Frankreich zieht nach Afrika – da simmer dabei!

Man muss schon ins frühe 19.Jhrd. zurückblicken, um die letzte von Frankreich gewonnenen Schlacht zu entdecken. Es war die Schlacht bei Jena und Auerstedt im Jahr 1806 gegen Preußen. Seitdem hat Frankreich alles verloren oder wurde nur durch Alliierte vor dem Untergang bewahrt. Die Franzosen, soweit es sie noch gibt, sie sind kein Kriegervolk.

Die Gründe für den sozialistischen Präsidenten Hollande in den Krieg nach Zentralafrika zu ziehen, sind dennoch vielfältig.
Frankreich hat wirtschaftliche Interessen im Maghreb. Hollande muss von einer sich massiv zuspitzenden Wirtschaftskrise ablenken. Frankreich kann mit der Fremdenlegion auf eine institutionalisierte Söldnertruppe zurückgreifen. Die Franzosen wollen zurück in die NATO und –wie es sich für das eigene Verständnis als Grande Nation gehört- dort eine Führungsrolle übernehmen. Zudem will die République Française seine ehemaligen Kolonialmächte wieder näher an sich binden.

Humanitäre Gründe sind es nicht. Dann müsste Frankreich in den Jemen, in Somalia, in den Sudan, nach Syrien und bald auch nach Ägypten und Libyen einmarschieren. Auch die Begründung, den Islamismus in Mali zu bekämpfen, ist eine glatte Lüge. In diesem Punkt hätte Frankreich im eigenen Land wahrlich genug zu tun.

Nun gut, aber was interessiert uns das? Leider vielmehr, als wir ahnen können.

Zum einen kann sich Frankreich diesen Krieg nicht mal im Ansatz leisten, dies bedarf mit Blick auf die französischen Wirtschaftsfundamentaldaten keiner weiteren Begründung. Was so ein Krieg kostet, kann in Afghanistan besichtigt werden. 2 Milliarden Dollar. Pro Tag. Allein für die US-Truppen.
Die deutschen Steuerzahler werden mit einem 2 bis 3-stelligen Milliardenbetrag für Frankreichs Krieg bluten. In Euro.

Zum anderen wird Frankreich bald Soldaten fordern und zwar nicht nur Sanitäter. Die Franzosen werden ohne jeden Zweifel jedes Gefecht mit den Islamisten für sich entscheiden. Genauso zweifellos wird Frankreich diesen Krieg verlieren. Bis zum Verlust des Krieges werden Stützpunkte im ganzen Land errichtet werden, siehe Afghanistan. Und die müssen besetzt werden. Frankreich wird Deutschland an seine Treueschwüre auf das VEREINTE EUROPA erinnern und auf die seit Jahrzehnten bestehende Deutsch-Französische Brigade schielen, die ihren Stab im badischen Müllheim hat.

Wird eine kaputtreformierte und feminisierte Bundeswehr das noch leisten können? Nein, aber es werden alle Kräfte mobilisiert und ausgezehrt werden. Die schon jetzt versprochenen Transall-Transportmaschinen sind annähernd 50 Jahre alt. Soldaten zur Ausbildung der malischen Armee sind schon lange zugesagt und werden jetzt beschleunigt ins Einsatzland verlegt.

Wenn die Franzosen gegen 2025 aus dem dann total zerstörten Mali wieder abziehen, wird auch gleich ein Schuldiger gefunden werden. Die Deutschen – wegen mangelnder Solidarität.