Rückblick 2015 – jähes Entsetzen

Das alles überlagernde Thema des Jahres 2015 war und ist die Flüchtlingskatastrophe. Fast vergessen ist die X-te Griechenland-Rettung, die vom deutschen Steuerzahler finanziert wird. Peanuts, im Vergleich zu dem, was da noch kommen sollte. Fast unbemerkt, weil überlagert von den Bildern anstürmender Massen, hat die Bundesregierung zum Ende des Jahres die Bundeswehr in ein erneutes militärisches Abenteuer geschickt.

Während die verschleuderten Milliarden an Griechenland noch Kopfschütteln verursacht haben, wurde die Ungeduld auf wirksame Schritte gegen die aufziehende Asylkrise in der Bevölkerung Mitte des Jahres größer. Sie wich lähmender Fassungslosigkeit, als im September offenbar wurde, dass die Kanzlerin höchst selbst genau das Gegenteil dessen tat, was von ihr erwartet wurde.

Erstmals in der modernen Geschichte hat ein Staat völlig freiwillig sein Staatsgebiet, seine innere Sicherheit und seinen Wohlstand zur Disposition gestellt.

Dies zum Nachteil aller, auch der Flüchtlinge. Jegliches Geschwafel von angeblichen Chancen und Vorteilen kann ins Reich der Märchen & Sagen verwiesen werden.

Es wäre aber falsch, diese Implosion von Staatlichkeit allein Kanzlerin Merkel anzulasten. Das geradezu suizidale Verhalten nahezu aller maßgeblichen gesellschaftlichen Akteure hat einen langen Vorlauf, der seine Anfang in den 60er Jahren genommen hat.

Es waren Nachkriegsjahrzehnte, in denen das Völkchen in der Mitte Europas unfassbares Glück hatte. Im Windschatten des kalten Krieges hat sich das Land fast 40 Jahre mit sich selbst beschäftigen können und ist dabei einer Infantilisierung anheimgefallen, wie kein Volk zuvor. Die Einheit ist Deutschland in den Schoß gefallen. Anstatt daraus ein gelassenes Selbstbewusstsein zu entwickeln, hat die Selbstkasteiung immer skurrilere Züge angenommen.

Dass wir Ankommenden nicht mal unsere eigene Kultur als Maß und Mitte eines gedeihlichen Zusammenlebens andienen dürfen, diese Debatte ist bereits vor 15 Jahren geführt worden. Einer der einflussreichsten Theoretiker des 20. Jahrhunderts hat sich damals so geäußert:

In einem demokratischen Verfassungsstaat darf auch die Mehrheit den Minderheiten die eigene kulturelle Lebensform – so weit diese von der gemeinsamen politischen Kultur des Landes abweicht – nicht als sogenannte Leitkultur vorschreiben.

Es ist kein Zufall, dass sich der mittlerweile 86-jährige Jürgen Habermas, Vordenker der 68er-Generation, sich in der Flüchtlingskrise noch einmal zu Wort gemeldet hat.
Als Linksradikaler, der er immer war, springt er Merkel nun zur Seite. Auf die Frage nach der Integration der kulturfremden Massen nennt er die Verfassung – deren Prinzipien allerdings nicht in Stein gemeißelt seien. Vielmehr seien diese in einer breiten gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu diskutieren.

Mit der ganz und gar offenen Missachtung des Grundgesetzes hat Merkel den ersten Gedanken schon mal vorweggenommen. Die breite gesellschaftliche Auseinandersetzung ist dagegen eine wohlfeile Forderung, das weiß besonders Habermas.
Die Entscheider in Politik & Wirtschaft wissen um das Debakel, dass sie anrichten. Eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung darf deshalb nicht stattfinden und wird mit allen Mitteln unterdrückt. Der Verfolgungsdruck nach innen verhält sich dabei analog zum Kontrollverlust nach außen.

Der stille Protest jener, die in Dresden ihre Befürchtung vor dem äußerten, was sich dann in Paris gleich zweimal in extrem brutaler Art verwirklicht hat, wurde unter Generalverdacht gestellt.  Demonstrierendes Volk wird zum Pack erklärt, das Demonstrationsrecht insgesamt in Frage gestellt.  Einzelne werden mit Verfahren überzogen, in der Hoffnung, sie einschüchtern zu können.

Die Jubelperser an den Bahnhöfen wurden dagegen von hörigen Medien zur Volksbewegung gehyped. Junge Mädchen durften in Unterrichtsstunden „Refugees-Welcome“-Plakate malen und wurden dann von ihren Lehrern an die Bahnhöfe geschickt, um diese kameragerecht in die Höhe zu halten. Dass wird bei einigen der ankommenden jungen Männer euphorische Gefühle ausgelöst haben.  Ob die Euphorie auch bei den jungen Frauen anhält, ist dabei höchst fraglich.
Es hat nicht mal eine Woche gedauert und die Begeisterten waren nicht mehr zu sehen. War wohl doch zu anstrengend.

Dabei muss gar nicht mehr diskutiert werden. Die erste Million und die weiteren Millionen werden das setzen, was man die norminative Kraft des Faktischen nennt. Die Monate Januar und November in Paris haben den Vorhang kurz zur Seite wehen lassen und einen Blick auf das Kommende zugelassen.

Mit Blick auf das vergangene Jahr bleibt nur jähes Entsetzen über ein Staatsversagen, das unser aller Zukunft zerstört.

Vom Pfeifen im Walde

Der VW-Skandal! Endlich ein Thema, dass das nötige Gewicht mitgebracht hat, die Meldungen zur Asylkatastrophe wenigsten kurzzeitig zu verdrängen. Der Tag der deutschen Einheit war da schon weniger geeignet, der wurde kurzerhand dazu verwendet, auf die neue Herausforderung einzustimmen, die größer sei als die Wiedervereinigung.

Die Katastrophe nimmt derweil dramatisch an Fahrt auf. Der Meldung von 270.000 in nur einem Monat folgt die erneute Korrektur der Asylzahlen auf jetzt 1,5 Millionen. Mit einem erwarteten Familiennachzug von vier bis acht Millionen Menschen. Anders als in den vergangenen Jahren wird der Zustrom auch im Winter nicht abflauen. Die Balkan-Route ist im Gegensatz zur Mittelmeer-Route auch im Winter gangbar.

Das Jahr ist also noch nicht vorüber, dass „Wir-schaffen-das“ der Kanzlerin noch keine drei Wochen verklungen, da wird klar: Das schaffen wir nicht.
Keine Gesellschaft könnte das. Ein Zustrom von kulturfremden Massen dieser Größe richtet jede Gesellschaft zu Grunde, die deutsche gleich zweimal.
Es fehlt im Sinne des Wortes der Raum. Deutschland ist nun mal eines der am dichtest besiedelten Länder der Welt. Und es fehlt einer alternden Gesellschaft die Elastizität und Durchsetzungskraft, sich gegen zumeist männliche, nicht nur potentiell aggressive Einwanderer behaupten zu können.

Das eine reibungsfreie Integration in den Arbeitsmarkt gelingen könnte, ist bereits wiederlegt. Die Gekommenen sind voller Erwartungen und zweifellos guten Willens, treffen aber auf hochspezialisierte Arbeitgeber, die die Neuen nur in homöopathischen Dosen aufnehmen können. Die Masse wird in den sozialen Netzen landen, solange die noch halten. Das demütigt und frustriert und Menschen aus diesem Kulturkreis sind nicht gerade bekannt dafür, die Ruhe zu bewahren, wenn’s mal nicht so läuft.

Noch ist das Potential ist wie in einer Handgranate konzentriert. Die meisten der aus Flüchtlingslagern geflohenen Flüchtlinge sind noch in Turnhallen oder Messehallen untergebracht. Bald werden sie den sozial Schwachen der autochthonen Bevölkerung (also jene ohne breitgefächerte Lobby) den Wohnraum und die niedrig qualifizierten Jobs streitig machen. Sie werden Stadtviertel kippen lassen, die Verhältnisse in Kindergärten und Schulen beeinflussen und bestimmen. Die Bildung Parallelgesellschaften ist unvermeidlich. Das ganze Programm, das in Berlin-Kreuzberg, Duisburg-Marxlohe oder Hamburg Wilhelmsburg schon abgelaufen ist. Nur viel geballter, unkontrollierbarer. Ohne Inkubationszeit von Jahrzehnten.
Angela Merkel hat den Splint der Handgranate gezogen und sie dem Volk/der Bevölkerung/dem Pack/der Mischpoke zugeworfen. Jetzt läuft die Zeit, es wird die Gesellschaft zerreißen.

Die „Menschen in diesem Land“ spüren das intuitiv. Unruhe hat die Bevölkerung ergriffen. Die Angst, die umgeht, ist mit Händen zu greifen. In Gesprächen, in Diskussionen, jenseits der Mainstreammedien, mittlerweile aber auch dort.

Selbst die ZEIT -ansonsten begeistert vom Flüchtlingstsunami- ahnt jetzt, wo die Reise hingeht und hat das in einem bemerkenswerten Dokument kundgetan:

Wir werden Verteilungskämpfe erleben, um billigen Wohnraum zum Beispiel, um schlecht bezahlte Jobs oder kostenlose Gesundheitsvorsorge. Wir werden auf Gewohnheiten und Besitzstände verzichten müssen, es wird Ärger geben, Ausschreitungen, Anschläge womöglich, neue Ghettos, Reibereien zwischen Ethnien und Religionen.

Doch – DIE ZEIT bleibt optimistisch, denn: Integration vollzieht sich im Konflikt! Ach…! Ja wo bleibt denn da die Buntheit, das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Kulturen?
Die Schreiberlinge aus Hamburg spekulieren denn auch lieber nicht darüber, wer diesen Konflikt für sich entscheiden wird.

Täglich Schlägereien in Asylunterkünften, Warnungen vor kriminellen Strukturen. Ein Bericht aus Österreich, der  – wohl nicht zufällig – an die Öffentlichkeit gelangt ist, warnt vor einer manifesten Gefahr für die Innere Sicherheit.

Andere Berichte wissen von erniedrigenden Übergriffen auf Frauen, die seltsamerweise keinen #Aufschrei durch die Feministinnen der Republik verursachen. Weil die Täter nicht ins lieb gewonnene Klischee passen? Weil das Ansprechen solcher Missstände mittlerweile ein profundes Sicherheitsrisiko für die Mahner*innen darstellen könnte?

Um diese Stimmung etwas aufzufangen, ist es deshalb in den letzten Wochen en vogue geworden, Asylsuchende demonstrativ zur Integration aufzufordern. Journalisten aller Couleur üben sich darin.
Da darf eine weitgehend unbekannte CDU-Politikerin das Benehmen „muslimischer“ Männer an den Pranger stellen. Noch vor einem Jahr wäre sie dafür mit den Stempeln Islamophob und Rassistisch gebrandmarkt und vom Hof gejagt worden.

Lothar de Maiziere – der sich in letzter Zeit erstaunlich von Merkel emanzipiert hat – stellt gar Undank bei manchem Flüchtling fest.

Selbst Mutter Theresa höchstselbst stellt Forderung an Flüchtlinge.

Das sind freilich wohlfeile Forderungen, denn keiner sagt, was die Konsequenzen für diejenigen sind, die zur Integration nicht willens oder in der Lage sind. Die Wahrheit ist: Solche Konsequenzen gibt es gar nicht, sie sind gesetzlich nicht vorgesehen und gegen eine bestens vernetzte Zuwanderungslobby auch nicht durchsetzbar. Schon gar nicht gegen deren höchste Vollstrecker Merkel und Gauck.

Im Gegenteil, wer keine Arbeit findet, weil er dazu nicht qualifiziert ist oder z.B. aus Glaubensgründen mit Frauen nicht zusammenarbeiten will, darf bis zum Lebensende auf Sozialhilfe hoffen. Wer kein Deutsch lernt, Parallelgesellschaften bildet und aggressiv Privilegien einfordert, der findet Gehör. Auf das Asylverfahren haben selbst schwere Straftaten keinerlei Konsequenz. Im Gegenteil, mancher wird kriminell, weil das seine Chance aufs hierbleiben erhöht. Schlimmsten Islamisten gewährt das Land Unterschlupf, bis der dann Vertretern dieses Staates ein Messer in den Hals rammt.

Das Experiment Massenzuwanderung war schon gescheitert, bevor die Deutschen den Verstand verloren haben. Millionen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten werden sich nicht in treudoofe Michel wandeln.

Die Integriert euch! -Parolen sind nichts weiter wie das Pfeifen im Walde, um die Angst zu verdrängen.

 

Der Flüchtlingstsunami als Chance für den Rest Europas

Dass sich die Europäische Union  in praktisch allen Fragen uneins ist, ist ja nichts Neues. Das verwundert auch nicht, denn die Union verfolgt Ziele, für die sie weder geschaffen, noch gedacht war. Deshalb ist die EU ein Zombie, Protagonisten wie Martin Schulz sind passende Symbole des ganzen Elends dieses Bürokratiemonstrums.

Nach den traumatischen Erlebnissen zweier Weltkriege sollte ein weiterer durch mannigfaltige wirtschaftliche und kulturelle Verschränkungen verhindert werden. Das war die richtige Antwort auf den schwindenden Einfluss Europas in der Welt. Es war eine Schutzgemeinschaft mit sachter Zusammenarbeit in militärischen und wirtschaftlichen Fragen. Zum Wohle seiner Bürger.

Mit der ¨drohenden¨ deutschen Wiedervereinigung ist das vereinte Europa zu einem Vehikel der Einhegung Deutschlands umfunktioniert worden. Sichtbares Zeichen ist die -ebenfalls gescheiterte- gemeinsame Währung, für die Deutschland mit der D-Mark den Garant seines Wohlstands aufgegeben hat – aufgeben musste.
Sicher hat man bei den 2+4 Verhandlungen 1990 mit erheblichen Widerständen der Deutschen gerechnet. Sie hätten es besser wissen können, denn Deutschland macht alles ganz oder gar nicht.

So hat sich Deutschland willig gebeugt (die Chance der Wiedervereinigung hat das auch gerechtfertigt) und  die anderen europäischen Länder konnten sich dauerhaft an den Zitzen des wirtschaftlich starken Landes säugen.
Und so funktioniert die EU bis heute. Die vielbeschworene europäische Solidarität hat immer dann gegriffen, wenn Deutschland für die Kosten aufgekommen ist. Sonst nicht. Und wenn’s mal nicht so gelaufen ist, hat man Deutschland dezent an seine ‚geschichtliche Verantwortung‘ erinnert, zuletzt im Juni bei der Griechenland-„Rettung“.
Wer aber hätte ahnen können, dass Deutschland 25 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht die von den Siegermächten befürchtete Rückkehr zur Großmacht betreibt, sondern freudig Millionen Flüchtlinge ins Land lockt? Und von den anderen EU-Staaten in europäischer Solidarität dasselbe verlangt?

Nur, aus welchem Grund sollten sich die anderen EU-Länder bei dieser katastrophalen Einwanderungspolitik solidarisch zeigen?

Andere haben den Weg schon hinter sich und würden ihn sicher nicht nochmal gehen. Es ist ein Experiment ohne Wiederkehr, für das es aber genügend erschreckende Vorbilder gibt. Banlieues in Paris, No-go Areas in Stockholm, massenhafter Missbrauch in Rotherham, islamistische Lynchmorde in Paris oder London usw., usw.

Die Deutschen wären nicht die Deutschen, wenn sie nicht noch eins draufsetzten. Eine so blitzartige Masseneinwanderung von Menschen aus dem problembeladenen mittleren Osten ist geschichtlich ohne Beispiel.  Die negativen Folgen glaubt Deutschland vermeiden zu können – mit dem Zauberwort Integration. Was bei manchen Einwanderergruppen aus derselben Gegend schon nur leidlich oder gar nicht funktioniert hat, wird mit einer noch viel größeren Gruppe gelingen! Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben?

Mit der Flüchtlingskatastrophe und der Reaktion der bundesdeutschen Funktionseliten kumuliert erneut ein deutscher Sonderweg zu einer Gefahr für Europa. Die 1000-jährige Geschichte dieses Landes hat einen geschichtlichen Sattelpunkt erreicht, dessen Funktion -nach Lage der Dinge- danach steil nach unten führen wird.
Sicher ist: Deutschland schafft im eigenen Land genau die Verhältnisse, vor denen die Asylsuchenden aktuell fliehen. Deutschland ist im Verbund mit der EU zu einer Gefahr für die kulturelle Identität eines ganzen Kontinents geworden.

Für die  anderen, insbesondere osteuropäischen Länder liegt in der durch Deutschland maßgeblich verursachten Flüchtlingskatastrophe aber eine große Chance. Sie sollten sich jetzt von der Europäischen Union – tatsächlich war sie nie eine- befreien und Deutschland seinem selbst gewählten Schicksal überlassen.

Es muss auch dem letzten europäischen ¨Partner¨ spätestens jetzt klar sein: Dieses Land ist eine Gefahr, selbst wenn man es fesselt.

Merkels erstes Mal

Ins Herz Europas ergießt sich eine Menschenflut wie nie zuvor. Die aktuellen Szenen aus Mazedonien (Video) erinnern an den Endzeit-Shocker World War Z (Video).

Seit Monaten gibt es keine Nachrichtenspalte mehr, die keine Meldung zum Thema Asyl enthält. Brandanschläge auf Asylunterkünfte, Rechtsradikale, die Demonstrationen von besorgten oder aufgebrachten Bürgern in Misskredit bringen, aber auch immer öfter massive Gewaltausbrüche und kriminelle Übergriffe durch Asylanten.

Wöchentliche werden neue Rekorde eingestellt.  800.000 Asylanträge werden erwartet. Dies entspricht 1,5 mal der Einwohnerzahl Stuttgarts. 600.000 Asylsuchende halten sich bereits im Lande auf. All diese Menschen brauchen Vollversorgung.

Langsam werden auch die gewaltigen Kosten ein Thema. Die Politik will die Kosten auf 10 Milliarden Euro beziffern, was 12.500 Euro pro Asylsuchenden entsprechen würde. Die Kosten für Übersetzer, Rechtsverfahren, Beschulung Minderjähriger und die Kosten für die ständig zu erweiterten Unterkünfte/Containerdörfer und Zeltstädte dürften dabei nicht mitgerechnet sein. Die wahren Kosten dürften fünfmal so hoch sein. Keiner weiß es so genau, denn im Dosenpfandland BRD wird das alles nicht separat erfasst!

Von Bk Merkel war lange nichts zum Thema zu hören. Sie hat ihren bewährten Stiefel gefahren. Bei unangenehmen Themen erstmal die Fußtruppen vorschicken und wenn sich Erfolge abzeichnen, kommt Merkel um die Ecke und lässt sich als mächtigste Frau der Welt feiern.
Wenn nicht, werden die Fußtruppen hingeschlachtet. No Fame, no Merkel.

Merkel muss erstmals wirklich handeln

Im ZDF-Sommerinterview hat Merkel vor Kurzem erstmals Position bezogen und die Größe der Herausforderung skizziert, die Deutschland bevorsteht.

Sie bezeichnete die Situation als extrem unzufriedenstellend, was für die ansonsten spröde Kanzlerin bereits eine ungewöhnliche Wortwahl darstellt. Die Flüchtlingsfrage werde Europa sehr, sehr viel mehr beschäftigen als zum Beispiel die Euro-Krise, stellte sie weiter fest. Allerdings beschwichtigte sie auch.
Langzeit EU-Parlamentarier Brok (CDU) pflichtete ihr bei und nannte die Asylfrage die wichtigste Herausforderung der nächsten Jahre.

Die Kanzlerin scheint laaangsam zu erkennen, dass sich die Asylfrage nicht mit Geld zuschütten lässt – wie die seit einem halben Jahrzehnt anhaltende Griechenlandrettung und alle anderen Probleme. Die Griechenland-Rechnung wird erst präsentiert, wenn die demographische Katastrophe zur vollen Blüte gelangt. Aber das wird nach der Kanzlerschaft Merkels sein – ist also nicht mehr ihr Problem.

Diese Strategie funktioniert in der explodierenden Asylfrage nicht. Aus jeder Pore des Landes dringt die Asylfrage. In jedem noch so kleinen Dorf werden Flüchtlingsheime aus dem Boden gestampft. Tagsüber lungern Horden junger Männer auf Marktplätzen, wo bis Jahresfrist ein Norddeutscher noch ein Exot war. Die Gesichter der Großstädte haben sich binnen kürzester Zeit gewandelt. Die Integration solcher Massen mit total anderem kulturellem Hintergrund wird nicht gelingen, siehe entstehende No-Go Areas im Ruhrpott durch Asylanten von gestern. Die Asylanten von heute werden die Segregation in Deutschland extrem beschleunigen.

Demographische Katastrophe und der Flüchtlings-Tsunami sind miteinander verwoben. Was beide Katastrophen trennt, ist ihre zeitliche und physische Dimension. Der Ansturm von Flüchtlingen ist real und nicht virtuell, er verändert rapide das Gesicht des Landes und die sofort und in Zukunft anfallenden gewaltigen Kosten werden immer sichtbarer, obwohl sie aktuell noch recht erfolgreich verschleiert werden können.

Die Entwicklung der Asylfrage war lange absehbar, geradezu erwartbar. Die Weichen wurden regelrecht aufs Anlocken von Flüchtlingen gestellt, um die feuchten Träume einer linken Junta vom bunten Land endlich war zu machen.
Dazu kommen Entwicklungen von außen, auf die dieses Land weder Einfluss nehmen konnte, noch jemals nehmen wollte. Die Wandlung des gesamten Nahen Ostens in einen Failed State ist zwar maßgeblich durch das jahrzehntelange Eingreifen westlicher Mächte verursacht. Die ältesten Eingriffe reichen dabei bis 1916 zurück (Sykes-Picot-Linie). Deutschland war zu keiner Zeit daran beteiligt – fungiert dagegen aber wunderbar als Auffangbecken für Probleme, die andere geschaffen haben.

Umso schlechter stehen die Karten, diese Entwicklungen jetzt wirksam umzukehren. Zunächst müsste sie zunächst ihren Bundespräsidenten zur Ordnung rufen, der sich seit Beginn seiner Präsidentschaft als oberster Asyllobbyist betätigt und dazu hemmungslos die Geschichte der Vertriebenen missbraucht. Schon das wird ihr nicht gelingen, denn Gauck ist so beseelt von seiner Macht und seiner Botschaft, dass er seine Aktivitäten in dieser Richtung eher noch verstärken wird. Ein Gauck hat schließlich recht!

Dann müsste sie ihre Höflinge vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk quasi umkehren, welche Merkel erst vor wenigen Wochen mit dem weinenden Pseudo- Flüchtlingsmädchen (sie ist mit ihrer Familie aus dem sicheren Drittstaat Norwegen nach Deutschland gekommen) gehörig unter Druck gesetzt haben und sich bei der eskalierenden Asylkrise aufs Beschimpfen des zwangszahlenden Publikums verlegt haben.

Der mächtigste – und unsichtbarste – Gegner ist die Wirtschaft, die mittlerweile offen Position für eine unkontrollierte Zuwanderung unter Missbrauch des Asylrechts bezogen hat. Die Aussicht auf billige Arbeitskräfte lockt. Immobilienbesitzer, Cateringunternehmen, Rechtsanwälte, Dolmetscher – es gibt mittlerweile zu viele ‚Kriegsgewinnler‘ in der Asylfrage.

Paradoxerweise wird ihr von der Opposition der geringste Wind entgegenwehen. Denn die Flüchtlinge lassen sich kurz- und mittelfristig nicht zum Stimmvieh umbauen – anders als Arbeitsmigranten der letzten Jahrzehnte.

Die Flüchtlingsfrage ist nicht nur der Prüfstein von Merkels Kanzlerschaft. Diese Monate entscheiden darüber, ob 100 Jahre nach der Urkatastrophe Europas dessen letzten Tage eingeläutet werden. Es ist wenig wahrscheinlich, dass Merkel die Größe der Herausforderung begreift.

Nichts spricht dafür, dass sie der Herausforderung gewachsen ist.

 

 

 

 

Tut endlich was!

Hunderte Menschen haben im Mittelmeer einen grausamen Tod gefunden. Angelockt von der Aussicht auf ein gelobtes Land, ausgebeutet von Schleppern, ertrunken –ja, man muss sagen verreckt- im Mittelmeer. Die Asylsuchenden sind Opfer einer aggressiven Asyllobby, die sie mit Hilfe einer totalitären Menschenrechtsideologie in die Falle gelockt haben.

Der Richter, der die Aufstockung von Geldleistungen quasi auf Hartz IV-Niveau angeordnet hat; die Gutmenschen mit ihren ständigen Forderungen nach Erweiterung des Asylrechts; die Medien mit ihrer Schönfärberei, mit ihrer selektiven Berichterstattung. Sie alle können sich die Toten ans Revers heften – sie alle haben Beihilfe zum Totschlag geleistet.

Jetzt, nach weiteren hunderten Toten wird das gleiche Lied noch lauter in die Welt gebrüllt. Europas Schande…Europa muss…selbst der Papst kommt mit der immer gleichen Leier.

Dabei ist längst klar, dass dieser Wurmfortsatz Asiens, genannt Europa, das Leid der Welt nicht mal ansatzweise lindern kann, indem es alle Menschen einlädt, die ein besseres Leben suchen oder unter Not und Elend leiden, ohne dass sie direkt bedroht sind. Das zu glauben und zu kommunizieren ist reine Hybris. Aber genau das geschieht.

FlüchtlingsbootWenn sich die Flüchtlingspolitik nicht radikal ändert, wird Deutschland in naher Zukunft nicht einmal mehr diejenigen aufnehmen können, die tatsächlich vor akuter Verfolgung fliehen. Und das sind die wenigsten, das zeigen auch die Bilder aus Sizilien. Es sind stets junge, leistungsfähige Männer. Die Alten, die Kranken, die Frauen, die Kinder – sie bleiben zurück im Elend.

Das Gezeter nach mehr vom Lockmittel, die jetzt aus allen Ecken zu hören sind, werden die Menschenflut ins Unermessliche steigern. Was zu tun wäre:

  • Umfassende Bekämpfung von Schlepperbanden, durch Aufdecken der Strukturen, durch Einfrieren von Konten, durch geheimdienstliche und polizeiliche Maßnahmen, als Ultima Ratio mit militärischen Mitteln
  • Rückführung von Schiffen an die nordafrikanische Küste
  • Konsequente, möglichst zeitnahe Abschiebung abgelehnter Asylsuchender
  • Massive Kürzungen bei sozialen Leistungen für Asylsuchende
  • Wirtschaftliche Sanktionen gegen Länder, die abgelehnte Asylsuchende nicht zurücknehmen
  • Aufklärung mit Hilfe der Massenmedien in den Herkunftsländern

Niemandem ist geholfen mit dieser Flüchtlingspolitik, alle Teilnehmer verlieren! Außer eine skrupellose Mafia, die Milliarden auf dem Rücken von Menschen verdienen, denen ein grandios dummes Europa Hoffnungen macht, die es längst nicht mehr erfüllen kann.

Weitere Posts zum Thema Asyl

Ein Tsunami
Das Heerlager der Heiligen

Ein Tsunami

Mal 500, mal 700. Jeden Tag, Tendenz steigend. 250.000 für 2014 sind realistisch. Niemand weiß mehr wohin mit den Asylsuchenden. Von Notstand ist die Rede, humanitärer Katastrophe, gesellschaftlicher Verantwortung, Verpflichtungen. Die ganz großen Phrasen werden gedroschen.

Was nicht stattfindet, ist eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, ob unser Land, ob Europa diese Zahl von Flüchtlingen auf Dauer ertragen kann. Zumal die Mehrheit der Asylsuchenden aus wirtschaftlichen Gründen herkommt. Die Debatte findet natürlich trotzdem statt, in Internetforen, in den Kommentarspalten der Online-Medien, im Verborgenen. Die Bürger machen sich Sorgen und das zu Recht.

Deutschland ist eines der am dichtesten bevölkerten Länder der Erde, die Gesellschaft ist überaltert, es gibt erhebliche Probleme mit Integration von Muslimen, das Sozialsystem ist zum Platzen gespannt, es werden hunderte Milliarden für die gescheiterte Euro Rettung fällig. Gleichzeitig versinkt die Peripherie Europas in blutigen Konflikten.

Und in dieser Situation macht das Land ein Angebot an Hungerleider aus aller Herren Länder, welches die nicht abschlagen können. Niemand kann es ihnen verdenken.

Die Sorgen, Bedürfnisse und Bedenken der einheimischen Bevölkerung spielen keine Rolle mehr. Im Gegenteil, die Deutschen werden eingespannt für ein übles Spiel, sie werden als Geisel gehalten. Nicht nur in Form von abgepressten Steuern und Abgaben. Auch in Form zu ertragender Kriminalität, Belästigungen und Nachstellungen. Aber darüber ist gefälligst das Maul zu halten. Kritik wagt keiner.

Keiner? Doch. Der Maximo Lider eines Bundeslandes im Südosten der Republik hat vorsichtig Bedenken geäußert. Man soll doch die Grenzen besser überwachen und auf die Einhaltung des Dublin II-Verfahrens bestehen. Sagt Herr Seehofer, wohl wissend, dass für eine effektive Grenzüberwachung keine Infrastruktur und kein Personal mehr vorhanden ist.

Aber darauf hat der Sprecher von Pro Asyl, Günter Burkhardt, nur gewartet und die Äußerungen Seehofers als absolut inakzeptabel bezeichnet. Und weiter, Deutschland könne noch viel mehr Flüchtlinge aufnehmen, wenn der politische Wille da sei. Das zeugt nicht nur von Realitätsverlust, sondern auch von einer geradezu feindseligen Haltung gegenüber der eigenen Bevölkerung und dem eigenen Land.

Eine Art Asyl-Mafia ist entstanden. Die Lobbyorganisation Pro Asyl ist da nur die Spitze des Eisbergs. Darunter hat sich ein dichtes Netzwerk von aus z.T. völlig unterschiedlichen Akteuren gebildet. Die Linksradikale-/extreme Szene, Teile des politischen Spektrums von den Grünen über die Piratenpartei bis hin zum Bundespräsidenten, die überwiegend linksgerichtete Mainstream-Presse, Teile der Wirtschaft (Wir brauchen mehr Zuwanderer!), Wohlfahrtsverbände, Profiteure der Integrationsindustrie und nicht zuletzt die Kirchen.

Über deren Rolle muss man sich besonders wundern. Besonders bei der evangelischen Kirche hat man streckenweise den Eindruck, als seien die eigenen Schäfchen eine Quan­ti­té né­g­li­gea­b­le,während die gut dotierten Funktionäre Flüchtlinge und Einwanderer anbeten wie einst das Volk Israel den Götzen Baal. Das unterdessen die Schäfchen scharenweise davonlaufen – es scheint egal zu sein.

Die Asyl-Mafia agiert unter dem Deckmantel der Humanität. Um Humanität geht es aber gar nicht mehr, im Vordergrund stehen klare politische Ziele. Mit aller Macht will man dieses Land zum herbeigesehnten Einwanderungsland machen. Diese Meinungsmacher sind es, welche die bestehende Gesetzgebung immer weiter aushöhlen, die Anerkennungsqouten in die Höhe treiben, die notfalls vor Gericht ziehen, um noch mehr Wirtschaftsflüchtlingen das Bleiberecht zu ermöglichen.

Diese Asyl-Mafia hält sklavisch an einer Flüchtlingskonvention fest, die vor über 60 Jahren unter völlig anderen Umständen und Rahmenbedingungen entstanden ist.

Sie will die Interessen der Bevölkerung hintergehen, indem sie Fakten schafft.

Woher nimmt die Asyl-Mafia Macht und Einfluss, um gegen die Mehrheit der Bevölkerung agieren zu können? Ähnlich einer Religion ruht ihre Macht auf zwei Säulen – Erlösung und Angst.

Zum einen berufen sie sich auf eine diffuse Humanität. Deutschland sei ein so reiches Land ist immer wieder zu hören. Der Subtext meint: Es geht euch allen so gut, den Flüchtlingen geht es so schlecht. Haben denn diese Menschen nicht Anspruch darauf, dass ihr etwas abgebt, von eurem Reichtum? Und wer möchte denn nicht für sich in Anspruch nehmen, gegenüber Flüchtlingen human zu sein? Wohl kaum jemand.

Wer aber unter den Deckmantel der Humanität blickt und die ganz und gar inhumanen Ziele der Asyl-Mafia hinterfragt, der begeht ein absolut inakzeptables Sakrileg. Dann greift die zweite Säule. Das Netzwerk reagiert sofort und macht Zweifel am Sinn der schrankenlosen Flüchtlingspolitik in konzertierten Aktionen nieder. So jemand bekommt die ganze Intoleranz der Toleranten zu spüren: Fremdenfeind, Rassist, Unmensch.

Längst ist klar, dass Europa -dieser Wurmfortsatz Asiens- nicht die Flüchtlinge der Welt aufnehmen kann.

Ungeachtet dessen pumpt sich das Land auf Betreiben einer kleinen Asyl-Mafia mit Problemen voll, es überdehnt seine Kräfte nicht nur kurzfristig.

Den Sturm vor Augen

Zum Ausklang eines Jahres, in dem sich manches zum Schlechteren gewendet hat, ein bruchstückhafter Rückblick auf das gesamteuropäischen Versagen 2013.

Euro:
Teile Südeuropas sind dank einer realitätsfremden Einheitswährung binnen kurzer Zeit verarmt. Es wurden -noch vor kurzem unfassbare- Beträge für eine angebliche Rettung bereitgestellt, die nicht bei den Menschen ankommen, sondern an den Börsen neue Blasen verursachen. Antwort der EU-Diktatoren? Weiter so, Deutschland kann sich doch noch verschulden! Deutschlands Antwort? Sehr gerne, bitteschön.

Armutszuwanderung:
Von jenseits der südlichen Grenzen drängt ein gewaltiger Bevölkerungsüberschuss in ein vergreisendes Europa. Wie antwortet Deutschland, wie antwortet Europa? Mit weiteren Anreizen für kulturfremde Armutsflüchtlinge aus aller Welt.

EU-Erweiterung:
Die re-islamisierte Türkei befeuert den Bürgerkrieg in Syrien, indem sie Terroristen aus aller Herren Länder die Grenze passieren lässt. Das alles ist bekannt und dennoch ziehen Deutschland und die EU-Nomenklatura daraus keine Konsequenzen. Die Beitrittsverhandlungen gehen weiter, besonders Deutschland lässt sich ganz offen erpressen.

Terrorismus:
In Syrien etabliert sich AlQuaida vor Europas Haustür, aber Europa hat den einzigen Mann zum Feind erklärt, der AlQuaida noch die Stirn bietet. Bashar al-Assad ist mit Sicherheit ein Diktator. Aber in dutzenden Ländern des nahen Ostens und Nordafrika hat sich gezeigt, dass dort eine harte Hand benötigt wird, um nicht ins Chaos abzugleiten. Zuletzt in Ägypten.
Europa hat aus diesen Beispielen nichts gelernt. Statt dessen werden die universalen Menschenrechte vorgehalten, um sehenden Auges eine gemäßigte Diktatur gegen eine unsäglich brutale auszutauschen.

Es ist kaum zu glauben, dass dieses Europa vor 100 Jahren (ein Wimpernschlag in der Geschichte!) ein Fünftel der Weltbevölkerung gestellt und fast die ganze Welt beherrscht hat. Dass dieses Europa 45 lange Jahre der Sowjetunion die Stirn geboten hat und sich schließlich von diesem Joch befreit hat.

Es wäre zu milde zu sagen, dass wir im Tollhaus festsitzen. Es ist ein Irrenhaus. Den kommenden Stürmen hat Deutschland und Europa nichts mehr entgegenzusetzen. Es hat jeden Selbstbehauptungswillen eingebüßt.

Kann es 2014 besser werden? Hoffen wir’s! Guten Rutsch.

Keine Schande

Die neueste Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa hat 300 Flüchtlingen aus Schwarzafrika das Leben gekostet.

Papst Franziskus, der auf dem besten Weg ist, sich zum überirdischen Bestmenschen zu stilisieren, spricht gar von Schande für Europa. Auf einem völlig überfüllten Holzboot ein Feuer zu entzünden – nur 800 m vor dem rettenden Ufer, das ist unfassbar dumm. Sicher aber keine „Schande Europas“.

Ja, wer in ein Land wie Somalia hineingeboren wird, der wird versuchen nach Europa zu kommen. Wem will man das verdenken. Chancen auf Integration bestehen aber praktisch keine. Die Flüchtlinge sind der Sprache des Aufnahmelandes nicht mächtig, nicht selten Analphabeten und ohne jede Ausbildung. So bleiben sie dauerhaft in den sozialen Netzen hängen. Deutsche Asylgesetze untersagen ihnen obendrein, zu arbeiten. Dennoch erleben die Flüchtlinge, dass sie ohne jedes Zutun ein weit besseres Leben haben, als in ihren Herkunftsländern. Sie sehen die Erwartungen und Versprechungen bestätigt und vermelden dies natürlich in ihre Heimatländer. Folge: Noch mehr Menschen machen sich auf den Weg.

In den Medien ist nach solchen Ereignissen wie immer von derFestung Europa die Rede, von Abschottung. Wer die hiesigen Ausländergesetze ein wenig kennt, kann darüber nur lachen. Nicht nur die Gesetze sind nach einer Vielzahl von Änderungen ausgehöhlt und damit praktisch wirkungslos, es steht den Flüchtlingen zugleich eine Heerschar von Gutmenschen zur Seite, die sich ein warmes Gefühl in der Brust verschaffen wollen und zur Not auch mal Anleitungen zur Umgehung der Gesetzeslage geben. So zum Beispiel unter Schutzehe.de .

Gegenwärtig steht Europa vor gewaltigen wirtschaftlichen und demographischen Herausforderungen. Die WELT hat diese Woche vermeldet, dass bis 2050 knapp 10 Milliarden Menschen die Erde überbevölkern werden. Europäer werden dann noch 2% der Weltbevölkerung stellen. Um 1850 waren es 30%. Die Zahl der Afrikaner ist seit 1950 von 250 Millionen auf über eine Milliarde gestiegen.
In dieser Situation glauben die sogenannten Funktionseliten mit ihrem Gerede von Solidarität und Brüderlichkeit eine Einladung an den ganzen Planeten senden zu müssen. Den Vogel schießt dabei ein kanadischer Jurist der Vereinten Nationen ab. Der meint, dass Europa die Vorstellung von Vielfalt und Multikulturalität zu akzeptieren habe. Wer so redet, der begeht einen glatten Verrat an den autochthonen Einwohnern Europas.

Natürlich verpflichtet der relative Wohlstand Europas zur Solidarität. Diese könnte sich ausdrücken in massiven wirtschaftlichen Investitionen in den wichtigsten Flüchtlingsländern, begleitet von Ausbildungsprogrammen für junge Einheimische. Flankiert von Aufklärungsprogrammen zur sinnvollen Familienplanung. Durchaus auch mit der großzügigen Vergabe von Stipendien zur Ausbildung in Europa – mit Rückkehrpflicht. Das alles wäre sicher sinnvoller, als massenhaft Zuwanderung in die sozialen Netze auch noch zu fördern oder Fantastrilliarden zur Rettung einer maroden Währung zu verbrennen.

Wer Katastrophen wie die vor Lampedusa verhindern will, der muss Flüchtlinge noch am selben Tag in die Heimatländer zurückfliegen. Mit einem Zettel in der Hand:
Wenn sie ihre Situation verbessern wollen, dann müssen sie das in ihrem eigenen Land tun. Sie haben auf diesem Weg keinerlei Chancen,  in Europa zu bleiben. Viele, die es vor ihnen versucht haben, sind dabei umgekommen. Bitte helfen sie mit, das zu verhindern und erzählen sie dies allen Nachbarn ihres Dorfes.

Der tragische Tod der 300 ist das Ergebnis jahrzehntelangen Totalversagens europäischer Asylpolitik, die immer noch genau die falschen Signale sendet.

Das Heerlager der Heiligen

Vor genau 40 Jahren hat der französische Schriftsteller Jean Raspail sein Buch Das Heerlager der Heiligen veröffentlicht. Mitten hinein in die Revolution von 1968, die in Frankreich besonders verheerend tobte. Eines von 37 Werken des mittlerweile fast 90-jährigen Schriftstellers.

Sein Roman handelt von der Ankunft von einer Million Flüchtlingen an Frankreichs Südküste und dem erloschenen Selbstbehauptungswillen der Europäer.

An dieses Buch hat sich der Zeitgeist-Guerillero im Rückblick auf die vergangene Woche erinnert. In drei Akten.

I. Akt, Vorhang auf.

Am vergangenen Sonntag hielten die Grünen in Berlin eine Delegiertenkonferenz ab. Diskussionen über die Niederlage bei den Bundestagswahlen, Versuch einer Neuausrichtung, Abrechnungen in Form von Abwahlen. Insgesamt eine deprimierende Angelegenheit.

Aber dann tauchte eine Handvoll Schwarzafrikaner auf der Bühne auf. Auf dem Leib hatten sie ein T-Shirt mit der schlichten Aufschrift LAMPEDUSA in BERLIN. Der momentan hippste Gral grüner Schuldgefühle: Lampedusa. Es war, als wären Heilige direkt bis in die Niederrungen eines Parteitages herabgestiegen, um die anwesenden Grünen mit einer kurzen Rede zu segnen. Ja, zu erlösen. Beinahe alle Grünen krümmten instinktiv etwas ihren Rücken, denn sie wussten: als Einwohner, gerade als Ureinwohner Europas sollte man sich eines geraden Rückens entledigen.

Es war lustig anzusehen, wenn man nicht der Sekte der Grünen angehört. Nach Ankündigung mit Tremolo in der Stimme durfte ein –gut im Futter stehender- Nigerianer namens Bashir Zakari ans Mikrofon. Im feinsten Pidgin-Englisch hat er eine „Rede“ abgeliefert, die sich so zusammenfassen lässt: Brassers änd sisters, we nid your elp, pliiis. We have no jobs, no home, no tschääns. Wi häv to liv on da striits. Elp pliis. Dass der Mann nach mehrjährigem Aufenthalt in Germany kein Wörtchen deutsch spricht, das wunderte keinen der Anwesenden.

Ein Schuldporno hat sich da abgespielt, dem viele vom 68er-Gewissen geplagte Grüne schon bei der Ankündigung nicht mehr standhalten konnten. Tränen flossen. Instinktiv hat der Flüchtling aus Nigeria begriffen, dass er hier für kurze Zeit der Prediger und Heilsbringer über eine Horde total Bekloppter ist. Die aber seinen Zielen nur dienlich sein können.

Das Rührstück gibt es hier zu sehen. Unbedingt ganz anschauen.

II. Zweiter Akt

Am Mittwoch dann haben ebendiese Flüchtlinge in Berlin einen Konflikt mit der Polizei. Dort campieren die Afrikaner seit Monaten. Obwohl ihnen selbstverständlich eine Unterkunft zur Verfügung stünde. Obwohl natürlich auch sie, so wie jeder Asylsuchende, ein Recht auf Leistungen knapp unter Hartz IV hätten. Dabei trugen sie ein T-Shirt, es darf geraten werden welches. Anlass für die Randale war die Identitätsfeststellung einiger Afrikaner, weil noch nicht einmal klar war, wer da alles einen öffentlichen Platz besetzt. Durch die Kontrolle fühlten sie sich selbstverständlich schwerstens kriminalisiert. Als Heilige gelten für sie schließlich keine profanen Gesetze. Viele Linksradikale sahen das naturgemäß ebenso und warfen ein paar Flaschen auf die rassistischen Ordnungskräfte.

III. Akt, Vorhang zu!

Seit Monaten steht der Limburger Bischof (kath.) Tebartz-van-Elst wegen seiner mutmaßlichen Betrügereien am Pranger und zwar zu Recht. In seinen Sitz wird er wohl nicht mehr einziehen. Also was tun mit dem millionenteuren Kleinod in Limburg? Eine ernsthaft diskutierte Option: Lasst uns doch Flüchtlinge unterbringen. Der Geldgestank muss schließlich weg.
Und was könnte man besseres tun, als die Limburger Schande durch ein Heerlager der heiligen Flüchtlinge von Lampedusa reinwaschen zu lassen?

Der Papst in Raspails Roman hieß übrigens Benedikt XVI (sic!). Gute Nacht.

Der rot-grüne Präsident

Bundespräsident Joachim Gauck hat heute ein Asylbewerberheim in Brandenburg besucht, um sich über die Lebensumstände der Flüchtlinge zu informieren.
Das passt gut zusammen mit der Meldung, dass die Zahl der Asylsuchenden letztes Jahr um 41 Prozent gestiegen ist.

Bei dieser Gelegenheit meinte er:  „Ich habe vor, in Gesprächen mit Abgeordneten, auch mit Regierungsmitgliedern, vor allem aber mit der eigenen Bevölkerung für mehr Empathie und mehr Sensibilität zu werben.“
Obendrein fordert BP Gauck bessere Unterkünfte für Flüchtlinge und eine Willkommenskultur. Damit hat er offene Türen eingerannt. An Solidaritätsadressen für Flüchtlinge fehlt es im gesamten Parteienspektrum und insbesondere von der Sozial- und Integrationsindustrie nicht.

Man würde sich vom Präsidenten folgende Geste wünschen:

Besuch mit dem gesamten Pressekorso bei einer typischen Mittelstandsfamilie, 2 Kinder, er Vollzeitbeschäftigter mit 2000 € Netto, sie 400 €-Job. Dieser Familie sollte er einfach mal Danke sagen.

„Danke, dass Sie täglich schuften gehen, um ihr Reihenhäuschen abzuzahlen und dem Staat später nicht auf der Tasche liegen. Danke, dass Sie zwei Kinder groß ziehen und sich nebenher um die altersschwache Schwiegermutter kümmern.
Danke, dass sie dem Staat noch ca. 35% an (Mehrwert-)Steuern und Abgaben ihres Einkommens abtreten, damit dieser die Willkommenskultur für Flüchtlinge aus aller Herren Länder bezahlen kann.

Und vor allem: Danke, dass sie ihrer Bürgerpflicht nachkommen und noch wählen gehen. Obwohl keine einzige im Parlament vertretene Partei mehr ihre Interessen vertritt. Dafür danke ich Ihnen als Präsident dieses Landes, weil es sonst niemand tut.“

Bei seiner Wahl zum Präsidenten hatte Gauck fast 70% Zustimmung in der Bevölkerung. Seine aktuellen Zustimmungswerte wären hochinteressant.