Pakt mit dem Teufel

Shocking News auf allen Kanälen- die Türkei bombardiert Stellungen des IS! Die Wende im Kampf gegen die Steinzeitislamisten?

Offizieller Anlass für die Angriffe war das Selbstmordattentat auf eine Kurdenorganisation, die sich für den Wiederaufbau des zerstörten Kobane einsetzen wollte. So ein Zufall, steht die Türkei doch seit Jahrzehnten im Konflikt mit marxistischen Kurden. Der IS hat damit das Anschlagsziel so gewählt, dass sie eigentlich im Sinne der Türkei handelt.

Die Türkei revanchiert sich für diesen „Freundschaftsdienst“ auf ihre Weise.

Und so gab es bisher genau zwei Angriffe auf den IS, die wohl eher unter der Kategorie Symbolik zu verbuchen sind. Es würde nicht verwundern, wenn türkische Stellen den IS vorher über die Angriffsziele informiert hätten.

Dabei legt die Türkei Wert darauf, den syrischen Luftraum nicht verletzt zu haben. Die türkischen Bomber haben die Bomben quasi über die Grenze geworfen, was aus türkischer Sicht interessanterweise keine Luftraumverletzung darstellt. Mit dieser Sicht der Dinge könnte die Türkei auch die offen agierenden IS-Kämpfer mit Artilleriegeschossen bis zu 40km in syrischem Gebiet bekämpfen, denn wichtig ist ja nur, dass das Geschütz nicht auf syrischen Boden steht.
Das tut sie aber nicht, stattdessen hat sie bei der Schlacht um Kobane Panzer aufgefahren und die Grenzen dicht gemacht – für die Verteidiger Kobanes. Woanders sind die Grenzen sperrangelweit offen für einen regen Austausch von IS-Kämpfern und Material. Ohne die kaum kaschierte Hilfe der Türkei wäre der IS nicht zur brutalsten Bedrohung der Neuzeit gediehen. Bruno Schirra hat das in seinem Buch über den IS aufgeschlüsselt.

Weniger zimperlich ist man da mit Angriffen auf die Kurden, die seit Monaten schwer mit dem IS ringen. Der irakische Luftraum wurde ohne Skrupel verletzt. Die eigentliche Stoßrichtung der Attacken geht gegen die letzte verbliebene militärische Kraft, die den islamistischen Gotteskämpfern etwas entgegenzusetzen hat. Diese Macht schwächt die Türkei und dies steht diametral zu den Zielen des westlichen Bündnisses. Reaktion: Keine.

Der Gipfel der Dreistigkeit ist aber die Aktivierung des Artikel 4 des NATO-Vertrages, der militärische Beratungen der Bündnispartner auslöst. In der Geschichte des Bündnisses ist der Artikel erst dreimal angewendet worden. Ein jedes Mal durch die Türkei.

Dabei hat die Türkei bereits Schutz erfahren. Seit zwei Jahren stehen sich 250 deutsche Soldaten die Füße platt, um Raketenangriffe aus Syrien abzuwehren, obwohl das Bürgerkriegsland solche Waffen gar nicht mehr hat. Zum Dank werden sie durch die Gastgeber geschurigelt und im Zweifel auch mal verprügelt.

Es ist ausgerechnet Cem Özdemir (Grüne), der klare Worte zum Handeln der Türkei findet. „Wir können nicht wegschauen, wenn ein Land, das bis gestern noch in die EU wollte, sich unter Erdogan in ein Mini-Pakistan mit einem autoritären Herrscher direkt an der europäischen Grenze verwandelt“

Würde die europäische Union wenigstens einmal irgendeine Konsequenz erkennen lassen, dann wären die Beitrittsverhandlungen bereits beendet und die Türkei mit wirtschaftlichen Sanktionen belegt worden, wie bisher der Iran.

Und die Bundesrepublik würde vielleicht endlich den lächerlichen Einsatz in der Türkei beenden, der überhaupt nie hätte begonnen werden dürfen.

Ins Nichts regiert

Sicherheitskonferenz in München. Der US-Republikanische Senator und Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain hat eutschland und insbesondere Bundeskanzlerin Merkel vorgeworfen, eine Appeasement-Politik wie die Briten in den 30er Jahren zu betreiben, weil sie der Ukraine keine Waffen für den Bürgerkrieg liefern will. Dass McCain diesen Vorwurf direkt an die Bundeskanzlerin richtet, hat Gründe.

Auch der neue griechische Ministerpräsident Tsipras fordert Milliarden von Deutschland für NS-Verbrechen. Er nennt das ohne Umschweife eine moralische Verpflichtung gegenüber Griechenland und Europa.

Beide Politiker tun hier nichts anderes, als religiöse Gefühle zu kitzeln. Beide spielen geschickt die Karte der deutschen Zivilreligion namens Schuld aus. Mit steigendem Abstand zu den zwölf dunklen deutschen Jahren wird die Erinnerungskultur im Land an die spezifisch deutsche Schuld immer schriller. Das alles hat mittlerweile deutlich religiöse Züge angenommen -inklusive Gedenkrituale, der Erbsünde, Wallfahrtsorten und eines regelrechten Schuldkatechismus in Schulen und Staatsfernsehen.
Das Ausland fordert das mitnichten. Die Deutschen haben sich diese Religion selbst gegeben und solchen Anmaßungen den Weg geebnet.

Und wer hat das Hochamt dieser Religion inne? Richtig, Frau Dr. Merkel. Den Bischofsstab hält ihr ein Herr Gauck.

Eine Führungselite, dessen Selbstverständnis auf den schlimmen Verbrechen der Nationalsozialisten basiert und die sich infantil darin suhlt, die verabschiedet sich nicht nur von verantwortungsvollem Handeln, sondern von jeglichem Handeln und lädt zur moralischen Erpressung geradezu ein.

Wenn man sich die zurückliegenden knappen zehn Amtsjahre von Frau Merkel anschaut, dann nimmt sie ihr Priester-Amt sehr ernst.

Ideologisch bei den Grünen Zuhause

Merkel hat vorsätzlich das von ihr regierte Land zur Ausbeutung freigegeben. Zum einen durch Kredite an Pleitestaaten, die von Anfang an niemals vor hatten, diese wieder zurückzuzahlen. Zum anderen durch massenhaften Missbrauch des Asylrechts, ohne dass Frau Dr. Merkel dazu je „klare Kante“ gezeigt hat, wie dies die Grünen -denen sie ideologisch eigentlich am nächsten steht- ständig von ihr fordern.

Fugenlos übernimmt sie die Ideologie von Linksaußen, nach der Deutschland nur noch als Siedlungsraum für alle und jeden zu betrachten ist. Den seit Jahrhunderten bewährten Dreiklang eines stabilen Staates mit Staatsgebiet-Staatsvolk-Staatsgewaltgibt sie vorsätzlich Preis für eine gefährliche Multikulti-Ideologie.

Die Führungsrolle, die Deutschland wegen seiner wirtschaftlichen Stärke zufällt, vergibt Merkel bereitwillig. Die offen gescheiterte Euro-Währung nennt sie alternativlos. Einen Mario Draghi lässt sie den Euro in eine Weichwährung à la Lire verwandeln und enteignet damit die deutschen Sparer. Den Gläubigerstaaten (also dem kompletten Olivengürtel Europas) hat sie das Zepter in Europa überlassen und damit zur hemmungslosen Plünderung dieses Landes eingeladen.

In der für eine Industrienation überlebenswichtigen Energiepolitik kippt sie in hektischen Aktionismus und emotionsgeleitet den vorher mühsam ausgehandelten Atomkonsens zugunsten eines Totalausstiegs aus der Atomkraft. Die sozialistisch angeordnete Energiewende verläuft chaotisch, ist extrem teuer und hilft der Umwelt mitnichten.

Die wahnwitzige Ideologie vom Gender Mainstreaming? Kein Problem für Merkel, ihre Betonfrisur-Ministerin von der Leyen setzt die Frauenquote erst für die Wirtschaft um – und dann in der Bundeswehr.

Sie akzeptiert schweigend, dass ihre so genannte Familienministerin Schwesig -die außer einem hübschen Gesicht- eine ganz linke Gesinnung mit ins Amt bringt, den Kampf gegen einen weitgehend imaginierten Feind von Rechts forciert und das Bekenntnis zur Demokratie von ultralinken Staatsknete-Empfänger ersatzlos streicht. Damit wird ganz offen die gewaltbereiteAntiFa zur halbstaatlichen Schlägertruppe gegen die Bürger, die den linken Gesellschaftsexperimenten nicht länger folgen wollen. Merkel scheint’s gerade Recht zu kommen, murrt das Volk doch erstmals leise gegen seine Ausbeutung auf.

Merkel kontert, indem sie in ihrer Neujahrsansprache vor der Teilnahme an PEGIDA-Demonstrationen warnt. Auf die brutalen Terroristen vom Islamischen Staat geht sie erst danach ein.

Nach den entsetzlichen Anschlägen durch Islamisten in Paris rehabilitiert sie den zu Recht verachteten Ex-Präsidenten Wulff, indem sie betont, dass „der Islam zu Deutschland gehört“. Von den Grünen gibt’s Beifall für die „klare Kante“. Mit dem Schmierigsten aller Islamlobbyisten, Aiman Mayzek, hakt sie sich vor dem Brandenburger Tor unter, um die Verbundenheit mit dem Islam zu unterstreichen.

Die CDU ist ihr nur noch Vehikel

Ihre eigene Partei hat sie vollkommen entkernt und letzte Reste des einstigen konservativen Profils der CDU regelrecht ausradiert. Erst Merkel hat die Sozialdemokratisierung abgeschlossen. Merz, Röttgen, Rüttgers – jeden profilierten Kopf der Union hat sie weggemobbt und wird damit zur Grabplatte ihrer Partei wie einst Helmut Kohl.

Das Land ist am Ende einer wohl einmaligen wirtschaftlichen Hochphase. Nicht mal das hat es Merkel zu verdanken, die Grundlagen hat ihr Vorgänger Schröder von der SPD mit seinen Reformen gelegt, der dafür abgewählt wurde.

Eine Geste zeigt die Geisteshaltung

Nichts könnte Merkels Geisteshaltung besser darstellen, als ihre Geste bei der Wahlparty 2013. Nur Stunden nachdem ihr die deutschen Wähler beinahe die absolute Mehrheit beschert hatten, wirft sie verächtlich eine deutsche Fahne weg.
Immerhin hat sie der BRD mit ihrem planlosen Gerede von der Alternativlosigkeit eine neue Partei beschert. Völlig wider Willen. Denn Willen hat diese Frau nur zu einem: Machterhalt. Wofür eigentlich?

Frau Dr. Angela Merkel ist als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland eine Totalversagerin.

Im Großelternmodus

“Wir haben Schlüsselkapazitäten und Fähigkeiten, die andere Nationen so nicht haben”, so die auf permanente Medienpräsenz achtende Verteidigungsministerin von der Leyen. Explizit nannte sie Lufttransportkapazitäten, die man der UNO zur Verfügung stellen könne.

Heute berichtet Augengeradeaus.net, dass die UNO die zur Verfügung gestellten Lufttransportkapazitäten nicht mehr haben will, weil sie wegen technischen Beschränkungen und restriktiver Einsatzvorgaben aus Berlin kaum noch praktischen Nutzen haben. Normalerweise nimmt die UNO alles, was sie kriegen kann, auch Soldaten und Material aus der Dritten Welt.
Die Zurückweisung der knapp 50 Jahre alten Transall geht über die Kategorie Peinlichkeit weit hinaus. Das ist eine Bankrotterklärung für die Bundeswehr und die sie seit Jahrzehnten umherschubsenden Politiker.

Der Vorgang sagt gleichzeitig vieles aus über den Zustand der Republik, es ist Sinnbild eines alternden Deutschlands. Kraft, Ehrgeiz, Mut, Risikobereitschaft, diese Eigenschaften gehen in einer vergreisenden Gesellschaft verloren, stattdessen gewinnt das Verlangen nach absoluter Sicherheit immer und überall die Oberhand. Unvermögen allerorten: Ob der Flughafen in Berlin, Stuttgart 21, die Energiewende, die Autobahnmaut. Nichts klappt mehr auf Anhieb, aber es wird weiterhin dick aufgesprochen.

Wie bei etwas wunderlich gewordenen Großeltern, die ihre Selbstgewissheit aus dem Geleisteten der Vergangenheit gewinnen und noch glauben, sie hätten alles im Griff. Die aber das mitleidige Lächeln der anderen nicht mehr wahrnehmen, die ihnen längst die Entscheidungen aus der Hand genommen haben. Nichts mehr da, außer Hybris.

Symptome des Verfalls.

Pygmäen in Generalsuniform

Heute gedachten die Sieger des 2. Weltkrieges das 70. Mal der Landung in der Normandie. Die Landung war eine gewaltige militärische Leistung, die zehntausende Soldaten beider Seiten das Leben kostete.

Für Deutschland bedeutete die Landeoperation die Verkürzung der Herrschaft des NS-Regimes, für Westeuropa die Freiheit, denn spätestens 1946 wären sowjetische Panzer in den Sand des Westatlantik gerollt.

Vor 10 Jahren war erstmals ein deutscher Staatsgast geladen, Kanzler Schröder. Er vermied damals einen Besuch auf einem der zahlreichen deutschen Soldatenfriedhöfe, vor zehn Jahren hat das noch für Kritik gesorgt. Besucht hat er -immerhin- einen Friedhof, auf dem auch deutsche Gefallene begraben sind.
Dabei waren die meisten deutschen Soldaten natürlich auch Opfer, die wenigsten dürften noch fanatische Nationalsozialisten gewesen sein. Auch viele SS-Männer, die zu diesem Zeitpunkt schon mehrheitlich zwangsrekrutierte Jugendliche waren, haben keinerlei „fanatischen“ Kampfgeist“ mehr gezeigt. Ganz im Gegenteil, viele deutsche Soldaten haben sich in amerikanische Gefangenschaft gerettet. Es ist ausgerechnet der französische Präsident, der das zum Ausdruck bringt: „Ich möchte den Mut der Deutschen würdigen, die auch Opfer des Nazismus waren und in einen Krieg hineingezogen wurden, der nicht der ihre war und der nicht der ihre hätte sein sollen.“

Wie „passend“, dass einer der obersten Soldaten der Bundeswehr, Generalleutnant Kasdorf gestern in einem Erlass den Gebrauch des Spruches Treue um Treue verboten hat. Diesen Spruch hatten Bundeswehrsoldaten am Panzerwrack dreier gefallener Kameraden in Afghanistan angebracht. Aber: Diese Spruch haben auch schon Fallschirmjäger der Wehrmacht gebraucht, wohlgemerkt nicht die SS.

Zwar ist die Bundeswehr von ehem. Wehrmachtsangehörigen aufgebaut worden, von wem denn auch sonst. Zwar begründet sich bei den zahlreichen Auslandseinsätzen der Respekt vor deutschen Soldaten noch immer auf die soldatischen Tugenden und Leistungen der Wehrmacht.
Nur muss laut Traditionserlass (jawohl, beim Bund kann auch Tradition befohlen werden!) in der Bundeswehr jegliche Spur zur Vorläuferarmee getilgt werden, oder sollte man besser sagen: gesäubert?

Es bleibt ein Rätsel, weshalb die Bundeswehr als Erkennungszeichen immer noch das stilisierte Eiserne Kreuz trägt. Schließlich hat auch die Wehrmacht unter diesem althergebrachten Tapferkeitszeichen gedient.

Was Kasdorf hier anrichtet, ist aber besonders niederträchtig. Er nimmt mit dem Verbot des Mottos Treue um Treue den tapferen Soldaten des Jahres 2012 ihr Gedenken und noch schlimmer: Er bringt ihr Opfer in Verbindung mit Ereignissen, die 70 Jahre zurückliegen. Und das ohne jede Not, ohne jeden politischen Druck.

Bei genauerer Betrachtung sollte auch die Benutzung des Eisernen Kreuzes durch die Bundeswehr schleunigst unterbunden werden, um eine nachträgliche Beschmutzung durch Geistes-Pygmäen mit Arabeske wie Herrn Kasdorf zu verhindern.

Eines schafft Generalleutnant Kasdorf ganz unfreiwillig aber doch. Er bestätigt ein Kontinuum von der Wehrmacht bis zur Bundeswehr unserer Tage: Die Feigheit ihrer Generäle.

Militärisch mehr Verantwortung. Ja womit denn?

Paukenschlag bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

Gauck, Steinmeier und v.d. Leyen stoßen ins selbe Horn. Deutschland muss wieder mehr Verantwortung in der Welt übernehmen! Gerade auch militärisch. Hört hört!

Ganz neue Töne nach den massiven diplomatischen Schäden, die der irrlichternde Ex-Außenminister Westerwelle angerichtet hat.

Pastor Gauck zeichnet gleich die ganz großen Linien und spannt den Bogen vom einstmals bösen Deutschland zum -jetzt- guten Deutschland. Da zeigt sich die ganze kindliche Naivität des Herrn Präsidenten. Gut muss es sein, sein Deutschland.
Das ist wohl der aktuellste Sonderweg dieses Landes: Unsere Politiker glauben wirklich, dass es darum geht, „gut“ zu sein.

Dagegen gilt:

Der Staat, der seinem Namen gerecht wird, hat keine Freunde – nur Interessen. (Charles de Gaulles)

Von der Leyen sagt allen Ernstes: „Wenn wir über die Mittel und Fähigkeiten verfügen, dann haben wir auch eine Verantwortung, uns zu engagieren“

Die NATO-Partner werden es lächelnd zur Kenntnis nehmen. Seit Jahrzehnten verspricht Deutschland, seine militärischen Fähigkeiten zu stärken. Passiert ist genau das Gegenteil. Die Ausstattung der Bundeswehr ist in Teilen völlig überaltert, viele Rüstungsprojekte stecken seit Jahrzehnten fest. Die strategische Transportkapazität bspw. beschränkt sich immer noch auf ein Flugzeug aus den 60ern.

Dass die Truppenstärke überhaupt noch gehalten werden kann, ist Vermächtnis der Wehrpflichtarmee und einer weiteren Schrumpfkur -als Transformation verbrämt- zu verdanken.
Die Bundeswehr muss nach Abschaffung der Wehrpflicht auf dem freien Arbeitsmarkt um eine zahlenmäßig immer kleiner werdende Klientel werben. Die wird aber von allen Seiten verhätschelt und gelockt. Da Deutschland neben Japan die am schnellsten alternde Bevölkerung der Welt hat, wird sich diese Lage alsbald weiter verschlechtern. Die Bundeswehr muss infolge dessen nehmen, was übrig bleibt.

Obendrein werden ideologische Gesellschaftsprojekte in der Bundeswehr –Stichwort Gender Mainstreaming– durchgepeitscht, koste es, was es wolle. Natürlich funktioniert diese Ideologie auch hier nicht. Nicht mal, wenn man es befehlen kann.

Der innere Zustand der Bundeswehr ist mittlerweile katastrophal.

Jetzt, wo die Bundeswehr kaputtreformiert ist, fällt den bundesdeutschen Akteuren plötzlich ein, dass man sich stärker militärisch für die Sicherheit in der Welt engagieren muss. Nach diesen großspurigen Forderungen deutsche Politiker an sich selbst werden in allernächster Zukunft die ersten Forderungen gestellt werden, von guten Freunden natürlich.

Frankreich hat schon einen Forderungskatalog überreicht. Wie es eben zu erwarten war.

Wie tief dieses Land gesunken ist, das einst einen Bismarck hervorgebracht hat!

Bewusst gedemütigt

Der Wehrbeauftragte des deutschen Bundestags vermeldet erhebliche Spannungen beim Einsatz deutscher Soldaten im angeblich befreundeten NATO-Land Türkei. Tätliche Angriffe, zurückgehaltene Feldpost, Kontaktsperre zu den türkischen Kameraden, extrem verdreckte Toiletten und ein generell unfreundliches Verhalten.

In den vergangenen Wochen haben die Soldaten vor Ort einen regelrechten Gefechtsfeldtourismus erlebt, mit dem Verteidigungsminister und der Bundeskanzlerin waren höchste Vertreter des Entsendestaates im türkischen Iskenderum.

Es wäre interessant zu wissen, ob diese hochrangigen Politiker von den militärischen Führern vor Ort über die Zustände informiert wurden. Wenn nein, wäre das Feigheit der Führung – wieder mal. Wenn ja, darf gefragt werden, weshalb der Verteidigungsminister nicht augenblicklich im Sinne „seiner“ Soldaten von seinem türkischen Amtskollegen Rechenschaft & Abhilfe gefordert hat.
Stattdessen darf der Wehrbeauftragte – eine Art lebender Soldaten-Kummerkasten und spezifisch deutsche Institution- das Thema an die Öffentlichkeit tragen, obwohl Außenpolitik gar nicht zu seinen Aufgaben zählt.

Die offene Demütigung der deutschen Soldaten enthüllt schlaglichtartig einen Blick auf die massiv verschobenen Gewichte zwischen der ehemaligen Großmacht Deutschland und der neuen Großmacht in Vorderasien.
Noch im I. Weltkrieg stand die Türkei militärisch an der Seite Deutschlands und Österreichs, das Verhältnis war von gegenseitigem Respekt geprägt. Im II. Weltkrieg hat sich die Türkei trotz massiven Drucks von Seiten der Alliierten fast bis zuletzt neutral verhalten.

Es offenbart sich aber mehr, als nur die Herabwürdigung von Verbündeten, die man ins Land gefordert hat, obwohl ein Angriff auf das eigene Hoheitsgebiet extrem unwahrscheinlich ist.

Man ist in der Türkei sehr genau über den Zustand der deutschen Gesellschaft und Armee im Bilde. Und was sie sehen ist Verfall und Schwäche auf allen Ebenen.
Während die Türkei ihre Bevölkerungszahl in den letzten 40 Jahren mehr als verdoppelt hat, importiert Deutschland seit mittlerweile 5 Jahrzehnten Menschen, darunter 3 Millionen Türken. Türken-Premier Erdogan kann sich im Zweifel der Loyalität dieser deutschstämmigen Türken bewusst sein, auch wenn deren Eltern schon in Köln oder Berlin geboren wurden.

Die Bundeswehr ist zudem keine Armee mehr, sondern bestenfalls noch eine Miliz mit Flugzeugen. Von der deutschen Politik sind es die Soldaten mittlerweile gewohnt, in arroganter Art und Weise herumgeschubst zu werden. Feige Führung, Soldaten ohne Selbstbewusstsein. Warum nur sollten da die Türken Respekt haben?

Was würden die Türken in umgekehrter Situation tun? Dazu ist ein Perspektivwechsel hilfreich. Erdogan könnte auf parteiübergreifenden Rückhalt zählen. Scharfe diplomatische Töne würden angeschlagen, der Rückzug eingeleitet.

Die Türken haben (erfolgreich!) gefordert, dass beim Besuch von de Maizière deutsche Flaggen abgehängt wurden. Was wäre im umgekehrten Falle geschehen? Man kann davon ausgehen, dass die Türken zur Verteidigung von Fahne und Vaterland umgehend zu den Waffen gegriffen hätten. Zu Recht, weil der Ehrbegriff in der Türkei eben intakt und vital ist.

Die Türkei ist zurück auf der Weltbühne, Deutschland verschwindet. Physisch, geistig und auch geistlich.
Man darf gespannt sein, wer sich traut, das Verhalten der Türken zaghaft zu kritisieren.

Vielleicht Herr Westerwelle, der doch vor einer Woche mehr Tempo beim Türkeibeitritt zur EU gefordert hat?

Sicher ist, dass niemand die einzig logische Konsequenz ziehen wird: Den sofortigen Abzug. Denn die Türken sind ja schließlich unsere Freunde, nicht wahr?

Eine schwache Truppe

Mehrere Meldungen zur Bundeswehr am Wochenende. Da ist zum einen der Bericht des Wehrbeauftragten. Tenor: Die Truppe ist überlastet. Immer weniger Soldaten, immer mehr Einsatzorte und dann sowas!
Dann will sich die Truppe bewaffnete Drohnen zulegen. Zeitgleich will EURO-Minister Schäuble auf Biegen und Brechen einen ausgeglichenen Haushalt. Den größten Beitrag mit 2 Milliarden Euro soll dabei der Verteidigungsetat liefern.

Von außen wachsen derweil die Erwartungen an die Bundeswehr. Die Zeiten der Scheckheftdiplomatie sind endgültig vorbei. Die Partnerländer wollen deutsche Stiefel an den Brennpunkten sehen und haben schlicht keine Lust mehr auf deutsche Befindlichkeiten bezüglich des Einsatzes von Soldaten.

Das passt nicht zusammen.

Es passt vieles nicht mehr zusammen. Die Bundeswehr ist mittlerweile ein Wrack, eine Miliz mit Flugzeugen vielleicht noch, aber sicher keine Armee mehr. Lächerlich für einen 80-Millionen Industriestaat.

Aber es gibt zwei Hauptursachen:

  1. Eine jahrzehntelange Negativ-Auslese bei der Rekrutierung der oberen Führungsebene.
    Ein Stabsoffizier durchläuft in etwa folgende Ausbildung: Grundausbildung, Ausbildung zum Offizier, 3-4 jähriges Studium an einer der beiden Bundeswehruniversitäten. Inhalt des Studiums ist nicht etwa Angriff, Verteidigung oder Logistik. Es können Studien vom Pädagogen bis zum Bauingenieur getätigt werden.
    Danach (nach 5-6 Jahren) hat der Offizier erstmals dauerhaft Kontakt zur Truppe. Da ist die Hälfte seiner Dienstzeit von 12 Jahren um.Spätestens im letzten Jahr seiner Dienstzeit muss der Soldat eine Entscheidung treffen. Entweder er schaut sich auf dem zivilen Arbeitsmarkt um. Dass tut er, wenn seine Fähigkeiten dafür ausreichen. Reichen die eher nicht -z.B. weil er sein Studium nicht bestanden hat- wird er sich um ein Verbleiben bei der Bundeswehr bemühen. Und dann steigt er in die höhere Laufbahn als Stabsoffizier auf. Sicher, einige bleiben auch, weil ihnen der Soldatenberuf gefällt. Insgesamt sind das aber viel zu wenige.Das Ergebnis sind dann Vorgesetzte wie dieser hier. Der hat mit gestandenen Feldwebeln Lehmbatzen geformt, um sie auf Tod und Verwundung vorzubereiten. Danach ist er in einen buddhistischen Tempel gegangen, um an seinem Chakra zu arbeiten. Es fröstelt einem bei dem Gedanken, dass so ein Weib ein Einsatzkontingent führt.

II. Das ambivalente Verhältnis der Politik zu seinen Streitkräften.

Von Anfang an stand die Bundeswehr unter (über)-kritischer Beobachtung. Ohne Zweifel ist die Bundeswehr ein Kind der Wehrmacht. Woher hätten 1956 Fachwissen kommen sollen, wenn nicht von ehemaligen Wehrmachtsoldaten? Dieses Erbe wird heute verteufelt, Kasernen werden auf Initiative des linken Parteienspektrums en Masse umbenannt, auch wenn sich die Namensgeber untadelig verhalten haben. Es genügt, dass er in den 12 dunklen Jahren Soldat war.
Nicht wenige Politiker behandeln die Streitkräfte äußerst heuchlerisch. Die armen SoldatInnen – müssen kämpfen und sterben… diese Mörder. Man spürt regelrecht den Schuldstolz, den mancher Politiker mit Pathos zur Schau stellt, wenn er verkündet, man habe angesichts der deutschen Vergangenheit doch große Probleme beim Einsatz von Soldaten. Da müssen dann schnell humanitäre Gründe her. Denn wer‘s für’s Vaterland tut, hat schneller den MAD am Hals, als er in Deckung gehen kann.

Seit 1991 hat die Bundeswehr ein halbes Dutzend Reformen über sich ergehen lassen müssen. Keine einzige wurde vollständig abgeschlossen, bevor die nächste übergestülpt wurde. Motiv war dabei oftmals Geld, der Verteidigungshaushalt ist seit je her Steinbruch für den Haushalt gewesen. Dort Geld abzuzweigen ist auch viel populärer, als Asylanten gestiegene Bargeldleistungen vorzuenthalten.

Die Bundeswehr ist obendrein ein Bolzplatz für gesellschaftliche Experimente, den Soldaten ist alles Soldatische aberzogen worden. Das wird auf Teufel komm‘ raus gegendert, da gibt es unrealistische Frauenquoten und selbstverständlich Gleichstellungsbeauftragte, die weitreichende Mitsprachrechte bei Personalentscheidungen haben. Übrigens der einzige Posten, der nur einem Geschlecht vorbehalten ist – es darf geraten werden, welchem.

Und die Generäle? Wahrnehmbar kritische Stimmen höchstens von Ehemaligen. Kein Aktiver hatte in den letzten Jahren den Mumm, seine Entlassung zu riskieren und Kritik zu üben. Gründe siehe oben. Was für jämmerliche Feiglinge!

Zu bewundern sind die wenigen Landser, die noch mit Herzblut dabei sind und zu verstehen jene, die innerlich längst gekündigt haben.

Frankreich zieht nach Afrika – da simmer dabei!

Man muss schon ins frühe 19.Jhrd. zurückblicken, um die letzte von Frankreich gewonnenen Schlacht zu entdecken. Es war die Schlacht bei Jena und Auerstedt im Jahr 1806 gegen Preußen. Seitdem hat Frankreich alles verloren oder wurde nur durch Alliierte vor dem Untergang bewahrt. Die Franzosen, soweit es sie noch gibt, sie sind kein Kriegervolk.

Die Gründe für den sozialistischen Präsidenten Hollande in den Krieg nach Zentralafrika zu ziehen, sind dennoch vielfältig.
Frankreich hat wirtschaftliche Interessen im Maghreb. Hollande muss von einer sich massiv zuspitzenden Wirtschaftskrise ablenken. Frankreich kann mit der Fremdenlegion auf eine institutionalisierte Söldnertruppe zurückgreifen. Die Franzosen wollen zurück in die NATO und –wie es sich für das eigene Verständnis als Grande Nation gehört- dort eine Führungsrolle übernehmen. Zudem will die République Française seine ehemaligen Kolonialmächte wieder näher an sich binden.

Humanitäre Gründe sind es nicht. Dann müsste Frankreich in den Jemen, in Somalia, in den Sudan, nach Syrien und bald auch nach Ägypten und Libyen einmarschieren. Auch die Begründung, den Islamismus in Mali zu bekämpfen, ist eine glatte Lüge. In diesem Punkt hätte Frankreich im eigenen Land wahrlich genug zu tun.

Nun gut, aber was interessiert uns das? Leider vielmehr, als wir ahnen können.

Zum einen kann sich Frankreich diesen Krieg nicht mal im Ansatz leisten, dies bedarf mit Blick auf die französischen Wirtschaftsfundamentaldaten keiner weiteren Begründung. Was so ein Krieg kostet, kann in Afghanistan besichtigt werden. 2 Milliarden Dollar. Pro Tag. Allein für die US-Truppen.
Die deutschen Steuerzahler werden mit einem 2 bis 3-stelligen Milliardenbetrag für Frankreichs Krieg bluten. In Euro.

Zum anderen wird Frankreich bald Soldaten fordern und zwar nicht nur Sanitäter. Die Franzosen werden ohne jeden Zweifel jedes Gefecht mit den Islamisten für sich entscheiden. Genauso zweifellos wird Frankreich diesen Krieg verlieren. Bis zum Verlust des Krieges werden Stützpunkte im ganzen Land errichtet werden, siehe Afghanistan. Und die müssen besetzt werden. Frankreich wird Deutschland an seine Treueschwüre auf das VEREINTE EUROPA erinnern und auf die seit Jahrzehnten bestehende Deutsch-Französische Brigade schielen, die ihren Stab im badischen Müllheim hat.

Wird eine kaputtreformierte und feminisierte Bundeswehr das noch leisten können? Nein, aber es werden alle Kräfte mobilisiert und ausgezehrt werden. Die schon jetzt versprochenen Transall-Transportmaschinen sind annähernd 50 Jahre alt. Soldaten zur Ausbildung der malischen Armee sind schon lange zugesagt und werden jetzt beschleunigt ins Einsatzland verlegt.

Wenn die Franzosen gegen 2025 aus dem dann total zerstörten Mali wieder abziehen, wird auch gleich ein Schuldiger gefunden werden. Die Deutschen – wegen mangelnder Solidarität.