Zweierlei Maß

Ein Mensch wird tot geprügelt, die Täter aggressives Jungvolk mit Migrationshintergrund. Mittlerweile Alltag in Deutschland. Sowas schafft es bei den Mainstream-Medien für gewöhnlich bestenfalls in den Lokalteil.

TuncgeBeim aktuellen Einzelfall ist das anders. Die tödliche Attacke auf Tungce A. fand sofort die Aufmerksamkeit aller Medien. Tungce wurde kurz vor ihrem 23sten Geburtstag von jungen Serben ins Gesicht geschlagen, als sie zwei anderen jungen Frauen zu Hilfe kommen wollte. Sie fiel ins Koma, mittlerweile ist sie verstorben.

Um daran keinen Zweifel zu lassen, Tungce hat sich diese Aufmerksamkeit und diesen Abschied verdient. Sie war eine mutige junge Frau, ein Vorbild.Die Tagesschau berichtet von der Mahnwache vor dem Krankenhaus. Der einzigen anwesenden Biodeutschen wird die Kamera ins Gesicht gehalten, es wird die posthume Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gefordert.

Warum aber bekommen diese Aufmerksamkeit nicht alle Tod geprügelten, deren Zahl in die Dutzende gehen dürfte? Wie Daniel S. aus Weyhe. Ihm wurde die Mahnwache verweigert, sein Tod wurde zum Kampf gegen Rechts missbraucht. Sein Bürgermeister hat ihn mit einem SPIEGEL-Interview verhöhnt. Sein Mörder hat viel Verständnis erfahren.
Der Verdacht drängt sich auf, dass ihm und anderen Vergessenen schlicht der Migrationshintergrund fehlte.