Steinmeiers erschreckendes Bewerbungsschreiben

Die Parteichefs kungeln aktuell aus, wer das Land zukünftig überparteilich repräsentieren soll. Allein das ist schon ein Witz. Verschiedene Namen sind im Gespräch, allesamt Vertreter der abgehalfterten, inzestuösen Politelite, die sich selbst die Posten zuschanzt. Einer von ihnen ist Frank-Walter Steinmeier, seines Zeichens Bundesaußenminister.

Nun muss man zunächst festhalten, dass er seinen Job zumindest unauffällig macht, anders als die verblichene Peinlichkeit Guido Westerwelle, sein Nachfolger und Vorgänger. Aus der Innenpolitik hält er sich wohltuend heraus, verglichen mit dem feisten SPD-Chef Gabriel ist er noch einer der glaubwürdigeren Sozialdemokraten. Dennoch, die katastrophale Flüchtlingspolitik, das hündische Auftreten ggü. der Türkei trägt auch er mit, ebenso die widersinnige Russlandpolitik.

Als Kandidat für Schloss Bellevue ist er schon länger im Gespräch.

Als Bundespräsidentenkandidat will man jedoch gebeten werden, man gibt allenfalls zu verstehen, dass man nicht ablehnen würde, wenn einem die Kandidatur angedient wird. Ungewöhnlich, dass sich ein Kandidat selbst platziert. Steinmeier drängt es aber offenbar so sehr ins Amt, dass er mit einer Art Bewerbungsschreiben genau das getan hat.

Dieses könnte hier gelesen werden, würde die F.A.Z. nicht an der „Wortmeldung“ des Herrn Steinmeier verdienen wollen. Um sicherzugehen, dass möglichst viele seine Bewerbung lesen, hat er den Text sicherheitshalber nochmal bei Facebook posten lassen, hier einzusehen.

Was er von sich gibt, erschreckt

Zunächst klotzt Steinmeier mit der Überschrift, in der er eine tödliche Gefahr für unsere Gesellschaft diagnostiziert. Spannend ist, wo er die erblickt. Etwa in der Terrorgefahr, der mit den Flüchtlingen nicht mehr nur latent ist (wie steht eigentlich FWS zur Flüchtlingsproblematik)? Oder von der demographischen Katastrophe, die mit der Asylkatastrophe in direktem Zusammenhang steht?

Nein, nichts von alledem. Steinmeier sieht die Gefahr im Fehlen von Wahrheit. Und den Schlüssel zur Wahrheit, soviel sei vorweggenommen, den hat natürlich in aller Bescheidenheit er und seine Medienclaqueure.
Die Unwahrheit findet sich dagegen in den sozialen Medien und überall dort, wo Menschen sich die Freiheit eigener, unabhängiger Meinungsbildung herausnehmen.

Dass mit dem Internet die Möglichkeit des Austausch und freier Meinungsbildung (immer noch) besteht, scheint Steinmeier zu beleidigen.

Das Internet verschafft uns Zugang zu einer nie gekannten Fülle von Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen. Aber die Flut an Informationen dürfen wir nicht mit Wissen verwechseln, schon gar nicht mit Weisheit.

Dabei gibt Steinmeier weiter oben in der Wortmeldung zu, dass es ihm und seinem diplomatisches Korps ab und an Weisheit fehlt, was aber nicht an fehlender Genialität liegt, sondern – an der Komplexität der Welt.

Dass die Komplexität unserer Umwelt enorm gewachsen ist, erlebt auch die Außenpolitik. Unsere Fähigkeiten, diese Komplexität zu durchdringen und nicht nur kurzfristig zu reagieren, sondern vorausschauend klug zu planen, stoßen an Grenzen.

Es erstaunt freilich, dass viele andere Länder der Welt durchaus vorausschauend klug planen. Möglicherweise haben andere Länder ein außenpolitisches Konzept und knicken nicht wachsweich vor jeder noch so dreisten Anmaßung ein, Herr Steinmeier.

Steinmeier scheut nicht mal davor zurück, den Aluhut aufzusetzen, wenn ernsthaft von ausländischen Trollen spricht, die für gezielte Desinformationen sorgen würden.

Die Menschen -mit der Realität der bunten, offenen und vielfältigen Gesellschaft. immer öfter und immer unausweichlicher konfrontiert- machen sich ihr eigenes Bild, dass so gar nicht mit den gewünschten Realitäten zusammenpasst. Also empfiehlt Steinmeier folgendes:

Wir müssen in unsere Urteilskraft investieren, in jene Institutionen und Systeme, die in unseren Gesellschaften „Wahrheit produzieren“: Schulen, Wissenschaft, Justiz, aber auch die Medien.

Ergo sein Appell:

Glaubt nicht, was ihr seht; glaubt nicht eurer eigenen Wahrnehmung; glaubt nicht eurem gesunden Menschenverstand.
Glaubt mir! Glaubt den wahrhaftigen Medien! Glaubt, was die Institutionen euch als Wahrheit verkaufen! Denn es ist die Wahrheit!

Ihr müsst, verdammt noch mal!

Bild: Flickr.com/Arne List/CC BY-SA 2.0

Unwürdig

An diesem Tag vor 72 Jahren sind eine Handvoll Männer gegen einen Diktator und seine willigen Vollstrecker aufgestanden. Dass sie gescheitert sind, ist eines der tragischen Ereignisse deutscher und europäischer Geschichte.
Im Bundestag hat dazu heute keiner der sonst geschichtsreligiösen Gedenktage mit Streichquartett und schwarz gekleideten Abgeordneten stattgefunden. Keine Reden mit Tremolo in der Stimme. Stattdessen eine isolierte Gedenkstunde am Bendlerblock. Dort ist der strahlendste Held der jüngeren deutschen Geschichte hingerichtet worden.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Bundestag und Regierung sollten in Zukunft auf solch verschämtes „Gedenken“ verzichten. Sie sind seiner ohnehin nicht würdig.

Stammeln gegen den Terror

Brüssel, 22. März 2016. Die Religion des Friedens beweist erneut ihr Potential: 34 Tote, 300 Verletzte.
Nach den Pariser Massakern wurde eine enge Vernetzung der Islamisten nach Belgien sichtbar. Dort wird seit Monaten der Stadtteil Moolenbeek durchkämmt, der eine Art europäisches Al-Raqqa zu sein scheint. Die Bilder gleichen zeitweise denen aus dem irakischen Fallujah, in dem sich 2004 Islamisten eine erstaunlich ausgeglichene Schlacht mit US-Truppen lieferten.
Trotz dieser Bemühungen auf allen Ebenen ist es erneut einem halben Dutzend Terroristen gelungen, einen großen Anschlag zu verüben. Dazu haben sie nicht irgendeinen Marktplatz in der Provinz gewählt, sondern mit dem Flughafen Brüssel eines der am besten geschützten Objekte in ganz Belgien. Es war offenbar spielend leicht.

Kontrollverlust total. Soweit, so Alltag in Europa im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts.

Wie reagieren deutsche Akteure, die wissen, dass ihre offene, bunte Gesellschaft eine Utopie ist und immer war? Die sie so lange beschworen haben und in der jetzt vor allem ein helles Blutrot dominiert?
Mit Realitätsverweigerung.

Ein Vergleich der Reaktionen auf die drei größten Schlachtfeste des Islam in Europa lohnt. Das Wort geht an drei exponierte Vertreter des Zeitgeistes:

Bundeskanzlerin Merkel

Januar-Massaker/Paris
„Diese Anschläge haben uns wachgerüttelt. Die Reaktion auf die Tragödie in Paris, die beeindruckende Demonstration zusammen mit Millionen Franzosen, hat deutlich gemacht: Neben der Betroffenheit, die wir gegenüber den Angehörigen ausgedrückt haben, war es eine Demonstration des Eintretens für unsere Werte, für Demokratie, für Freiheit – für Pressefreiheit, für Meinungsfreiheit, für Religionsfreiheit.“ (In den kommenden Monaten des Jahres 2015 bittet Merkel eine Million Asylsuchende ins Land, die mit großer Mehrheit Muslime sind; Anm. d. Verf.)

November-Massaker/Paris
„Dieser Angriff auf die Freiheit meint uns alle. Daher müssen auch alle gemeinsam den Kampf gegen den Terror führen. Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror.“

Massaker in Brüssel
„Die Täter sind Feinde aller Werte, für die Europa heute steht und zu denen wir uns gemeinsam als Mitglieder der Europäischen Union bekennen. Es geht um die Werte der Freiheit, der Demokratie und des friedlichen Zusammenlebens als selbstbewusste Bürger. Freie Gesellschaften sind stärker als der Terrorismus.“

Bundesjustizminister Maas

Januar-Massaker/Paris
„Die Art und Weise, wie PEGIDA und AfD diese Anschläge für ihre Zwecke instrumentalisieren, ist widerlich. Wer jetzt Muslime unter Generalverdacht stellt, der will die Gesellschaft spalten und Hass säen und dem muss man entgegentreten.“

November-Massaker/Paris
„Die Themen Terrorismus und Flüchtlinge dürfen nicht miteinander vermengt werden. Hier eine Verbindung herzustellen, ist unverantwortlich.“ (Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass zwei der Attentäter als Asylsuchende über Deutschland nach Paris kamen; Anm. d. Verf.)

Massaker in Brüssel
„Die meisten Männer, die in den vergangenen Monaten diese grauenhaften Anschläge verübt haben, sind bei uns in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen. Sie sind keine Flüchtlinge.“

Margot Käßmann

Januar-Massaker/Paris
„Mir tun die Menschen so leid. Und ich finde schlimm, dass jetzt wieder alle Muslime dafür verantwortlich gemacht werden.“

November-Massaker/Paris
„Eine durchbetete Welt ist eine andere, weil sie etwas von Gottvertrauen weiß inmitten von Erschütterung und Ratlosigkeit.“

Massaker in Brüssel
„Wir sollten den Terroristen mit Liebe begegnen“ (Egal, was sie nimmt, es ist das gute Zeug; Anm. d. Verf.)

Ein jedesmal und so auch nächstes Mal werden dieselben Leerformel und Worthülsen abgesondert. Von denjenigen, die über Jahrzehnte ein Biotop geschaffen haben, deren Beherrschung sie jetzt von Sicherheitskräften verlangen, die die Situation längst nur noch partiell im Griff haben.

Das Gestammel geht weiter.

 

Multiples Organversagen

It’s the end of the world as we know it, it’s the end of the world as we know it, ballert Michael Stipe im schnellen Rhythmus durch den Musikkanal.
Da wird für eine dringende Nachricht unterbrochen. Bitte Vorsicht! Personen auf der Autobahn 93 Richtung Rosenheim. Bitte fahren Sie vorsichtig!
Und wieder R.E.M: A tournament, a tournament, a tournament of lies. Offer me solutions, offer me alternatives, and I decline. It’s the end of the world…

Die dringende Radiodurchsage kommt im Süden der Republik im 30min-Takt. Es sind Asylsuchende, die zu Tausenden von Schleppern auf der Autobahn abgeladen werden. Manche müssen dabei einen elenden Tod sterben. 800.000 werden es bis zum Jahresende sein, mindestens. 450.000 sind schon da, 350.000 werden es noch werden. Die Behörden haben die Last zu schultern, sie tun es mit Bravour, aber längst nur noch improvisierend. Der Winter wird kommen, unterbringen wird man solche Massen nur noch mit Zwangsmaßnahmen.

Und nächstes Jahr? 1 Million, 1,5 Millionen? Über TV, WhattsApp und Telefon ist die Botschaft an noch viel mehr Millionen: Kommt her, die feiern Willkommensfeste, wenn wir endlich da sind.

Es ist das Ende Deutschlands und Europas – as we know it. And we feel fine. Zumindest vorerst noch.

1993, als schon einmal eine knappe halbe Million Hungerleider an die Tür klopften, war noch eine parteiübergreifendes Einhaltgebieten möglich, die Zweidrittelmehrheit zur Ergänzung des Artikel 16a GG kam zustande. Nur zwanzig Jahre später, im Angesicht eines noch viel größeren Ansturms, ist ein solches Manöver zur schieren Selbstbehauptung nicht mehr denkbar.

Dabei nehmen Spitzenpolitiker das Wort Demokratie so oft in den Mund wie lange nicht mehr. Man kennt das auch von Walter Ulbricht oder Erich Honecker…, oder von Pol Pot. Es ist ein sicheres Indiz, dass etwas ganz und gar undemokratisches im Gange ist.

Was glauben die Protagonisten eigentlich, was passiert, wenn innerhalb weniger Jahre hunderttausende Menschen aus vormodernen Kulturkreisen in einen hochkomplexen Industriestaat strömen und zudem einen beträchtlichen Männerüberschuss aufweisen?

Was glaubt/glauben denn eigentlich…

  • ein Präsident, der den Zusammenhalt der Gesellschaft fördern sollte, aber ernsthaft zwischen einem hellen Deutschland und einem Dunkeldeutschland unterscheidet?
  • eine Bundeskanzlerin, die ein NoGo-Area im Ruhrgebiet besucht und den Bürgern sagt, dass sie leider nichts für sie tun könne? Offene Grenzen in Europa seien schließlich wichtiger (und sicher auch alternativloser) als sie, die Bürger dieses Landes.
  • der Vorsitzende einer einstigen Volkspartei, der Gewalttäter und friedliche Demonstranten unterschiedslos als Pack bezeichnet?
  • ein Justizminister, der Facebook vorlädt und kaum kaschiert Zensur meint? Die Verhältnisse in der Türkei lassen grüßen!.
  • die Mainstream-Medien, die sich einer freiwilligen Gleichschaltung unterwerfen, wie es eher für entstehende Diktaturen typisch ist – Selbstzensur inbegriffen. Die fast schon verzweifelt in immer kürzeren Intervallen rührselige Storys von „Familien aus Kriegsgebieten“ kolportieren, die kaum noch jemand glaubt, wenn man die üppig genutzten Kommentarspalten der Bürger/des Packs liest. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, bleiben Kommentarspalten immer öfter gleich abgeschaltet. Wenn das auch nicht mehr hilft, wird zum Aufstand gerufen.
  • augenscheinlich minderbemittelte „Künstler“ wie Til Schweiger, die sich durch Talkshows lallen und ein Forum zur moralinsauren Selbsterhöhung bekommen?
  • Kirchen, die ihre Glaubensleere bedingungslos durch eine Moraltheologie (Thorsten Hinz) ersetzen und mit Verve an ihrer eigenen Marginalisierung arbeiten?

Das wird passieren: Die Übergriffe auf Frauen werden massiv zunehmen (und die oben genannten werden darüber schweigen). Die Segregation, der Zerfall des Landes in einzelne ethnisch-religiöse Communities wird sich ausprägen. Der Sound dieser bunten Welt wird bestehen aus eruptiven Ausbrüchen extremer Gewalt, zuerst durch Einzelne wie in Frankreich, dann in Intervallen zwischen Ethnien wie auf dem Vielvölkerlandstrich Balkan. Deutschland wird zum konfliktträchtigen Land konkurrierender Parallelgesellschaften wie Südafrika oder Brasilien. Und das alles, ohne dass dem Rest der Welt damit in irgendeiner Weise geholfen wäre.

Warum eigentlich?

Selbst für die wechselvolle Geschichte dieses Landes ist der Vorgang einmalig. Eine völkermordende NSDAP hat nur in den heftigen Nachbeben der Urkatastrophe Europas aufsteigen können, im harten Rennen gegen blutrote Kommunisten. Eine DDR ist unter Herrschern installiert worden, die da schon einige Millionen Gulag-Tote auf dem Gewissen hatte.

Die Bundesrepublik setzt ihren sozialen Frieden und mittelfristig ihren Bestand völlig freiwillig -ja mit Freude- aufs Spiel. Auf die Frage nach dem Warum? werden auch Historiker einst keine klare Antwort finden.

Das Land ist zurück im rauhen Wind der Geschichte. Seine Vertreter sind dabei so naiv und hilflos, dass es lachhaft ist.

Man möchte vor Scham im Boden versinken

Heute Morgen wäre der Autor dieser Zeilen beinahe mit dem Auto im Straßengraben gelandet, wegen eines akuten Zustands der Verwirrung und Belustigung. Grund: Herr Dr. Westerwelle, seines Zeichens Außenminister irgendeines zentraleuropäischen Landes mit Tendenz zur Selbstauflösung.

Da war im Radio von deutlichen Worten die Rede, von Eskalation. Bis dato war man der Nachricht nur mit halbem Ohr gefolgt. Dann der magischen Satz „im Ton und in der Sache in keiner Weise akzeptabel“.  Hatte unser Außenminister etwa endlich den Mut, für die seit Wochen andauernde dreiste Einmischung von türkischer Seite in innerdeutsche Angelegenheit deutliche Worte zu finden? Stichworte Brandkatastrophe, NSU-Prozess. Aber da war der Bericht auch schon vorbei.

Eine Regung von Selbstbehauptung? Tut der AA-Minister, wozu er sich per Eid verpflichtet hat? Also umschalten auf den Nachrichtenkanal und auf die nächsten Nachrichten warten. Da passiert es, eine Mischung aus Lachanfall und kalter Wut.

Der Herr Westerwelle hat tatsächlich den Botschafter vorgeladen und ihn dann aufs Schärfste zurechtgewiesen. Nur, es war der Nordkoreanische.

Da wird Diktator Kim aber zittern. Ob der Herr Westerwelle auch gleich noch der gewaltigen und hochmodernen deutsche Luftwaffe den Marschbefehl erteilt hat? Und gedroht mit dem Aufmarsch aller einsatzbereiten ca. 800 gegenderten deutschen Infanterist_Innen, die den 38. Breitengrad bis hoch zur chinesischen Grenze aufrollen? Man weiß es nicht, es lässt sich nur erahnen.

Wie lächerlich das alles ist. Diese Geistes-Pygmäe erspart uns keine Peinlichkeit.

Wolfgang T., Schmierentheaterdarsteller, 69 Jahre

Zu viele Schwaben in „seinem Bezirk“, die Medien berichteten sattsam. Diese Posse wäre nicht weiter erwähnenswert, aber ins Rollen gebracht hat sie ausgerechnet einer der widerwärtigsten Akteure der Bundestagsbühne.

Warum eigentlich? Wolfgang Thierse begrüßt doch sonst jeden fremden Kultureinfluss frenetisch als Bereicherung.
Nie im Leben hätte er eine solche Attacke gegen MiHiGru-geadelte Mitmenschen gewagt, schließlich ist ihm der Kampf gegen Rechtsextremismus eine ganz besondere Herzensangelegenheit,während er bei Aktionen von Linksextremisten auch gerne mal selber mitwirkt. Ein Bestmensch Deluxe, dieses SPD-Urgestein.

Jetzt aber, wo sich seine Zeit als Bundestagsvize dem Ende zuneigt, wollte er doch noch mal so richtig vom Leder ziehen. Völlig gefahrlos natürlich, wie es sich für einen schmierigen Bestmenschen gehört. Da fällt ihm der Schwabe beim Bäcker auf. Womöglich hat der ihn nicht erkannt, oder noch schlimmer – sich angewidert abgewandt ob Thierses äußeren Erscheinungsbildes! Und dann hat der auch noch Weckle bestellt…

Endlich ein neues Thema für den abgehalfterten Wolfgang T.

Man ist ernsthaft darüber erstaunt, was für Gestalten unsere repräsentative Demokratie ganz nach oben spült.

Dieser Mann ist Bundestagvizepräsident. Es gibt im Staate nur noch ein höheres Amt, dass des Bundespräsidenten. Dort hat sich der vorletzte ohne Begründung aus dem Amt gestohlen, für den letzten ist jedes Wort zu gut und der aktuelle…

Scheinbar existiert im Parteienstaat kein Mechanismus, der die Verhaltensauffälligen zuverlässig aussortiert. Und so sitzen Leute wie Claudia Roth, Petra Pau, Volker Beck und eben Wolfgang Thierse jahrzehntelang in Parlamenten und Ausschüssen und wirken an der Gesetzgebung direkt oder indirekt mit.
Und wenn sie als Direktkandidaten grandios schlecht abschneiden, weil selbst die Tolerantesten unter den Bestmenschen die Nase gestrichen voll haben von solchen Typen? Dann kommen sie halt mit Hilfe der Landesliste über den Hintereingang wieder ins Parlament – so wie Thierse 2009.
Die Medien lieben sie, denn wer interessiert sich schon für die Hinterbänkler, die die Kernerarbeit in Ausschüssen leisten?

Wolfgang Thierse ist ein Symbol für die Ochlokratie, die sich im Land ausbreitet.

Wie Macht korrumpiert

Weihnachten. Christbaumkugeln, Glühwein, pompöse Fernsehshows, Besinnliches. Da darf die alljährliche Weihnachtsansprache unseres Bundespräsidenten nicht fehlen.

Eigentlich sollte man seine Zeit damit nicht verschwenden, aber dann lief ein Trailer zur Ansprache, der dann doch Neugierig gemacht hat. Sagt da doch unser aller Bundespräsident, dass es immer wieder zu Gewalt in U-Bahnhöfen kommt..auch weil die Opfer schwarze Haare oder dunkle Hautfarbe hätten.

Da war wohl was nicht richtig zu hören, deshalb lieber nochmal in der Mediathek nochmal nachzuhören. Tatsächlich, das hat der BP gesagt. Ohne mit der Wimper zu zucken. Zwar versteckt er sich etwas hinter einer Kerze und liest offensichtlich vom Teleprompter ab. Es ist aber davon auszugehen, dass Gauck sich die Rede selbst geschrieben hat.

Man lauscht den Worten seines Staatoberhauptes ungläubig und fragt sich dann, wie weit sich die Kaste der Politiker vom Volk und den Realitäten dieses Landes schon entfernt hat. Sehr weit, offensichtlich. Anders ist nicht zu erklären, dass es dem Präsident mit seinem hochkarätigen Beraterstab entgangen ist, dass er hier Täter und Opfer verwechselt.

Da ist es fast schon egal, dass Gauck zudem den Friedensnobelpreis für die EU lobt, für die Solidarität mit Asylsuchenden wirbt und von einem sicherlich perfekt choreographierten Besuch in Afghanistan erzählt, bei dem er die Realität so wenig gesehen hat, wie die Masse der eingesetzten Soldaten, die während ihres monatelangen Einsatzes ihr Feldlager nicht verlassen.

Der Bundespräsident ist qua Amt nicht Sklave des Zeitgeistes. Im Gegenteil, dieses Amt ist installiert, um der kurzatmigen Demokratie eine gewisse Konstanz zu geben. Deshalb amtiert der Bundespräsident im Regelfall 5 Jahre, während das Parlament für 4 Jahre gewählt ist.

Bundespräsident Gauck hat mit seiner Weihnachtsansprache bewiesen, wie schnell und gründlich Macht korrumpiert.

Gewählt

Zwei Wahlen bewegen die Gemüter in Deutschland heftig.

Zunächst haben die GRÜNEN mal wieder Maßstäbe gesetzt und erstmals ihre Spitzenkandidaten von der Basis wählen lassen. Sehr demokratisch und sicher ein Weg, Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.

Das Beste am Ergebnis ist, dass unser aller Eichhörnchen auf Crack –Claudia Roth- eine krachende Niederlage erfahren hat, wie sie selbst immer so schön zu sagen pflegt. Boshaft freut sich der Autor dieser Zeilen hier ganz persönlich.

Voll im Zeitgeist schwingend dagegen ein entscheidender Wahlmodus: Gewählt werden mussten mindestens eine Frau. Aber die GRÜNEN währen nicht die GRÜNEN, wenn sie da nicht noch einen drauf setzen könnten. Es konnten nämlich auch zwei Frauen zu SpitzenkandidatInnen gewählt werden, nicht aber zwei Männer. Nur ganz kurz überlegt, ob das denn mit den strengen Maßstäben des Gender Mainstreaming zusammenpasst. Diese völlig verquere und menschenfeindliche Ideologie vertreten die GRÜNEN selbstredend. Denn wer weiß, vielleicht entscheidet sich Jürgen Trittin aus seiner Geschlechter-Rolle auszubrechen und im kurzen Schwarzen Wahlkampf zu betreiben.

Ein kurzer Überblick über das bisherige Wirken der beiden Kandidaten.

Göhring-Eckardt ist ein Kind der DDR. In schwierigem Umfeld hat sie sich dennoch bereits in jungen Jahren in der evangelischen Kirche engagiert. Das war ohne großen Mut und einer moralischen Grundfestigkeit in diesem Unrechtsstaat sicher nicht zu schaffen. Für typisch GRÜNES Sektierertum ist sie nicht zu haben, sie ist nach wie vor fest in der Kirche verankert. Wählbar auch für die Mitte.. Ihre Wahl durch die GRÜNE Basis zeigt, dass es dort Reste von Verstand, wenn nicht sogar so etwas wie konservativem Gedankengut gibt.

Anders Jürgen Trittin. Er ist ganz Kind des fetten West-Wohlstands. Studium zum Sozialwirt, während es Studiums Mitgliedschaft beim kommunistischen Bund. Er hat eine klassische GRÜNE Karriere durchlaufen und ist durch GRÜNE Ämter- und Mandatbesonderheiten in manches Amt gespült worden.

Ältere haben noch vor Augen, wie er und seine Fraktion beim spontanen Singen der Nationalhymne nach Maueröffnung im Bundestag demonstrativ sitzen blieb. Später hat er geäußert, dass die Hymne nie über seine Lippen kommen würde.  Das zeigt, welch Geistes Kindes er ist. So verwundert es nicht, dass es Trittin gar nicht schnell genug gehen kann, bis sein ungeliebtes Deutschland sich ganz und gar dem sozialistischen Europa hingibt. Mehrfach hat er die Einführung von Euro-Bonds gefordert, also das Schultern der Schulden Europas durch deutsche Steuerzahler. Sonst noch was? Trittin hat als Umweltminister maßgeblich an der Einführung des Dosenpfandes Mitschuld. Seitdem hat sich der Anteil Mehrwegflaschen fast halbiert. Dieser Mann ist eine Gefahr für unser Land.

***

Und dann war da noch die US-Wahl.

Die meisten Deutschen freuen sich über die Wiederwahl Obamas. Kaum jemand kann sich dem Charisma und seiner predigerhaften Art zu reden, komplett ganz entziehen.

Die USA erleben seit einem letzten Jahrzehnt einen wirklich atemberaubenden Abstieg. Ein gerechter, aber von Beginn an falsch geführter Krieg in Afghanistan plus ein ungerechter, haarsträubend falsch geführter Krieg im Irak haben die Vereinigten Staaten an den Abgrund geführt. Nicht nur, dass beide Kriege verloren wurden, die finanzielle Belastung hat zu einer solchen Auszehrung des Landes geführt, dass die Staaten in Teilen auf 3. Welt Niveau gesunken sind. Die USA haben ihre Vormachtstellung nachhaltig und wahrscheinlich für immer verzockt. Zudem ist das Land tief gespalten. Was die Wahl aber nachhaltig gezeigt hat: Die jahrhundertelange Vorherrschaft der so genannten WASP-Eliten (White Anglo Saxon Protestantic) ist endgültig gebrochen. Entschieden haben die Wahl die Afro-Amerikaner und die Hispanics.

Für Deutschland hat die Wahl im Grunde wenig Bedeutung. Die Wiederwahl Obamas ist dennoch mit leichten Nachteilen für unser Land behaftet. Einem Obama kann man deutsche Truppen und Finanzhilfen (oder was auch immer gefordert wird) eben schwerer verweigern als einem Bush-Nachfolger Romney. Da Nord-Amerika seine Überdehnung nicht mehr alleine stemmen kann, werden diese Forderungen kommen. Das ist sicher wie das Amen in der Kirche.