Die Maske ist ab!

Vom Suff immer deutlicher gezeichnet, sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Abend nach dem Brexit in der ARD: Wir müssen den anderen europäischen Ländern klar machen, dass es keine wirklichen Alternativen zur Europäischen Union gibt.
Eine Woche (!) später will Juncker das umstrittene CETA-Abkommen mit Kanada an den nationalen Parlamenten vorbeischleusen und die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei voranbringen. Beides wird von den Völkern Europas mehrheitlich abgelehnt.

Ein Volk Europas hat Nein gesagt, als es zur EU befragt wurde. Genauso wie alle Völker, die je Gelegenheit hatten, ja oder nein zu sagen. Das deutsche Volk hatte nicht die Gelegenheit und wird sie jetzt auch nicht mehr bekommen. Denn so etwas wie mit Großbritannien darf nicht mehr passieren.

The President of the European Parliament Schulz, dieser Polit-Zombie, dessen Lächerlichkeit gepaart ist mit einer hasserfüllten Bösartigkeit (ähnlich wie bei seinem Parteigenossen Heiko Maas), der wird jetzt so richtig Gas geben. In bestem Neusprech-Lall hat er vor zwei Wochen einen Aufstand der Anständigen gefordert. Das zielt auf EU-Kritiker, die jetzt unter dem neuen Kampfbegriff Rechtspopulisten subsumiert werden und mit Rassisten und Antisemiten gleichzusetzen sind. Mindestens.

Den Aufstand der Anständigen gab’s dann eine Woche später in Form des Brexit.

Es ist bezeichnend, dass die Remain-Apologeten am Ende nur noch Schreckgespenster des wirtschaftlichen Niedergangs an die Wand projizieren konnten. Eine positive Bilanz hat diese Europäische Union nämlich nirgendwo vorzuweisen. Die wichtigsten „Errungenschaften“, offene Grenzen und der Euro, haben zum massiven Anstieg der Kriminalität in den Nordländern und zu verheerender Arbeitslosigkeit in den Südländern geführt.
Nichts. Nichts haben die Brüsseler Technokraten je zustande gebracht, außer Bevormundung. Die EU ist ein dysfunktionales, unbewegliches System mit deutlich parasitären Zügen.

Die myriaden kleiner Schulz‘ und Junckers, die wissen, dass sie gescheitert sind. Umso mehr werden sie jetzt zeigen, aus welchem Diktatoren-Holz sie geschnitzt sind. Sie werden versuchen, an Großbritannien ein Exempel zu statuieren.
Das muss den Briten keine Sorgen machen, denn auch daran wird die EU zuverlässig scheitern. Die Insulaner werden die Attacken als wieder-souveräner Staat locker ausmanövrieren können. Ironischerweise führen sie einen Staatenbund, der im Gegensatz zur EU seit Jahrzehnten auf freiwilliger Basis funktioniert. Den Common-Wealth of Nations.

Der Rückbau der EU zu einer fruchtbringenden Zusammenarbeit der Vaterländer ist dagegen mit diesem Personal nicht mehr zu machen. Es scheint, als müsse die Europäische Union dasselbe Ende finden, wie einst die DDR.
Die Kommissare aus dem Brüsseler Politbüro müssen ins Exil geschickt werden. Die Papiere, mit denen die europäischen Völker verkauft wurden, die müssen genauso aus den Fenstern der Machtzentralen fliegen, wie einst aus den Stasizentralen.

 

Vom Pfeifen im Walde

Der VW-Skandal! Endlich ein Thema, dass das nötige Gewicht mitgebracht hat, die Meldungen zur Asylkatastrophe wenigsten kurzzeitig zu verdrängen. Der Tag der deutschen Einheit war da schon weniger geeignet, der wurde kurzerhand dazu verwendet, auf die neue Herausforderung einzustimmen, die größer sei als die Wiedervereinigung.

Die Katastrophe nimmt derweil dramatisch an Fahrt auf. Der Meldung von 270.000 in nur einem Monat folgt die erneute Korrektur der Asylzahlen auf jetzt 1,5 Millionen. Mit einem erwarteten Familiennachzug von vier bis acht Millionen Menschen. Anders als in den vergangenen Jahren wird der Zustrom auch im Winter nicht abflauen. Die Balkan-Route ist im Gegensatz zur Mittelmeer-Route auch im Winter gangbar.

Das Jahr ist also noch nicht vorüber, dass „Wir-schaffen-das“ der Kanzlerin noch keine drei Wochen verklungen, da wird klar: Das schaffen wir nicht.
Keine Gesellschaft könnte das. Ein Zustrom von kulturfremden Massen dieser Größe richtet jede Gesellschaft zu Grunde, die deutsche gleich zweimal.
Es fehlt im Sinne des Wortes der Raum. Deutschland ist nun mal eines der am dichtest besiedelten Länder der Welt. Und es fehlt einer alternden Gesellschaft die Elastizität und Durchsetzungskraft, sich gegen zumeist männliche, nicht nur potentiell aggressive Einwanderer behaupten zu können.

Das eine reibungsfreie Integration in den Arbeitsmarkt gelingen könnte, ist bereits wiederlegt. Die Gekommenen sind voller Erwartungen und zweifellos guten Willens, treffen aber auf hochspezialisierte Arbeitgeber, die die Neuen nur in homöopathischen Dosen aufnehmen können. Die Masse wird in den sozialen Netzen landen, solange die noch halten. Das demütigt und frustriert und Menschen aus diesem Kulturkreis sind nicht gerade bekannt dafür, die Ruhe zu bewahren, wenn’s mal nicht so läuft.

Noch ist das Potential ist wie in einer Handgranate konzentriert. Die meisten der aus Flüchtlingslagern geflohenen Flüchtlinge sind noch in Turnhallen oder Messehallen untergebracht. Bald werden sie den sozial Schwachen der autochthonen Bevölkerung (also jene ohne breitgefächerte Lobby) den Wohnraum und die niedrig qualifizierten Jobs streitig machen. Sie werden Stadtviertel kippen lassen, die Verhältnisse in Kindergärten und Schulen beeinflussen und bestimmen. Die Bildung Parallelgesellschaften ist unvermeidlich. Das ganze Programm, das in Berlin-Kreuzberg, Duisburg-Marxlohe oder Hamburg Wilhelmsburg schon abgelaufen ist. Nur viel geballter, unkontrollierbarer. Ohne Inkubationszeit von Jahrzehnten.
Angela Merkel hat den Splint der Handgranate gezogen und sie dem Volk/der Bevölkerung/dem Pack/der Mischpoke zugeworfen. Jetzt läuft die Zeit, es wird die Gesellschaft zerreißen.

Die „Menschen in diesem Land“ spüren das intuitiv. Unruhe hat die Bevölkerung ergriffen. Die Angst, die umgeht, ist mit Händen zu greifen. In Gesprächen, in Diskussionen, jenseits der Mainstreammedien, mittlerweile aber auch dort.

Selbst die ZEIT -ansonsten begeistert vom Flüchtlingstsunami- ahnt jetzt, wo die Reise hingeht und hat das in einem bemerkenswerten Dokument kundgetan:

Wir werden Verteilungskämpfe erleben, um billigen Wohnraum zum Beispiel, um schlecht bezahlte Jobs oder kostenlose Gesundheitsvorsorge. Wir werden auf Gewohnheiten und Besitzstände verzichten müssen, es wird Ärger geben, Ausschreitungen, Anschläge womöglich, neue Ghettos, Reibereien zwischen Ethnien und Religionen.

Doch – DIE ZEIT bleibt optimistisch, denn: Integration vollzieht sich im Konflikt! Ach…! Ja wo bleibt denn da die Buntheit, das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Kulturen?
Die Schreiberlinge aus Hamburg spekulieren denn auch lieber nicht darüber, wer diesen Konflikt für sich entscheiden wird.

Täglich Schlägereien in Asylunterkünften, Warnungen vor kriminellen Strukturen. Ein Bericht aus Österreich, der  – wohl nicht zufällig – an die Öffentlichkeit gelangt ist, warnt vor einer manifesten Gefahr für die Innere Sicherheit.

Andere Berichte wissen von erniedrigenden Übergriffen auf Frauen, die seltsamerweise keinen #Aufschrei durch die Feministinnen der Republik verursachen. Weil die Täter nicht ins lieb gewonnene Klischee passen? Weil das Ansprechen solcher Missstände mittlerweile ein profundes Sicherheitsrisiko für die Mahner*innen darstellen könnte?

Um diese Stimmung etwas aufzufangen, ist es deshalb in den letzten Wochen en vogue geworden, Asylsuchende demonstrativ zur Integration aufzufordern. Journalisten aller Couleur üben sich darin.
Da darf eine weitgehend unbekannte CDU-Politikerin das Benehmen „muslimischer“ Männer an den Pranger stellen. Noch vor einem Jahr wäre sie dafür mit den Stempeln Islamophob und Rassistisch gebrandmarkt und vom Hof gejagt worden.

Lothar de Maiziere – der sich in letzter Zeit erstaunlich von Merkel emanzipiert hat – stellt gar Undank bei manchem Flüchtling fest.

Selbst Mutter Theresa höchstselbst stellt Forderung an Flüchtlinge.

Das sind freilich wohlfeile Forderungen, denn keiner sagt, was die Konsequenzen für diejenigen sind, die zur Integration nicht willens oder in der Lage sind. Die Wahrheit ist: Solche Konsequenzen gibt es gar nicht, sie sind gesetzlich nicht vorgesehen und gegen eine bestens vernetzte Zuwanderungslobby auch nicht durchsetzbar. Schon gar nicht gegen deren höchste Vollstrecker Merkel und Gauck.

Im Gegenteil, wer keine Arbeit findet, weil er dazu nicht qualifiziert ist oder z.B. aus Glaubensgründen mit Frauen nicht zusammenarbeiten will, darf bis zum Lebensende auf Sozialhilfe hoffen. Wer kein Deutsch lernt, Parallelgesellschaften bildet und aggressiv Privilegien einfordert, der findet Gehör. Auf das Asylverfahren haben selbst schwere Straftaten keinerlei Konsequenz. Im Gegenteil, mancher wird kriminell, weil das seine Chance aufs hierbleiben erhöht. Schlimmsten Islamisten gewährt das Land Unterschlupf, bis der dann Vertretern dieses Staates ein Messer in den Hals rammt.

Das Experiment Massenzuwanderung war schon gescheitert, bevor die Deutschen den Verstand verloren haben. Millionen Flüchtlinge aus dem Nahen Osten werden sich nicht in treudoofe Michel wandeln.

Die Integriert euch! -Parolen sind nichts weiter wie das Pfeifen im Walde, um die Angst zu verdrängen.

 

Der Flüchtlingstsunami als Chance für den Rest Europas

Dass sich die Europäische Union  in praktisch allen Fragen uneins ist, ist ja nichts Neues. Das verwundert auch nicht, denn die Union verfolgt Ziele, für die sie weder geschaffen, noch gedacht war. Deshalb ist die EU ein Zombie, Protagonisten wie Martin Schulz sind passende Symbole des ganzen Elends dieses Bürokratiemonstrums.

Nach den traumatischen Erlebnissen zweier Weltkriege sollte ein weiterer durch mannigfaltige wirtschaftliche und kulturelle Verschränkungen verhindert werden. Das war die richtige Antwort auf den schwindenden Einfluss Europas in der Welt. Es war eine Schutzgemeinschaft mit sachter Zusammenarbeit in militärischen und wirtschaftlichen Fragen. Zum Wohle seiner Bürger.

Mit der ¨drohenden¨ deutschen Wiedervereinigung ist das vereinte Europa zu einem Vehikel der Einhegung Deutschlands umfunktioniert worden. Sichtbares Zeichen ist die -ebenfalls gescheiterte- gemeinsame Währung, für die Deutschland mit der D-Mark den Garant seines Wohlstands aufgegeben hat – aufgeben musste.
Sicher hat man bei den 2+4 Verhandlungen 1990 mit erheblichen Widerständen der Deutschen gerechnet. Sie hätten es besser wissen können, denn Deutschland macht alles ganz oder gar nicht.

So hat sich Deutschland willig gebeugt (die Chance der Wiedervereinigung hat das auch gerechtfertigt) und  die anderen europäischen Länder konnten sich dauerhaft an den Zitzen des wirtschaftlich starken Landes säugen.
Und so funktioniert die EU bis heute. Die vielbeschworene europäische Solidarität hat immer dann gegriffen, wenn Deutschland für die Kosten aufgekommen ist. Sonst nicht. Und wenn’s mal nicht so gelaufen ist, hat man Deutschland dezent an seine ‚geschichtliche Verantwortung‘ erinnert, zuletzt im Juni bei der Griechenland-„Rettung“.
Wer aber hätte ahnen können, dass Deutschland 25 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht die von den Siegermächten befürchtete Rückkehr zur Großmacht betreibt, sondern freudig Millionen Flüchtlinge ins Land lockt? Und von den anderen EU-Staaten in europäischer Solidarität dasselbe verlangt?

Nur, aus welchem Grund sollten sich die anderen EU-Länder bei dieser katastrophalen Einwanderungspolitik solidarisch zeigen?

Andere haben den Weg schon hinter sich und würden ihn sicher nicht nochmal gehen. Es ist ein Experiment ohne Wiederkehr, für das es aber genügend erschreckende Vorbilder gibt. Banlieues in Paris, No-go Areas in Stockholm, massenhafter Missbrauch in Rotherham, islamistische Lynchmorde in Paris oder London usw., usw.

Die Deutschen wären nicht die Deutschen, wenn sie nicht noch eins draufsetzten. Eine so blitzartige Masseneinwanderung von Menschen aus dem problembeladenen mittleren Osten ist geschichtlich ohne Beispiel.  Die negativen Folgen glaubt Deutschland vermeiden zu können – mit dem Zauberwort Integration. Was bei manchen Einwanderergruppen aus derselben Gegend schon nur leidlich oder gar nicht funktioniert hat, wird mit einer noch viel größeren Gruppe gelingen! Wie naiv muss man eigentlich sein, um das zu glauben?

Mit der Flüchtlingskatastrophe und der Reaktion der bundesdeutschen Funktionseliten kumuliert erneut ein deutscher Sonderweg zu einer Gefahr für Europa. Die 1000-jährige Geschichte dieses Landes hat einen geschichtlichen Sattelpunkt erreicht, dessen Funktion -nach Lage der Dinge- danach steil nach unten führen wird.
Sicher ist: Deutschland schafft im eigenen Land genau die Verhältnisse, vor denen die Asylsuchenden aktuell fliehen. Deutschland ist im Verbund mit der EU zu einer Gefahr für die kulturelle Identität eines ganzen Kontinents geworden.

Für die  anderen, insbesondere osteuropäischen Länder liegt in der durch Deutschland maßgeblich verursachten Flüchtlingskatastrophe aber eine große Chance. Sie sollten sich jetzt von der Europäischen Union – tatsächlich war sie nie eine- befreien und Deutschland seinem selbst gewählten Schicksal überlassen.

Es muss auch dem letzten europäischen ¨Partner¨ spätestens jetzt klar sein: Dieses Land ist eine Gefahr, selbst wenn man es fesselt.

Pakt mit dem Teufel

Shocking News auf allen Kanälen- die Türkei bombardiert Stellungen des IS! Die Wende im Kampf gegen die Steinzeitislamisten?

Offizieller Anlass für die Angriffe war das Selbstmordattentat auf eine Kurdenorganisation, die sich für den Wiederaufbau des zerstörten Kobane einsetzen wollte. So ein Zufall, steht die Türkei doch seit Jahrzehnten im Konflikt mit marxistischen Kurden. Der IS hat damit das Anschlagsziel so gewählt, dass sie eigentlich im Sinne der Türkei handelt.

Die Türkei revanchiert sich für diesen „Freundschaftsdienst“ auf ihre Weise.

Und so gab es bisher genau zwei Angriffe auf den IS, die wohl eher unter der Kategorie Symbolik zu verbuchen sind. Es würde nicht verwundern, wenn türkische Stellen den IS vorher über die Angriffsziele informiert hätten.

Dabei legt die Türkei Wert darauf, den syrischen Luftraum nicht verletzt zu haben. Die türkischen Bomber haben die Bomben quasi über die Grenze geworfen, was aus türkischer Sicht interessanterweise keine Luftraumverletzung darstellt. Mit dieser Sicht der Dinge könnte die Türkei auch die offen agierenden IS-Kämpfer mit Artilleriegeschossen bis zu 40km in syrischem Gebiet bekämpfen, denn wichtig ist ja nur, dass das Geschütz nicht auf syrischen Boden steht.
Das tut sie aber nicht, stattdessen hat sie bei der Schlacht um Kobane Panzer aufgefahren und die Grenzen dicht gemacht – für die Verteidiger Kobanes. Woanders sind die Grenzen sperrangelweit offen für einen regen Austausch von IS-Kämpfern und Material. Ohne die kaum kaschierte Hilfe der Türkei wäre der IS nicht zur brutalsten Bedrohung der Neuzeit gediehen. Bruno Schirra hat das in seinem Buch über den IS aufgeschlüsselt.

Weniger zimperlich ist man da mit Angriffen auf die Kurden, die seit Monaten schwer mit dem IS ringen. Der irakische Luftraum wurde ohne Skrupel verletzt. Die eigentliche Stoßrichtung der Attacken geht gegen die letzte verbliebene militärische Kraft, die den islamistischen Gotteskämpfern etwas entgegenzusetzen hat. Diese Macht schwächt die Türkei und dies steht diametral zu den Zielen des westlichen Bündnisses. Reaktion: Keine.

Der Gipfel der Dreistigkeit ist aber die Aktivierung des Artikel 4 des NATO-Vertrages, der militärische Beratungen der Bündnispartner auslöst. In der Geschichte des Bündnisses ist der Artikel erst dreimal angewendet worden. Ein jedes Mal durch die Türkei.

Dabei hat die Türkei bereits Schutz erfahren. Seit zwei Jahren stehen sich 250 deutsche Soldaten die Füße platt, um Raketenangriffe aus Syrien abzuwehren, obwohl das Bürgerkriegsland solche Waffen gar nicht mehr hat. Zum Dank werden sie durch die Gastgeber geschurigelt und im Zweifel auch mal verprügelt.

Es ist ausgerechnet Cem Özdemir (Grüne), der klare Worte zum Handeln der Türkei findet. „Wir können nicht wegschauen, wenn ein Land, das bis gestern noch in die EU wollte, sich unter Erdogan in ein Mini-Pakistan mit einem autoritären Herrscher direkt an der europäischen Grenze verwandelt“

Würde die europäische Union wenigstens einmal irgendeine Konsequenz erkennen lassen, dann wären die Beitrittsverhandlungen bereits beendet und die Türkei mit wirtschaftlichen Sanktionen belegt worden, wie bisher der Iran.

Und die Bundesrepublik würde vielleicht endlich den lächerlichen Einsatz in der Türkei beenden, der überhaupt nie hätte begonnen werden dürfen.

Insolvenz erneut verschleppt

83.000.000.000 oder 7.685 € pro Grieche wird in Kürze nach Griechenland überwiesen, für den Löwenanteil steht der deutsche Steuerzahler gerade. Im Gegenzug willigt Griechenland mal wieder in Reformvorschläge ein.

Für Jürgen Habermas, Soziologe und Veteran der 68er Generation, hat Deutschland mit den Forderungen gleich seinen Ruf verspielt. Im Historikerstreit mit Ernst Nolte hat Habermas die wissenschaftliche Diskussion auf die persönliche Ebene getragen und durch Diffamierungen seines Gegenspielers die geschichtspolitische Sicht auf die jüngere deutsche Vergangenheit ideologisiert und maßgeblich mitgeprägt. Dass gerade einer wie Habermas von einem Ruf Deutschlands spricht, erstaunt zunächst. Aber nur auf den ersten Blick, denn Habermas vermisst „post-nationale Sensibilität“. Zum Hegemon hätte sich Deutschland gar ausgerufen, schäumt er. Das ständige (aber gescheiterte) Credo vom Mehr Europa als Antwort auf die Krise beantwortet er mit:
Wenn mehr nicht geholfen hat, dann hilft sicher noch mehr.

Aus seiner Sicht hätte das Land wohl nur Stärke -und er meint damit demonstrative Schwäche- bewiesen, wenn es Griechenland unterwürfig einen Blanko-Scheck ausgestellt hätte.

De facto ist genau das passiert, denn es steht völlig außer Zweifel, dass Griechenland die Forderungen weder erfüllen will, noch erfüllen kann. Ein Beispiel zeigt das: Aus Privatisierungsgewinnen werden allein 50 Milliarden erwartet. Dabei haben die vergangenen Privatisierungsrunden einen kaum nennenswerten Bruchteil der erwarteten Summen erbracht. Nach fünf Jahren Rettungspolitik steht das Land schlechter da als je zuvor. Auf Deutschland schauen die Griechen mittlerweile mit blankem Hass.

In ihrer heutigen Rede vor dem Bundestag sagte Kanzlerin Merkel: Überwiegen die Vorteile eines 3. Hilfspaketes die Nachteile? Meine Antwort lautet aus voller Überzeugung: Ja! Wir würden unverantwortlich handeln, wenn wir diesen Weg nicht wenigsten versuchen würden. […] Es steht sehr viel mehr auf dem Spiel.
Die Kanzlerin beweist hier eine Verbissenheit, die an Starrsinn grenzt. Je hoffnungsloser die Lage, desto mehr werden die Augen vor der Realität verschlossen und auf ein Wunder gehofft. Damit dient sie nicht dem griechischen Volk und ihrem eigenen schon gar nicht.

Ökonom Hans-Werner Sinn, seit langem scharfer Kritiker der Euro-Rettungspolitik, spricht im Illner-Talk Klartext. Es verwundert wirklich, dass ein Ökonom seines Rangs angesichts der Vergewaltigung einfachster wirtschaftlicher Grundsätze noch so ruhig bleiben kann.

Gleichzeitig sprechen sich die Deutschen mit deutlicher Mehrheit für einen GREXIT aus.

Die langfristigen Folgen wiegen viel schwerer als dieser kurzfristige „Erfolg“ des erneuten Geldvernichtens.
Der letzte Rest Glaubwürdigkeit ist verspielt und dies strahlt über die EU hinaus. Freund und Feind wissen nun: Im Staatenbund EU, der so gerne als politischer Global Player wahrgenommen würde, gelten weder Gesetze, noch Regeln, noch der gesunde Menschenverstand.

Schlimmer noch, dieses Europa ist komplett unberechenbar. Denn wenn es zum Schwur kommt, stellt beinahe jeder Staat seine nationalen Interessen vor ein demokratisch kaum legitimiertes Bürokratiemonstrum aus Brüssel. Das war im Libyenkrieg so und ist in der Ukraine-Krise nur oberflächlich anders. Am augenfälligsten ist dieser Zustand aber in der Flüchtlingspolitik.

Es bleibt dabei. Griechenland wird aus dem Euro ausscheiden, mit noch höheren Verlusten für beide Seiten. Hinzu tritt die Beschleunigung des schleichenden Erosionsprozesses der gesamten Europäischen Union, der längst schon begonnen hat.

Drei Traditionslinien

Griechenland wird aus der Euro-Zone ausscheiden. Endlich, zum Wohle aller Beteiligten. Es gibt gar keinen Zweifel, dass dieses Trauerspiel nur durch die immer wiederkehrenden deutschen Milliarden-Zusagen ein halbes Jahrzehnt lange andauern konnte.
Ein Jeder mit einem Rest an gesundem Menschenverstand wusste, dass Griechenland seine Art zu wirtschaften nie ändern würde (und das ist sein gutes Recht!). Aber Deutschland gab dennoch weitere Milliarden.
Von seinem Hegemon USA wird es hemmungslos ausspioniert und lässt sich dennoch bedingungslos in die Ukraine-Front gegen Russland einspannen, anstatt seine natürliche Vermittlerrolle wahrzunehmen.

Das kennzeichnet den Ist-Zustand des Landes: Wirtschaftlich eine Großmacht, verweigert sich das Land seiner Verantwortung als geographische und politische Mittelmacht.

Zu anderen Zeiten dagegen hat es aus seiner Ohnmacht einen wahnhaften Nationalismus entwickelt und das bis zum bitteren Ende durchgezogen.

Dieses Oszillieren zwischen den Extremen macht unsere Nachbarn zu Recht misstrauisch. Am besten hat es Literaturnobelpreisträger Winston Churchill auf den Punkt gebracht: „Man hat die Deutschen entweder an der Kehle oder zu Füßen.“ Deutsche Traditionslinie.

Nach Innen ist dieser Geisteszustand gepaart mit einer Obrigkeitshörigkeit, die Hermann Mann in seinem Untertan gezeichnet hat, wenn auch sehr grell. Nur durch diese Mentalität war es möglich, dass dieses Land im 20. Jahrhundert gleich von zwei Diktaturen heimgesucht werden konnte.

Aber nicht mehr heutzutage, die Zeiten liegen doch hinter uns!
Doch, auch heute hat das Land wieder seine Untertanen. Heute unterwerfen sich die Funktionsträger des Landes den ungeschriebenen Richtlinien der Politischen Korrektheit und beugen damit Grundrechte, die jahrzehntelang Garanten für Frieden und Freiheit waren.

Es ist allen klar, dass sich das Leid der Welt nicht mal in Nuancen lindern lässt, selbst wenn das Land Millionen Wirtschaftsflüchtlinge aufnimmt, im Gegenteil. Aber führende Politiker fordern die großherzige Öffnung aller Türen. Islamisten verüben praktisch täglich grausame Attentate, so erst gestern wieder in Frankreich. Der Islam gehört zu Deutschland tönt es aus dem Mund von Präsident und Kanzlerin, anstatt zu betonen, dass die Bundesrepublik ein säkularer Staat ist. In manchen Großstädten verüben arabische Groß-Clans Straftaten in Serie, die Politik hüllt den Mantel des Schweigens darüber. Die Einbruchszahlen gehen durch die Decke, aber die totale Freizügigkeit ist unantastbar. Gender Mainstreaming ist die einzige „Wissenschaft“ ohne empirische Grundlage, aber Deutschland leistet sich dafür 250 Lehrstühle.

Wie Sägespäne, die sich langsam an einem stärker werdenden Magnetfeld ausrichten, handeln subalterne Entscheidungsträger in vorauseilendem Gehorsam. Die Niederträchtigen unter ihnen erliegen dem Kitzel der moralischen Selbsterhöhung. Die Feigen haben Furcht vor den Niederträchtigen. Beide spielen sich zum Richter auf. Nur so war es möglich, dass Soldaten, die in den letzten Tagen des II. Weltkrieges einen absolut aussichtslosen Kampf aufgaben, von anderen aufgeknüpft wurden. Nur so konnte das Spitzelsystem der DDR 40 Jahre lang tadellos funktionieren. Deutsche Traditionslinie.

Aber es ist auch immer wieder ein Ethos zu finden, der sich widersetzt und der sich nicht so einfach brechen lässt, weil er aus alten Zeiten herrührt. Beispiele sind Luther im Römischen Prozess um 1518 („ich stehe hier, ich kann nicht anders“), die Konvention von Tauroggen durch Generalleutnant von Yorck 1813, die Paulskirchenverfassung 1849, die Männer des 20. Juli 1944, der Arbeiteraufstand in Ostberlin 1953 und schließlich die Montagsdemonstrationen 1989 in der DDR.

Auch das hat Tradition. Und die gibt Hoffnung.

Alternativlos pleite

Der Milliarden-Poker um weitere Hilfsgelder für Griechenland geht wohl in die letzte Runde. Schon 2001 nur durch Lug und Betrug zur Eurowährung gelangt, haben die Griechen ihre Art zu Wirtschaften nie geändert und sind damit glatte 14 Jahre durchgekommen.

PokerAlle am Tisch haben enorme Einsätze getätigt, jetzt traut sich keiner das Spiel zu beenden. Die EZB nicht und hat daher diese Woche  „Notkredite“ in Höhe von 2 Milliarden Euro freigegeben.
Die Geldgeber -insbesondere Deutschland- nicht, weil enorm viel Geld an Griechenland geflossen ist, dass dann endgültig verloren wäre.
Die griechische Regierung wiederum will die Schuld am „Grexit“ den anderen in die Schuhe schieben. Dabei sind die Griechen gut vorbereitet. Größere Privatvermögen sind längst außer Landes, kleinere Vermögen in bar gebunkert.

Die Griechen wissen zudem, dass die anderen Europäer sich nicht einfach abwenden können. Schließlich ist und bleibt Griechenland Mitglied der Europäischen Union und auch der NATO. Mit der Ukraine-Krise ist den Griechen neues Druckpotential zugefallen und tatsächlich hat die griechische Regierung hat in jüngster Vergangenheit Fühler Richtung Russland ausgestreckt. Putin war das mehrere Milliarden wert. Verbindungen bestehen obendrein durch die Orthodoxe Kirche beider Länder.

Mit dem Ausscheiden der Griechen hat die Kanzlerin ein Problem: Wie steht es um die Alternativlosigkeit, dem Begriff, der ihre KanzlerInnenschaft entscheidend mitprägt? Wie soll sie die Viertelbillion dem Volk verkaufen, die unwiederbringlich verloren ist?
Das wäre ungünstig für die Geschichtsbücher und darum ist nicht auszuschließen, dass Merkels Adlatus Schäuble vor dem dreisten Verhalten der Griechen nochmal einknickt. Denn auch er ist seit dem Beginn der Krise 2009(!) immer wieder mit Durchhalteparolen aufgefallen, die sich kurze Zeit später als leere Versprechungen herausgestellt haben.

Für Merkel steht zudem noch die Idee von Europa auf dem Spiel, wie sie vorgestern nochmal vor dem Bundestag kundtat: Der Euro sei weit mehr als eine Währung.

Genau hier liegt der Kardinalfehler. Die Europäer wollen ökonomisch eng zusammenwirken, sie fühlen sich kulturell miteinander verbunden, durch die gemeinsame Geschichte, durch ihre Art zu leben.
Die Vereinigten Staaten von Europa wollen sie nicht. Die heutige Wahl in Dänemark beweist das erneut.

Chapeau Herr Tsipras!

TsiprasGriechenland braucht schon wieder Geld. Nur eineinhalb Wochen, nachdem unsere so genannten Volksvertreter mit großer Mehrheit aller politischen Lager der Verlängerung der bisherigen Hilfsprogramme zugestimmt haben. Denn die versprochenen Milliarden zur Begleichung von Schulden sind leider noch nicht da und so droht jetzt ein „Engpass“.

Noch bevor die neue Milliardenspritze in den europäischen Abnickvereinen -genannt Parlamente- verabschiedet wurden, gab sein Finanzminister Varoufakis locker flockig zu, dass er die so genannten Partner verarschen will. Wenige Stunden später heben 90% der Menschen, die eigentlich Volkes Wille vertreten sollen, die Hand für das Verschenken von Volksvermögen in erheblichem Umfang. Mit der größten Mehrheit, die eines der unzähligen Hilfsprogramme für Griechenland je erhalten hat.

Was Tsipras und sein sinisterer Finanzminister für eine Show abziehen, nötigt einem wirklich Bewunderung ab.

Da kommt der Pleitier eines 7-Millionen-Volkes daher, das mit hunderten Milliarden bei seinen sogenannten Partnern in der Kreide steht, und fordert zu seinen unbezahlbaren Schulden nochmal 17-Milliarden.
Und er bekommt sie.
Das ist derart grotesk, dass es mit Sicherheit Einzug in die Wirtschaftsgeschichte finden wird, wo noch in Generationen über die Geldgeber gelacht werden wird. Der Euro wird dann längst Geschichte sein, und die Völker Europas werden die Ernte der sonstigen Dummheiten der allerdings selbst gewählten Politiker in Form von Verarmung, Unruhen und Bürgerkrieg einfahren.

Die sonstigen Dummheiten sind unkontrollierte Einwanderung, Aufgabe der Trennung von Staat und Religion zugunsten eines feindseligen Islam, Lähmung der Wirtschaft durch sozialistische Politik, Unterdrückung der Demonstrationsfreiheit im Namen der Meinungsfreiheit, vielfältige Anreize zur Geburtenvermeidung, Vernachlässigung jeglicher militärischer Verteidigungsfähigkeit, die Verdammung der eigenen Identität, die Umdefinierung der eigenen Geschichte in eine Negativ-Religion, die Vergottung aller fremder Kulturen – mögen sie auch noch unvereinbar mit der eigenen sein.

Das alles hat mittlerweile das Stadium verlassen, wo man darüber noch Wut empfinden kann. Darüber kann man nur noch herzhaft lachen.

Europäischer Realitätsverlust

Kanzlerin Merkel sieht den russischen Präsidenten Putin im Krim-Konflikt in einer anderen Welt. Das ist er wohl. Fraglich ist, wer von den beiden in der Realität lebt. Basierend auf den Ereignissen der letzten Woche ist das ganz eindeutig Putin. Er hat mit einem entschlossenen Einsatz seiner Armee Fakten geschaffen. Die Professionalität der russischen Armee beeindruckt auf allen Ebenen. Das hat gar nichts mehr mit der alten sowjetischen Militärdoktrin des Masseneinsatzes schlecht ausgebildeter Soldaten zu tun. Der 4-Tage Krieg in Georgien 2008 hätte Warnung genug sein müssen.

Europa hat der russischen Armee keinerlei Drohpotential mehr entgegenzusetzen, die Armeen des alten Europa verdienen ja kaum noch diese Bezeichnung.

Obendrein haben die USA haben vor wenigen Tagen die massivste Verkleinerung ihrer Truppenstärke seit dem II. Weltkrieg verkündet. Die USA sind schlicht pleite. Genau wie die Europäische Union.

Russland sitzt dagegen auf Rohstoffen im Wert von vielen Billionen Dollar. Von diesen Rohstoffen hängt Europa ab und Präsident Putin kann alleine darüber entscheiden, ob er Europa weiterhin mit diesen Rohstoffen versorgen will. Ein dritter -ebenfalls sehr potenter- Global Player würde Putins Gas und Öl ebenfalls gerne abnehmen: China.

Putins Russland konnte in der Vergangenheit tun und lassen, was es wollte. Stets blickte der Westen in arroganter Art und Weise auf die Russen herab.

Dass Russland eine andere Haltung zu Homosexuellen hat, das war regelmäßig Thema in den Abendnachrichten und wurde als Zeichen russischer Rückständigkeit gewertet. Russlands Haltung zum Syrienkonflikt ebenso. Die Olympischen Spiele in Sotschi: Zu teuer, zu warm, die Arbeiter allesamt ausgebeutet. Und dann fehlt auch noch eine Trennwand in einer Toilette.

Zusagen wurden en masse gebrochen, ehemals sowjetische Satellitenstaaten in die NATO integriert, slawische Staaten in die EU aufgenommen, mit Serbien wurde 1999 ein slawisches Bruderland bombardiert.

Das alles hat die Russen gekränkt, die rote Linie wurde aber jetzt mit der massiven finanziellen und ideellen Unterstützung der ukrainischen Opposition überschritten.

Nun schützt Russland seine Bürger und dies ist die vornehmste Aufgabe eines Staates. Und Russland kann sich des Dankes seiner Bürger gewiss sein. Nirgendwo sind russische Truppen auf Widerstand aus der Bevölkerung gestoßen. Das Ergebnis steht fest, die Ukraine wird geteilt, die russischstämmige Bevölkerung will zu Russland.

Die Ukrainer dagegen wollen an die Fleischtöpfe Europas. An die vermeintlichen Fleischtöpfe besser gesagt, Europa hat seine Kräfte bereits jetzt völlig überdehnt.

Was Europas Duodezfürsten ebenfalls befremdlich vorkommen wird: Da wollen Menschen tatsächlich mit ihresgleichen zusammenleben und verweigern sich der Gleichheitsideologie sogenannter universaler (in Wirklichkeit westlicher) Werte. Das geht gar nicht, da müssen Sanktionen her!

Putin und die Russen haben merklich an Selbstbewusstsein gewonnen und es schlicht nicht mehr nötig, sich dem Westen anzubiedern. Bezeichnend der wütende Ruf eines russischen Patrioten (das ZDF bezeichnet ihn natürlich als Nationalisten) in eine westliche Kamera: „Wir wollen nicht in diesem schwulen Europa leben!“

Da der Westen ziemlich blank in der Manege steht, bettelt man fast um eine diplomatische Lösung. Die farblose EU-Außenbeauftragte Ashton ignoriert Putin nicht mal. Russland verhandelt eben nicht mit Europa, sondern mit den USA, Großbritannien und Deutschland. Welches „Ansehen“ diese Europäische Union auch anderswo besitzt, hat ausgerechnet die US-Diplomatin Nuland mit ihrem Fuck the EU auf den Punkt gebracht.

Russland ist zurück auf der Weltbühne, Europas Hybris ist erstmals auf handfesten Widerstand getroffen und schon bleibt nichts mehr davon übrig.

Die europäischen Funktionseliten verstehen die Welt nicht mehr, weil diese eine andere ist.

Sie sind der Realität verlustig gegangen.

Den Sturm vor Augen

Zum Ausklang eines Jahres, in dem sich manches zum Schlechteren gewendet hat, ein bruchstückhafter Rückblick auf das gesamteuropäischen Versagen 2013.

Euro:
Teile Südeuropas sind dank einer realitätsfremden Einheitswährung binnen kurzer Zeit verarmt. Es wurden -noch vor kurzem unfassbare- Beträge für eine angebliche Rettung bereitgestellt, die nicht bei den Menschen ankommen, sondern an den Börsen neue Blasen verursachen. Antwort der EU-Diktatoren? Weiter so, Deutschland kann sich doch noch verschulden! Deutschlands Antwort? Sehr gerne, bitteschön.

Armutszuwanderung:
Von jenseits der südlichen Grenzen drängt ein gewaltiger Bevölkerungsüberschuss in ein vergreisendes Europa. Wie antwortet Deutschland, wie antwortet Europa? Mit weiteren Anreizen für kulturfremde Armutsflüchtlinge aus aller Welt.

EU-Erweiterung:
Die re-islamisierte Türkei befeuert den Bürgerkrieg in Syrien, indem sie Terroristen aus aller Herren Länder die Grenze passieren lässt. Das alles ist bekannt und dennoch ziehen Deutschland und die EU-Nomenklatura daraus keine Konsequenzen. Die Beitrittsverhandlungen gehen weiter, besonders Deutschland lässt sich ganz offen erpressen.

Terrorismus:
In Syrien etabliert sich AlQuaida vor Europas Haustür, aber Europa hat den einzigen Mann zum Feind erklärt, der AlQuaida noch die Stirn bietet. Bashar al-Assad ist mit Sicherheit ein Diktator. Aber in dutzenden Ländern des nahen Ostens und Nordafrika hat sich gezeigt, dass dort eine harte Hand benötigt wird, um nicht ins Chaos abzugleiten. Zuletzt in Ägypten.
Europa hat aus diesen Beispielen nichts gelernt. Statt dessen werden die universalen Menschenrechte vorgehalten, um sehenden Auges eine gemäßigte Diktatur gegen eine unsäglich brutale auszutauschen.

Es ist kaum zu glauben, dass dieses Europa vor 100 Jahren (ein Wimpernschlag in der Geschichte!) ein Fünftel der Weltbevölkerung gestellt und fast die ganze Welt beherrscht hat. Dass dieses Europa 45 lange Jahre der Sowjetunion die Stirn geboten hat und sich schließlich von diesem Joch befreit hat.

Es wäre zu milde zu sagen, dass wir im Tollhaus festsitzen. Es ist ein Irrenhaus. Den kommenden Stürmen hat Deutschland und Europa nichts mehr entgegenzusetzen. Es hat jeden Selbstbehauptungswillen eingebüßt.

Kann es 2014 besser werden? Hoffen wir’s! Guten Rutsch.