb von Stunden beenden. Tatsächlich aber agieren die Schlepper im Sinne der Türkei: Sie sorgen für das reibungslose Weiterschieben der Syrer nach Deutschland und schaffen damit das Erpressungspotential, dem die deutsche Kanzlerin willig nachgibt.

Bundeskanzlerin Merkel hat die Orientierung völlig verloren. Psychologen betrachten sie als Gefahr, Verfassungsrichter attestieren ihr schwerste Rechtsbrüche. Wann nimmt sich die eigene Partei dem politischen Pflegefall Merkel an und erlöst sie aus einer Verantwortung, der sie offensichtlich nicht gerecht wird?

Zwanzig Vier am Horizont

In Artikel 20 Absatz IV des Grundgesetzes heißt es

Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Der Artikel fußt direkt auf der Großtat des Claus Schenk Graf von Stauffenberg.
Die unmissverständliche Wortwahl bezieht sich auf die vorhergehenden drei Absätze, insbesondere aber den Absatz III, in dem es heißt:

Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

Das Widerstandrecht ist erst 1968 im Zuge der hochumstrittenen Notstandsgesetzgebung ins Grundgesetz eingefügt worden. Paradoxerweise zur Beruhigung der „revoltierenden“ 68er Studenten, die damals eine Wiederauferstehung der durch die Nationalsozialisten missbrauchten Notstandsgesetzgebung der Weimarer Republik befürchteten. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass es der geistige Humus der ’68 ist, der die Republik jetzt fundamental bedroht.

Ein Blick auf das Handeln unserer Regierenden zeigt im Jahr 2016 unserer Zeitrechnung folgendes:
Auf dem Höhepunkt des Ansturms von aus Flüchtlingslagern Geflüchteten hat die Kanzlerin die grundgesetzlichen Schranken außer Kraft gesetzt und weigert sich seitdem beharrlich, diesen unfassbaren Fehler wieder zu korrigieren, im Gegenteil.
Sie und alle sie dabei unterstützenden Entscheidungsträger schaffen damit Zustände, wie sie in den Herkunftsländern vieler Asylsuchender Alltag sind und denen sie entkommen wollen. Sie setzten die autochthone Bevölkerung nicht nur unabsehbaren körperlichen und finanziellen Risiken aus. Sie manifestieren den partiellen Kontrollverlust und weiten ihn zum totalen aus. Ein solches Verhalten von Frau Merkel ist rational kaum noch zu erklären und wird bei einer Nachbetrachtung in der selben Art und Weise unter die Lupe genommen werden, wie andere deutsche Staatslenker, die Deutschland an den Abgrund führten.

Im Kleinen, auf molekularer Ebene ist längst ein Bürgerkrieg im Gange. Mit Köln ist er erstmals durchgebrochen wie eine Gasblase durch die Suppe, wenn sie aufkocht. Dieser Ausbruch kann nicht mehr verschwiegen oder schön geredet werden, die Lage geht Richtung Siedetemperatur.

Längst müssten Katastrophenpläne in Gang gesetzt sein, eine Armada von Arbeitern einen Grenzzaun an der Südgrenze Deutschlands errichten. Es müsste längst ein totaler Aufnahmestopp für alle Asylsuchenden verhängt sein, die sich nicht auf Art. 16a I GG berufen können, über alle Bildschirme der dritten Welt müssten Botschaften wie diese hier flimmern.

Organisatorisch wäre das für Deutschland kein Problem. Aber nichts davon geschieht.

Gleich drei ehem. Verfassungsrichter und ein Staatsrechtler haben sich der desaströsen Verharrungspolitik der Kanzlerin angenommen, darunter Hans-Jürgen Papier, bis 2010 Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Das schärfste Urteil fällt Michael Bertrams, ehemaliger Verfassungsrichter in NRW. Einen Akt der Selbstermächtigung nennt er Merkels Verhalten, was einen Zusammenhang zum Ermächtigungsgesetz der Nazis 1933 herstellt. Einem Top-Juristen ist so ein Satz sicher nicht versehentlich herausgerutscht.

Es ist nicht so, dass noch aktives Tun notwendig ist, um den im Artikel 20 vorausgesetzten Zustand herzustellen. Ein laufen lassen genügt.
Der Ruf nach Deutschland ist in einer total vernetzten Welt bei vielen Millionen angekommen, die sich im Frühjahr auf den Weg machen werden, um ein besseres Leben zu suchen. Sie werden übers Mittelmeer, über die Balkanroute und allen sonstigen Trampelpfaden nach Deutschland drängen, es wird kein Halten mehr geben. Die wenigsten davon werden tatsächlich vor akuter Not & Gefahr fliehen. Eine apokalyptische Völkerwanderung setzt sich in diesen Tagen und Wochen in Gang, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.
Spätestens zu Beginn 2017 wird sich die Republik in einem Zustand befinden, in dem von einer Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung zweifelsfrei die Rede sein kann.

Fraglich ist dann nur noch, ob andere verfassungsgemäße Abhilfe noch möglich ist. Zumindest der Normalbürger hat die Mittel nicht, er ist ohnmächtig. Dem Schicksal könnten dann nur die gewählten Volksvertreter in die Speichen greifen, die – mit wenigen Ausnahmen – ihrem Auftrag bisher ebenfalls beharrlich nicht nachkommen, aus Feigheit, aus Angst vor Amtsverlust.

Sollte bis Ende des Jahres keine 180°-Wende in der Flüchtlingspolitik vollzogen sein, könnte Art. 20 IV GG erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik konkrete Bedeutung erlangen.

Dabei ist selbstverständlich zunächst das mildeste Mittel zu wählen. Die massenhafte Verweigerung der GEZ-Zahlungen könnte ein Anfang sein. Ein Generalstreik eine andere denkbare Variante. Es geht um unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Verzweiflungsangriff

Anetta Kahane wird ihr Glück kaum fassen können. Darf sie doch nach 35 Jahren…. hüstel…. Zwangspause wieder ihrer Berufung nachgehen. Damals war sie eher weniger offen als Informelle Mitarbeiterin mit dem erhabenen Namen Viktoria (lat. Sieg) für die Stasi tätig.
Frau Kahane hat auch sonst interessante Ansichten.

Ein Deckname oder verdecktes Vorgehen sind heute nicht mehr nötig, nein, sie darf mit Bundesjustizminister Maas als Repräsentantin der sehr linken Antonio Amadeu-Stiftung mit aufs Pressefoto, wenn der das Internet als Ort freier Meinungsäußerung attackiert und Spitzel einsetzt.

Vorgestern wurde nämlich eine Initiative vorgestellt, die sich Online Zivil Courage Initiative nennt, wobei der Begriff Zivilcourage schon untrüglich darauf hinweist, wohin die Reise geht: Geradewegs zu den Blockwarten der öffentlichen Meinung. Zusammenarbeiten werden dabei Facebook, die Antonio Amadeu-Stiftung und die bisher weitgehend unbekannten Think-Tanks ICSR  und ISD – auf Initiative des Bundesjustizministerium.

Kern der Initiative: Löschung strafrechtlich relevanter Inhalte bei Facebook.

Frau Kahane geht das natürlich nicht weit genug. Die Antonio Amadeu-Stiftung, die sich trotz der Kooperation mit dem Justizministerium immer noch mit dem Status als vorgebliche NGO (Non-Governmental Organization) schmückt,  dehnt die Ziele erwartungsgemäß nach eigenem Gutdünken aus. Auf der Site der Antonio Amadeu-Stiftung heißt es dazu:

Die Task Force gegen Hassrede war ein guter Start, um viele Handelnde an einen Tisch zu bringen. Im Ergebnispapier liest es sich allerdings, als könnten Facebook und Google das Problem gesellschaftlicher Hassrede allein durch Löschungen lösen. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass Counter Speech, also demokratische Gegenrede, ein ebenfalls sehr wirkungsvolles Instrument darstellt. Wie allerdings eine digitale Zivilgesellschaft darin ganz praktisch und auch finanziell unterstützt werden kann, diese Maßnahmen professionell und passgenau umzusetzen, blieb unbeantwortet.

Den im feinsten Zeitgeistlall so bezeichneten Counter Speech will die Stiftung dem Hate Speech entgegensetzen, der angeblich im Netz um sich greift. Und was Hate Speech ist, wird wiederum die Antonio Amadeu-Stiftung definieren. Wer die Website der Stiftung nur grob überfliegt, der weiß, dass die Stiftung alles dementsprechend einordnen wird, was jenseits eigener linksradikaler Weltanschauung liegt.
Es versteht sich daher von selbst, dass die Aktion „gegen Rechts“ gerichtet ist. Als Feigenblättchen sollen auch Kommentare von Islamisten einer Prüfung unterzogen werden. Nur Linksextremisten dürfen weiterhin alles äußern. Vermutlich sind das nämlich Stimmen des Friedens, der Wahrheit und der Toleranz, von der Facebook-Managerin Sandberg redet.

Um den Forderungen des Justizministeriums gerecht zu werden will Facebook eine Million springen lassen. U.a davon werden 100 (!) Mitarbeiter einer Berliner Firma finanziert, die allein mit der Löschung von Hasskommentaren kaum ausgelastet sein dürften. So darf vermutet werden, dass die 100 Mitarbeiter auch für den Counter Speech zuständig sind.
Auf gut deutsch: Hier wird eine Gegenöffentlichkeit gekauft, die in der Realität gar nicht mehr existiert.

Das ist natürlich ganz im Sinne von Minister Maas, der den Deal eingefädelt haben dürfte. Maas, der die Saarland-SPD in zwei Wahlen von 44 auf 24% niederbrannte, führt sein Amt seit Antritt in fast bewundernswerter Einseitigkeit.  So erstaunt es nicht, dass der Mann unverhohlen zur Denunziation aufruft. Mithelfen solle der Bürger, damit die Counter Speech-Angestellten aus dem Wahrheitsministerium auch wirkungsvoll ihrem Auftrag nachkommen können.

Dabei ist es keine Frage, dass strafrechtliche Äußerungen auch im Internet keinen Platz finden dürfen. Schon bisher dürfte es so sein, dass nur eine kleine Minderheit solche Kommentare wirklich goutiert hat. Diese Kommentare sind aber gar nicht Ziel der Initiative. Vielmehr soll ein Damoklesschwert über jede Art von kritischer Haltung ggü. unbegrenzter Zuwanderung oder den jetzt offen Zutage tretenden Auswirkungen gehängt werden.

Wurde das Internet früh(er) als Ort der Demokratie und als Abbild der realen Welt gepriesen, wird genau das jetzt zur Bedrohung einer Politik, die nicht anderes mehr ist als Ideologie, die umfassend scheitert.
Dass früher oder später ein Verzweiflungsangriff auf diesen Ort freier Meinungsäußerung stattfinden würde, war klar. Es verwundert, dass er so spät kommt.

Es beruhigt, dass dieser Plan zur Zensur des Internets in Deutschland genauso scheitern wird, wie überall sonst auf der Welt.

Bild: Flickr.com/Denunciation/CC BY-ND-SD 2.0

Köln: Überdruckventil oder Wende?

In ihrer Neujahrsansprache hat Kanzlerin Merkel gesagt:  Ich bin überzeugt: Richtig angepackt, ist auch die heutige große Aufgabe des Zuzugs und Integration so vieler Menschen eine Chance von Morgen. 

Nicht mal eine Woche später wurde richtig angepackt.

Plötzlich ist von Angst-Räumen die Rede, ein schöner Euphemismus für NoGo-Areas. Straftäter unter den Migranten sollen ihr Gastrecht schneller verspielt haben, sagt jetzt auch Merkel. Nicht etwas augenblicklich, sondern nur schneller. Dabei sind solche Zustände längst Alltag in der Bundesrepublik. Was hat sich mit Köln verändert?

  • Tatorte waren Hauptbahnhöfe. Das weckt Assoziationen zu den Bildern aus dem Sommer 2015, wo Hauptbahnhöfe genau die Orte waren, an denen Massen junger Männer mit Refugees-Welcome Plakaten frenetisch begrüßt worden waren.
  • Die Opfer waren/sind junge Frauen, was wiederum an die Bilder aus dem Sommer erinnert.

refugees_welcome

In Deutschland bringen Leitmedien in ungewohnter Offenheit Berichte, in denen unverblümt über Motive und kulturelle Hintergründe der Täter berichtet wird.
Im ZDF dürfen sich der linksliberale Soziologieprofessor Armin Nassehi und der rechtsintellektuelle Verleger Götz Kubitschek äußern. Noch vor einer Woche wäre er selbstverständlich mit dem Stigma rechtsextrem versehen worden, jetzt ist er nur noch „ganz rechts“.

Es bleibt dabei fraglich, ob mit der Erweiterung der bisher extrem verengten Diskussionsbreite dauerhaft ein Schweigekartell aufgebrochen wurde, das sich bei Weitem nicht nur auf die Flüchtlingsfrage erstreckt.
Oder wird nur kurz das Überdruckventil geöffnet, um dem Druck im Kessel die Spitze zu nehmen?

Beides ist möglich.
Mit Köln hat die Asyllobby, die auch im Kanzleramt sitzt, die Bankrotterklärung für ihre Willkommenskultur zugestellt bekommen. Wie man weiß, kann man auch einen Bankrott sehr lange Verschleppen. Der Kommunismus und die artverwandte EU-Nomenklatura in Brüssel zeigen das.
Hier wie dort wurden immer dann die Fenster kurz geöffnet, wenn die Ideologie in schwere Erklärungsnöte geraten ist und gerade soviel frischen Wind hereingelassen, dass die Menschen im Verlies kurz Hoffnung schöpften.
Es ist denn auch kaum zu vermuten, dass eingefleischte Zuwanderungs-Romantiker in den Regierungen Knall auf Fall ihre Ideologie gegen Volkes Wille eintauschen.

In NRW scheint denn schon eine Ablenkungsstrategie durch. Innenminister Jäger (SPD) sucht sein Heil im Frontalangriff auf die Polizei. Er fällt damit einer Polizeiführung in den Rücken, die nichts anderes getan hat, als seine (selbstverständlich informellen) ideologischen Vorgaben umzusetzen – bis sich die Folgen nicht mehr verbergen ließen.
Die sind so dramatisch, dass „einfache“ Polizisten von der Straße sich via Presse ebenfalls gegen ihre eigene Führung stellen. Eine Meuterei  in einem Ausmaß ohnegleichen innerhalb einer Landespolizei, die zeigt, dass Kritik innerhalb des Apparats nicht mehr möglich ist/war. Aber auch das hatte Vorläufer.

Die Kritiker und Warner – Hamed Abdel-Samad, Sarrazin, Hirsi Ali, Necla Kelek, Henryk M. Broder und die vielen kleinen Stimmen wie der Autor dieser Seite – sie alle dürfen sich bestätigt fühlen. Obwohl sie sich nichts mehr gewünscht hätten, als zu irren.

Das Schweigen der Verantwortlichen ist dagegen bedrückend. Besonders dröhnend ist jenes von Bundespräsident Gauck, der noch am 20. Juni direkte Vergleiche zwischen Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und deutschen Vertriebenen gezogen hatte und seine Forderung wiederholte, Flüchtlinge großherzig aufzunehmen.

Mit einem Rücktritt von Merkel ist es längst nicht mehr getan. Tatsächlich ist ein epochales Ereignis nötig, um –ohne Pathos – die Republik noch zu retten. Ein Ereignis wie die deutsche Wiedervereinigung.

Seit Köln fehlt der erste Stein in der Mauer.

 

Bild: Flickr.com/Simon Carr/CC BY-SA 2.0

Terror in Köln – eine Zwischenbilanz

Die massiven sexuellen Vergehen gegen Frauen am Silvesterabend an verschiedenen Bahnhöfen der Republik haben für eine Welle der Empörung gesorgt. Die Täter stammen aus dem „nordafrikanischen und arabischen Raum“. Ohne jeden Zweifel waren es in ganz großer Mehrheit Asylsuchende.

Die Übergriffe auf Frauen sind die logische Folge einer Politik, die in kurzer Zeit hunderttausende junge Männer aus einem Kulturkreis einwandern lässt, der Frauen entweder als Eigentum oder als Hure betrachtet.

Das war für jedermann und –frau vorhersehbar.

Das Ausmaß zu diesem Zeitpunkt überrascht dennoch. Bisher konnte man davon ausgehen, dass das kaum messbare Aggressionspotential noch in Asylunterkünften konzentriert ist, wie in einer Handgranate. Jetzt hat es sich erstmals entfaltet.
Es zeigt auch den Grad der Vernetzung, den moderne Kommunikationsmittel wie WhatsApp ermöglichen. Diese Kooperation wird noch zunehmen, wenn es für die Zugewanderten gilt, eigene Interessen mit schierer Masse durchzusetzen.
Von organisierter Kriminalität zu sprechen, geht dennoch fehl. Organisierte Kriminalität hat per Definition das Ziel, Geld zu machen und dafür Politik & Gesellschaft zu unterwandern.

Wenn dagegen eine Gruppe, die durch Ideologie, Religion oder Herkunft verbunden, gegen eine andere Gruppe vorgeht, die ebenfalls durch gemeinsame Merkmale verbunden ist, dann ist das Terror.

 Chronologie der Reaktionen

1. Januar 

Als erstes berichtet der Focus am Neujahrsmorgen über Übergriffe auf zwei Frauen und dass Facebook-Posts darüber gelöscht wurden.

Weil Handyvideos auftauchen, verbreitet sich die Nachricht schnell in den sozialen Netzwerken. „Ich fand, sie machten nicht den Eindruck, etwas Falsches zu tun“, sagte ein Opfer der Tageszeitung Die Welt.

2. Januar

Immer mehr Medien steigen in das Thema ein. Reaktionen ranghoher Politiker sind noch keine zu vernehmen.

3. Januar

Das Ausmaß des Terrors ist weitgehend bekannt, als sich ein Printmedium zu Wort meldet, dass für sich beansprucht, eine Qualitätszeitung erster Güte zu sein. Die Süddeutsche Zeitung berichtet in einem schmalen Artikel von zwei bis zwanzig Tätern.

4. Januar

Das ZDF erwähnt die Vorfälle in seiner 19 Uhr-Sendung mit keiner Silbe. Später bedauert der Sender dies und spricht von einer Fehleinschätzung.

5. Januar

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (GRÜNE) mahnt in der Münchner Abendzeitung davor, Asylsuchende jetzt unter Generalverdacht zu stellen. Zwar seien die Übergriffe „wirklich unerträglich“, aber: Es ist doch nicht so, dass wir jetzt sagen können, das ist typisch Nordafrika, das ist typisch Flüchtling. Vor allem dürften die Vorfälle keinesfalls dazu missbraucht werden, Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen.

Die Frau mit den toten Augen meldet sich erstmals zu Wort. Kanzlerin Merkel verlangt eine harte Reaktion des Rechtsstaates und drückt ihre Empörung über die widerwärtigen Attacken und sexuellen Übergriffe aus. Wohlgemerkt an die Kölner Oberbürgermeisterin Reker, nicht an die Opfer. Ihr Volk lässt sie über ihren Sprecher Seibert darüber informieren.
Sie verlagert mit ihrem Statement die Verantwortung auf die Sicherheitsorgane des Landes. Eine selbstkritische Reflektion über den signifikanten Beitrag ihrer Politik auf die Ereignisse ist nicht zu hören.

Bundesinnenmister de Maizière kritisiert die Kölner Polizei. Er verbittet sich, Asylsuchende unter Generalverdacht zu stellen, will aber auch keine Tabus bei der Aufklärung.
Dass „seine“ Bundespolizei für den Schutz von Bahnhöfen zuständig ist, die seine Kanzlerin mit der so genannten Grenzsicherung an die Wand gefahren hat, erwähnt er mit keiner Silbe.

Die neugewählte Kölner Oberbürgermeisterin Reker lädt mit dem Kölner Polizeipräsident zu einer bemerkenswerten Pressekonferenz. Dabei sagte sie, es gebe immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft. Also von sich aus gar nicht eine große Nähe zu suchen zu Menschen, die einem fremd sind und zu denen man kein gutes Vertrauensverhältnis hat.
Sie deutet damit an, dass sich die Opfer den Tätern quasi selbst angeboten hätten. Eine deutlichere Verhöhnung der Betroffenen ist nicht denkbar.

6. Januar

Bundesjustizminister Maas spricht von einer enthemmten Horde. Gleichzeitig sagt er: Niemand sollte die Übergriffe instrumentalisieren, um Flüchtlinge pauschal zu diskreditieren. Wenn Asylbewerber unter den Tätern waren, ist das noch lange kein Grund, alle Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen.

Der Kölner Polizeichef lehnt einen Rücktritt ab. Im Hinblick auf den Karneval sieht er eine „schwierige Situation“, auf die es sich jetzt vorzubereiten gelte.

Der Sprecher des Bundes Deutscher Kriminalbeamter bestreitet, dass es sich bei den Übergriffen ein neues Phänomen sei. Das so genannte Antanzen sei eine alte Masche.

Ausblick

Mit der Tat sind auch NoGo-Areas entstanden, wie sie in jeder multikulturellen Gesellschaft üblich sind. Der Status als Gebiet mit faktischem Betretungsverbot für bestimmte ethnische Gruppen besteht in Wohnvierteln großer westlicher Städte dauerhaft, z.B. in Duisburg-Marxlohe, Stockholm oder Paris.

An Bahnhöfen und Umgebung wie Köln sind jetzt temporäre NoGo-Areas entstanden, die zu bestimmten Zeiten (z.B. Nachts) oder bestimmten Anlässen (Silvester, Karneval) nur noch mit hohem Risiko betreten werden können, da ethnisch abgrenzbare Gruppen dort Gewalttaten verüben können, ohne gesteigertes Risiko einer Verfolgung durch die Polizei, oder ohne, dass die Verfolgung die Täter abschrecken könnte.

Diese Zonen werden sich in den nächsten Monaten ausweiten.

Es wäre ein Signal, wenn alle identifizierten Täter, ohne jede weitere Prüfung ihres Asylbegehrens augenblicklich außer Landes gebracht würden. Dieses Signal wird ausbleiben.

Eine Kehrtwende der wahnwitzigen Asylpolitik wird es nicht schon gar nicht geben. Es ist mittlerweile auch zu spät, „Schaden vom deutschen Volk“ abzuwenden.

Rückblick 2015 – jähes Entsetzen

Das alles überlagernde Thema des Jahres 2015 war und ist die Flüchtlingskatastrophe. Fast vergessen ist die X-te Griechenland-Rettung, die vom deutschen Steuerzahler finanziert wird. Peanuts, im Vergleich zu dem, was da noch kommen sollte. Fast unbemerkt, weil überlagert von den Bildern anstürmender Massen, hat die Bundesregierung zum Ende des Jahres die Bundeswehr in ein erneutes militärisches Abenteuer geschickt.

Während die verschleuderten Milliarden an Griechenland noch Kopfschütteln verursacht haben, wurde die Ungeduld auf wirksame Schritte gegen die aufziehende Asylkrise in der Bevölkerung Mitte des Jahres größer. Sie wich lähmender Fassungslosigkeit, als im September offenbar wurde, dass die Kanzlerin höchst selbst genau das Gegenteil dessen tat, was von ihr erwartet wurde.

Erstmals in der modernen Geschichte hat ein Staat völlig freiwillig sein Staatsgebiet, seine innere Sicherheit und seinen Wohlstand zur Disposition gestellt.

Dies zum Nachteil aller, auch der Flüchtlinge. Jegliches Geschwafel von angeblichen Chancen und Vorteilen kann ins Reich der Märchen & Sagen verwiesen werden.

Es wäre aber falsch, diese Implosion von Staatlichkeit allein Kanzlerin Merkel anzulasten. Das geradezu suizidale Verhalten nahezu aller maßgeblichen gesellschaftlichen Akteure hat einen langen Vorlauf, der seine Anfang in den 60er Jahren genommen hat.

Es waren Nachkriegsjahrzehnte, in denen das Völkchen in der Mitte Europas unfassbares Glück hatte. Im Windschatten des kalten Krieges hat sich das Land fast 40 Jahre mit sich selbst beschäftigen können und ist dabei einer Infantilisierung anheimgefallen, wie kein Volk zuvor. Die Einheit ist Deutschland in den Schoß gefallen. Anstatt daraus ein gelassenes Selbstbewusstsein zu entwickeln, hat die Selbstkasteiung immer skurrilere Züge angenommen.

Dass wir Ankommenden nicht mal unsere eigene Kultur als Maß und Mitte eines gedeihlichen Zusammenlebens andienen dürfen, diese Debatte ist bereits vor 15 Jahren geführt worden. Einer der einflussreichsten Theoretiker des 20. Jahrhunderts hat sich damals so geäußert:

In einem demokratischen Verfassungsstaat darf auch die Mehrheit den Minderheiten die eigene kulturelle Lebensform – so weit diese von der gemeinsamen politischen Kultur des Landes abweicht – nicht als sogenannte Leitkultur vorschreiben.

Es ist kein Zufall, dass sich der mittlerweile 86-jährige Jürgen Habermas, Vordenker der 68er-Generation, sich in der Flüchtlingskrise noch einmal zu Wort gemeldet hat.
Als Linksradikaler, der er immer war, springt er Merkel nun zur Seite. Auf die Frage nach der Integration der kulturfremden Massen nennt er die Verfassung – deren Prinzipien allerdings nicht in Stein gemeißelt seien. Vielmehr seien diese in einer breiten gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu diskutieren.

Mit der ganz und gar offenen Missachtung des Grundgesetzes hat Merkel den ersten Gedanken schon mal vorweggenommen. Die breite gesellschaftliche Auseinandersetzung ist dagegen eine wohlfeile Forderung, das weiß besonders Habermas.
Die Entscheider in Politik & Wirtschaft wissen um das Debakel, dass sie anrichten. Eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung darf deshalb nicht stattfinden und wird mit allen Mitteln unterdrückt. Der Verfolgungsdruck nach innen verhält sich dabei analog zum Kontrollverlust nach außen.

Der stille Protest jener, die in Dresden ihre Befürchtung vor dem äußerten, was sich dann in Paris gleich zweimal in extrem brutaler Art verwirklicht hat, wurde unter Generalverdacht gestellt.  Demonstrierendes Volk wird zum Pack erklärt, das Demonstrationsrecht insgesamt in Frage gestellt.  Einzelne werden mit Verfahren überzogen, in der Hoffnung, sie einschüchtern zu können.

Die Jubelperser an den Bahnhöfen wurden dagegen von hörigen Medien zur Volksbewegung gehyped. Junge Mädchen durften in Unterrichtsstunden „Refugees-Welcome“-Plakate malen und wurden dann von ihren Lehrern an die Bahnhöfe geschickt, um diese kameragerecht in die Höhe zu halten. Dass wird bei einigen der ankommenden jungen Männer euphorische Gefühle ausgelöst haben.  Ob die Euphorie auch bei den jungen Frauen anhält, ist dabei höchst fraglich.
Es hat nicht mal eine Woche gedauert und die Begeisterten waren nicht mehr zu sehen. War wohl doch zu anstrengend.

Dabei muss gar nicht mehr diskutiert werden. Die erste Million und die weiteren Millionen werden das setzen, was man die norminative Kraft des Faktischen nennt. Die Monate Januar und November in Paris haben den Vorhang kurz zur Seite wehen lassen und einen Blick auf das Kommende zugelassen.

Mit Blick auf das vergangene Jahr bleibt nur jähes Entsetzen über ein Staatsversagen, das unser aller Zukunft zerstört.

Der Volkskammer zur Ehre

Der Bundestag hat gestern eine Änderung des Parteiengesetzes beschlossen. Es werden nur noch die Gewinne aus geschäftlichen Tätigkeiten der Parteien vergütet, nicht mehr aber die Umsätze.

Getroffen werden soll die AfD, die mit Verschärfung der Flüchtlingskrise zu einer ernst zunehmenden politischen Konkurrenz heranwächst und den Nachteil ihrer Finanzierung mit gewinnlosem Goldhandel ausgeglichen hat. Nicht einmal die regierungsnahe ARD verschweigt die Stoßrichtung. Was insbesondere der SPD mit ihrem Medienimperium Jahrzehnte lang sattes Steuergeld beschert hat, wird jetzt geändert.

Das war aber noch nicht alles. Denn gleichzeitig wurde die „Vergütung“ von Wählerstimmen so verändert, dass vor allem die großen Parteien davon profitieren. Abgelehnt wurden dagegen neue Transparenzregeln für Spenden und Sponsoring.

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen. Da wird ein politischer Konkurrent –der eine längst verwaiste Leerstelle in der politischen Landschaft besetzt- zu groß und prompt werden die Regeln zu Ungunsten der neuen Konkurrenz verschärft. Im gleichen Zug werden die sowieso schon bedenklichen Vorteile der Schwergewichte noch manifestiert und weiter ausgebaut. Irgendeine Scham ist nicht dabei mehr zu erkennen.

Die (nur noch pro forma so genannte) Opposition im Bundestag erhebt Einspruch dagegen – fürs Protokoll. Wäre die Mehrheit für dieses in jeder Hinsicht undemokratische Vorgehen gefährdet gewesen, hätte auch sie brav die Hand gehoben. Denn die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Wenn es dagegen gilt, die Richtigen zu stützen, wird auch gern mal in die Gegenrichtung gesteuert. Kurz nach der Bundestagswahl 2013 hat sich Bundestagspräsident Lammert (CDU) persönlich dafür eingesetzt, die Rechte der doch recht klein gewordenen Opposition zu stärken.

In Berlin hat sich eine Allparteien-Koalition gebildet, in der alles das gleiche wollen und in der nur noch in Nuancen Differenzen simuliert werden. Lediglich die CSU schert von Zeit zu Zeit aus, schwenkt aber dann zur rechten Zeit wieder ein. Kosmetik, um das „Mia san mia“-Gefühl wenigstens aufs Etikett zu drucken, wenn schon in der Dose nur noch Einheitssuppe gährt.

Diese Aushöhlung der Parteiendemokratie zugunsten eines in sich geschlossenen Parteienstaates setzt jedoch eine Spirale in Gang, die sich kaum noch stoppen lässt. Der Ermächtigung nach innen müssen Repressionen nach außen folgen, anders lassen sich die unausweichlich entstehenden gesellschaftlichen Zentrifugalkräfte nicht mehr im Zaum halten. Das Erhöhen der Drehgeschwindigkeiten hat aber Grenzen, das sollte mit Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts klar sein. Schon jetzt hat die Eurorettungs- und Asylpolitik für Risse in der Gesellschaft gesorgt, die tief sind wie Gletscherspalten.

Die Parteien haben sich den Staat unter den Nagel gerissen, entgegen der im Grundgesetz niedergeschriebenen Vorstellungen unserer Verfassungsväter. Entgegen den Interessen des Volkes, dass sie eigentlich regieren sollten.

 

Bild (bearbeitet): Bundesarchiv, Bild 183-1990-0419-418 / Schindler, Karl-Heinz / CC-BY-SA 3.0

Sonne, Mond und Merkel

Gestern wurde der kürzlich verstorbene Altkanzler Schmidt mit einem Staatsakt gewürdigt. Hamburgs Bürgermeister Scholz (SPD) sprach über persönliche Erlebnisse mit Schmidt, US-Außenminister a.D. Kissinger –ebenfalls im Spätherbst eines langen Lebens- hielt eine ergreifende Rede. Große Werke europäischer Komponisten wurden gespielt.
Es war zugleich auch eine Art letzter Gruß an die alte Bundesrepublik, in deren unruhigen Zeiten Schmidt mit seinen überragenden Talenten der richtige Mann am richtigen Ort war.

Die neue Bunte-was-auch-immer wird es an den Zentrifugalkräften zerreißen, die ihre politischen Eliten primär in den letzten 10 Jahren verursacht haben. Und so ist es kein Zufall, dass es bei diesem würdigen Abschied eine Ausnahme gab.
Es war Kanzlerin Merkel, die als letzte Rednerin ans Pult trat um dann dort 16 Minuten lang die Großtaten eines Giganten schamlos mit ihrer gnomenhaften Politik zu verquicken.

O-Ton Angela Merkel:

Sein hohes Ansehen hat einen guten Grund. Mir kommt dazu ein Wort in den Sinn: Verantwortung. […] Wir haben ihm vertraut. Wir haben ihm vertraut (sic!), dass er die Lage [in der Flutkatastrophe] unter Kontrolle und in den Griff bekommen würde. Und so war es dann auch, als er sich dazu entschlossen hatte –obwohl verfassungsrechtlich nicht dazu befugt- […] Hilfe anzufordern. Damit gelang es ihm, eine noch schlimmere Katastrophe zu verhindern und Menschenleben zu retten.
Recht viel deutlicher kann man nicht auf die Parallelen der Asylkatastrophe hinweisen…

Bei einer Rede über Merkel müsste man jedoch ehrlicherweise sagen: „Wir haben darauf vertraut, dass sie die Lage unter Kontrolle und in den Griff bekommen würde. Statt dessen hat sie die Lage maßgeblich erst außer Kontrolle geraten lassen. Sie hat damit Menschenleben auf dem Gewissen.“

Damit lebte er vor, dass außergewöhnliche Situationen außergewöhnliche Maßnahmen erfordern. Und er lebte vor, in einer solchen Situation Verantwortung zu übernehmen. […] Er war bereit, selbst den höchsten Preis zu zahlen. Denn die Gefahr des Scheiterns bei dem was er tat, war stets einkalkuliert, zuletzt selbst der Verlust seiner Kanzlerschaft.
Merkel ist gescheitert, aber die Vertrauensfrage würde sie nie stellen.

Die Spuren, die er hinterlässt, sind tief.
Merkel schafft Bruchlinien in der Gesellschaft, die tiefer nicht sein könnten.

Die Größe seiner Kanzlerschaft lag in seiner klugen und konsequenten Regierungsführung. Die Leistungen dieses Bundeskanzlers zeigten sich in den Krisen, die er zu bewältigen hatte.
Merkels „Klasse“ zeigt sich ebenfalls in der Krise, die sie nicht bewältigt.

Am Ende sagte sie:
Bei allem Willen zu Tat, er war davon überzeugt, dass eine Entscheidung nur dann reif zu fällen war, wenn sie vorher durchdacht und mit Vernunft durchdrungen war.

Schmidt hat stets zum Wohle seines Volkes gehandelt und seine Kunst war es, die anderen mit einzubinden. Merkel dagegen hat stets zum Wohle anderer gehandelt und das eigene Volk außen vor gelassen.

Dass sie tatsächlich glaubt, nach dem Vorbild Helmut Schmidts zu handeln, gehört wohl zum ganzen Elend dieser Frau. Eigentlich kann man schon froh sein, dass Merkel die Bundesflagge auf Schmidts‘ Sarg unbehelligt lies, denn mit der hat sie ja so ihre Probleme.

Sie hat seine Trauerfeier dazu missbraucht, ihre gescheiterte Politik zu rechtfertigen und sich in den Glanz eines großen Deutschen zu stellen, dem sie nicht ansatzweise das Wasser reichen kann. Sie hat dabei gehofft, wenigstens angestrahlt zu werden, wie der Mond von der Sonne.

Dabei ist sie ein verglühender rot-grüner Zwergplanet am Rande des Universums.

 

Bild: ZDF Screenshot

Und…nun?

Zum Pariser Massaker lässt sich feststellen: Jedermann mit einem Rest an gesundem Menschenverstand hat gewusst, dass es so kommen würde. Und das es so kommen wird, auch in Deutschland.

Andere, unausweichliche Feststellungen kommen hinzu.

  1. Der Islamismus ist nicht mehr kontrollierbar

Beim Charlie Hebdo-Attentat konnten die Verantwortlichen noch vorhalten, sie hätten mit so etwas nicht rechnen können und es gebe Mängel in der Sicherheitsarchitektur, die jetzt schnell und gründlich beseitigt würden. Durch Paris patrouillierten zur äußeren Demonstration von Macht & Sicherheit Soldaten in Dreierteams. Man darf davon ausgehen, dass im Verborgenen durch die Geheimdienste ein engmaschiges Netz geknüpft wurde.

In aller Nüchternheit muss konstatiert werden, dass es eine Kontrolle über den gewaltbereiten Islamismus nicht mehr gibt, der Kontrollverlust könnte größer nicht sein.

Denn unter diesem engmaschigen Netz konnte eine größere Anzahl von Terroristen den brutalsten Anschlag planen, den Europa bisher je erlebt hat. Sie konnten die umfangreiche Logistik stemmen, die nötig ist, um Kalaschnikows, massenweise Munition und Sprengstoffwesten zu besorgen und zu deponieren. Sie konnten detaillierte Zeitpläne schmieden und mit einer Vielzahl von Attentätern  koordinieren. Sie konnten ungehindert zu den Anschlagszielen vordringen, sie konnten viele Menschen töten, bevor sie selbst getötet wurden.

Es war ein perfekt geplantes, in jeder Hinsicht militärisches Unternehmen. Einige der Terroristen waren mit Sicherheit erfahrene Kämpfer Allahs, Dschihad-Rückkehrer.

Vor allem aber: Es muss dutzende Mitwisser gegeben haben, die allesamt geschwiegen haben. Kein eingeschleuster Agent hat Alarm schlagen können. Das zeigt, wie extrem abgeschottet die Gesellschaften in Frankreich mittlerweile sind.

  1. Der Liberalismus als Ideologie neigt sich dem Ende zu

So monströs die Anschläge auch sind, es ist nur eine weitere blutige Episode des Endes von Liberté, Égalité, Fraternité, seit Beginn des Jahres gab es ein halbes Dutzend Anschläge oder Versuche.

Die Attentäter und das große Umfeld, in dem sie sich wie die Fische im Wasser bewegen können, wollen den westlichen Lebensstil nicht, er stößt sie ab. Sie sehen sich auch nicht als Gleiche unter Gleichen an. Nicht kompatible kulturelle Hintergründe haben zu Misserfolgen in Bildung und Beruf geführt, welche eine Selbstviktimisierung  der muslimischen Bevölkerung zur Folge haben. Und weil die Aufnahmegesellschaft in ihren Augen Schuld an ihrem Los hat, wollen sie sich auch nicht mit den autochthonen Einwohnern verbrüdern.

Und tatsächlich haben die Aufnahmeländer Mitschuld. Sie haben unter der Vorgabe und Annahme, dass alle gleich sind, massenhaft Bevölkerung importiert.

Wie verlogen diese Art des Wir sind doch alle Brüder! ist, zeigt folgendes: 24 Stunden vor dem Paris-Massaker gab es in Beirut 40 Tote bei einem Bombenattentat. Wie waren die Reaktionen im Westen im Vergleich zu den Reaktionen keinen Tag später?
Das zeigt, dass es in der Stunde der Wahrheit eben doch darauf ankommt, wer die Opfer sind. Wir alle werden uns im Angesicht des selbst verschuldeten Sturms sortieren müssen. Wem gehört meine Verbundenheit und wem nicht? Es sind immerwährende Regeln des menschlichen Zusammenlebens, die „der Westen“ durch unerhörten Wohlstand für Jahre außer Kraft setzen konnte.
Der gesteigerte Terror ist das Ende jenen Liberalismus, der in den letzten Jahren regelrecht pervertiert ist und zum Zerfall der Gesellschaft führen muss. Stichworte Gender Mainstreaming, Schwarzer-Feminismus, grenzenloser Hedonismus. Frenetischer Beifall für jede Art devianten Verhaltens, offene Angriffe auf Bewahrer unserer Gesellschaft. Wer an solchen Auswüchsen Kritik geübt hat, ist zum Menschenfeind erklärt und zum medialen Abschuss freigegeben worden.

 

Hoch war der Mut, tief wird der Fall.