Die Empörungsmaschinerie

Özoguz
Quelle: ZDF

Im sächsischen Trögnitz ist eine gerade fertiggestellte Unterkunft für Flüchtlinge ein Raub der Flammen geworden. Vermutlich wurde das Feuer gelegt.

Obwohl die Tat nicht geklärt ist, läuft die Empörungsmaschinerie sofort an. Das beginnt mit dem Sprecher aus dem Off, der beim abgebrannten Dachstuhl von einem Mahnmal spricht und danach davon, dass die Unterkunft Familien aufnehmen sollte, die sich vor Krieg geflüchtet haben.

Die Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (sic!) Aydan Özoğuz (SPD) gibt in gewohnt überheblicher Art ein flockiges Statement ab, dass komplett aus Worthülsen zusammengewürfelt ist.
Volker Beck (GRÜNE) will den Rassismus aus den Köpfen haben „in dieser Gesellschaft“. Dabei blickt er drein, als ob er Köpfe auch entfernen würde, in denen er Rassismus zu entdecken glaubt.
Ja, sogar der Europarat empört sich! Die Demokratie werde zunehmend bedroht. Natürlich nicht durch eine regelrechte Völkerwanderung aus aller Herren Länder vor allem nach Deutschland.
Zu guter Letzt darf noch die Linksextremistin Petra Pau (DIE LINKE) die Forderung stellen, dass die Bundesregierung die Kosten für die Flüchtlinge übernehmen solle.

Selbstredend wird nicht darüber geredet, wie hoch diese Kosten denn sind. Es wird auch nicht darüber geredet, dass die Asylsuchenden mit Mehrheit eben nicht vor Krieg und Verfolgung gerettet haben, sondern schlicht ein besseres Leben suchen. Es wird auch nicht darüber geredet, dass die Asylsuchenden die Kriminalitätsraten in die Höhe treiben.
Wer’s dennoch wagt, gerät in ein fein abgestimmtes Wechselspiel zwischen Mainstreammedien und Politikern.

Anschläge in Folge unterdrückter Meinung

Zunächst werden Bürgerversammlungen abgefilmt, die Teilnehmer werden als Menschen voller Ressentiments dargestellt, als Rassisten in spe. Sollten die Bürger gar von ihrem Versammlungsrecht Gebrauch machen wollen, rufen „breite Bündnisse“ zu Gegendemonstrationen auf. Linksextreme Steinewerfer werden geduldet, deren Taten werden entweder totgeschwiegen oder als Kampf für das Gute verbrämt.

Wo Bürger an den Pranger gestellt werden, die ihre Sorgen auf friedlichem Wege artikulieren wollen, da kriechen Extremisten aus ihren Löchern und begehen solche Taten.
Die Maschinerie läuft dann mit optimalem Drehmoment, denn dann kann die Empörungswelle so richtig anbranden und auf dieser Welle können die üblichen Forderungen abgeritten werden.

Dabei ist die Tat nicht im Ansatz geklärt, obwohl ein rechtsextremistischer Hintergrund der Brandstiftung naheliegend und wahrscheinlich ist.

Moment, hatten wir das nicht erst?

Im bayerischen Vorra ist es im Dezember letzten Jahres zu einer ähnlichen Tat gekommen, auch diese hat die bekannten Asyllobbyisten auf den Plan gerufen, die damals genau die selben Worthülsen fallen ließen.

Allerdings konnte die Tat bisher nicht aufgeklärt werden und das verwundert. Eine Ermittlungskommission wurde gebildet, Spezialisten aller kriminalistischen Fachrichtungen zusammengezogen. Monate später – kein Ergebnis. Obwohl an einem Brandort immer Spuren vom Täter hinterlassen werden. Obwohl die rechtsextreme Szene vom Verfassungsschutz hervorragend ausgeleuchtet und unterwandert ist.

Der Verdacht, dass hier etwas gewaltig stinkt, wird nicht offen geäußert, kein Journalist fühlt sich verpflichtet, investigativ tätig zu werden. Die Causa verschwindet klammheimlich aus den Zeitungsspalten und wird nie wieder aufgewärmt. Stattdessen wird das Wort „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres erklärt.

Sebnitz, Mügeln, Potsdam, Mittweida. Nichts hat die Journaille zum Nachdenken gebracht.